Susanne Haun

Wenn die Historikerin mit der Künstlerin streitet – ein Seelenbericht von Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Was ich gerade lese by Susanne Haun on 13. November 2017

 

Gerade habe ich meine Hausarbeit „Bedeutungsaspekte in Géricaults Gemälde Das Floß der Medusa“ abgeschlossen und vor allem auch abgegeben.

Als Historikerin sollte jeder meiner Gedanken belegt und neue Gedanken logisch konstruiert sein. Mein künstlerisches Selbst tritt in den Hintergrund. Wie sehr ich in der Lage bin meine beiden Selbst – die Künstlerin und die Historikerin – zu trennen, hat mich selber überrascht.  Birgit von Sätze & Schätze schrieb eine Rezension über die literarische Adaption des Floßes der Medusa von Franzobel (siehe hier). In meinem Historikerinnen-Dasein versponnen, habe ich nicht begriffen, wozu dieses Buch dient. Es gibt doch schließlich einen Bericht der Leidensfahrt der Medusa von zwei Schiffbrüchigen des Floßes, also von Augenzeugen, dem Wundarzt Savigny und dem Geologe Corréard (siehe hier)!

Ich fragte also Birgit, wozu dieses Buch von Franzobel notwendig sei und was es aus dem Pool der Historienromane so heraushebe und bekam eine wirklich gute Antwort von ihr, die mich auflachen lies und mich für meine weitere Arbeit an meiner Hausarbeit lockerte. Natürlich kann ich auch als Historikerin kreativ sein! Mir fehlt beim Schreiben nur noch die Lockerheit, die ich beim Skizzieren habe, ein Thema mit einer Linie so einfach wie möglich darzustellen.

Hier also Birgits Antwort auf meine Frage nach dem warum:

Birgit Böllinger:
„Liebe Susanne, ich finde Deine Fragen nicht ketzerisch – aber es wundert mich ein wenig, dass Du als Künstlerin sie stellst: Wozu braucht es Kunst? Natürlich kann man auch andere Texte über diesen Schiffbruch lesen, natürlich kann man auch historische Bücher lesen. Aber die Frage, ob es nun genau dieses Buch braucht, die stellt sich mir eigentlich nicht: Ein Schriftsteller hat es geschaffen so wie ein Maler ein Bild schafft – aus einer eigenen inneren Notwendigkeit oder Lust heraus. Nun ist es in der Welt: Nach der Brauchbarkeit könnte man bei jedem Buch fragen – dann wäre aber die Literatur an sich obsolet. Frei nach Schiller: „Der Nutzen ist das große Idol der Zeit, dem alle Kräfte fronen und alle Talente huldigen sollen.“ Viel Spaß mit Deiner Hausarbeit – und ich bin gespannt auf deinen Blogbeitrag, liebe Grüße Birgit“

Und hier meine ersten beiden Absätze der Hausarbeit:

Man denke sich fünfzehn Unglückliche fast ohne alle Bekleidung, am ganzen Leibe und im Gesicht von der Sonne fürchterlich verbrannt; zehn davon konnten sich kaum rühren; die Haut von allen unseren Gliedern abgeschunden; alle unsere Züge zum Entsetzen verzerrt! Unsere hohlen und fast wilden Augen, unsere langen Bärte gaben uns ein noch scheußlicheres Ansehen; wir waren nur noch Schatten von Menschen.“[1]

Mit diesen Worten schilderte der Geologe und Augenzeuge Alexandre Corréards die Situation auf dem Floß der Medusa (Abb. 1), das der Maler Théodore Géricault zum Hauptthema seines 4,91 x 7,16 Meter großen Gemäldes wählte. Géricault schloss 1819 die letzten Arbeiten an dem in Öl im Stil des Realismus[2] erstellten Bild ab, es wurde noch im gleichen Jahr im Pariser Salon gezeigt. Heute ist das Gemälde als eines der Hauptwerke der französischen Romantik[3] im Louvre zu besichtigen.[4]

Auch nach einer Diskussion mit Birgt entstand meine neue Beitrag Rubrik „Was lese ich gerade“ (siehe hier).  Deshalb habe ich meine Literaturliste am Ende des Beitrags gesetzt. So bekommt ihr eine Vorstellung, warum ich neben meinem Studium höchsten noch Hörbücher zum Einschlafen höre.

Gerda (siehe hier) regte mich dazu an, mein Kunsthistorikerin Dasein mehr im Blog zu postulieren. Bisher habe ich das kaum gemacht aber ich werde mal schauen, ob ich öfter solche einen Beitrag wie heute einstreue. Es ist einer der wenigen Beiträge, wo ich keine Zeichnung von mir zeige. Ich zeige aus lizenzrechtlichen Gründen auch kein Foto von Géricaults Floß der Medusa. Ihr könnte es hier sehen.

Ach ja, hier die Rezension vom Tagesspiegel von Franzobels Roman.

Aus diesem ganzen Dilemma heraus ist die Zeichnung von Freitag „Die Bedrohung durch das Meer“ entstanden (siehe hier).

________________________________________________________________

[1] Savigny, Jean-Baptiste Henri, Corréard, Alexandre, Berlin 2005, Seite 72 – 73.

[2] Zimmermann, Anja, Stuttgart/Weimar 2011, S. 370-373. Der Realismus im historischen Sinn entstand im 19. Jhd. als neue Richtung in der Literatur, Malerei und Grafik, deren Ziel eine sachliche und nüchterne Darstellungsweise war. Schon während der Entstehungszeit konnte sich auf Grund der komplexen und heterogenen Form und des kontroversen Verständnisses der dem Realismus zugeordneten Kunst keine allgemein gültige Begriffsdefinition durchsetzen.

[3] Wolf, Norbert, Stuttgart 2002, S. 29 – 31. Die Romantik ist eine gesamteuropäische Erscheinung am Ende des 18. Jahrhunderts und im Übergang zur Industriegesellschaft des 19. Jahrhunderts. In ihr sollte das menschliche Subjekt emanzipiert werden und einen Sinn in einer Gegenwart finden, die von politischen und industriellen Neuerungen geartet war. Sie ist geprägt vom Optimismus einer Aufbruchsstimmung, die in Religion, Philosophie, Politik, Kunst, Psychologie und auch im Einzelschicksal Ausdruck fand. Die Romantiker suchten Anleihen in früheren Epochen, kamen jedoch zu anderen geistigen Ergebnissen.

[4] Wedekind, Gregor, Frankfurt am Main, S. 73.

 

Quellenverzeichnis

SAVIGNY, JEAN-BAPTISTE HENRI, CORRÉARD, ALEXANDRE. Der Schiffbruch der Fregatte Medusa, Berlin 2005.

VAHLAND, KIA. Vom Schrecken des Schiffsbruchs, in: Süddeutsche Zeitung, München 2015.

http://www.sueddeutsche.de/kultur/gericaults-floss-der-medusa-vom-schrecken-des-schiffbruchs-1.2439606#redirectedFromLandingpage, 25.10.2017, 9:40 Uhr.

KOSMALLA, MARINA. Forschung zu Meer und Seefahrt, Schiffbruch aus dem Fernsehsessel betrachtet, in: Tagesspiegel, Berlin 2016.

http://www.tagesspiegel.de/themen/freie-universitaet-berlin/forschung-zu-meer-und-seefahrt-schiffbruch-aus-dem-fernsehsessel-betrachtet/12963920.html, 29.10.2017, 14:24 Uhr.

Literaturverzeichnis

ALHADEFF, ALBERT. The Raft of the Medusa, Géricault, art and race, Munich 2002.

ALHADEFF, ALBERT. Julian Barnes and the „Raft of the Medusa“, in: The French Review, Band 82, Nr. 2, Marion, Illinois 2008, S. 276-291.

BUCH, ASTA VON. „Quel spectacle hideux! mais quel beau tableau!“, die Ästhetik des Erhabenen in Géricaults „Floß der Medusa“, in: Zeitschrift für Kunstgeschichte, Band 69, München/Berlin 2006, S. 342 – 357.

CHENIQUE, BRUNO. Ein kannibalisches Kaiserreich, politische Symbole in Thédore Géricaults „Floß der Medusa“, in: Idea, Jahrbuch der Hamburger Kunsthalle, Bremen/Hamburg 2009, S. 61 – 77.

CORBIN, ALAIN. Meereslust, Das Abendland und die Entdeckung der Küste, Frankfurt am Main 1999.

EITNER, LORENZ E.A. Géricault’s Raft of the Medusa, London 1972.

HEINRICH, KLAUS. Das Floß der Medusa, in: Schlesiger, Renate (Hrsg.), Faszination des Mythos, Basel und Frankfurt am Main 1991, S. 335 – 398.

LESSING, GOTTHOLD EPHRAIM. Laokoon oder über die Grenzen der Malerei und Poesie. Mit beiläufigen Erläuterungen verschiedener Punkte der alten Kunstgeschichte, Stuttgart 1987.

MERTENS, SABINE. Seesturm und Schiffbruch. Eine motivgeschichtliche Studie, Hamburg 1987.

MICHEL, RÉGIS. Le Radeau de la Medusa, in Laveissière, Sylvain (Hrsg.). Géricault: Galeries Nationales du Grand Palais, Paris, 10 octobre 1991 – 6 janvier 1992, Paris 1991, S. 136 – 171.

RICHTER, DIETER. Das Meer, Geschichte der ältesten Landschaft, Berlin 2014.

TOURNIER, MICHEL. Das Floß der Medusa, in: Savigny, Jean-Baptiste Henri, Corréard, Alexandre. Der Schiffbruch der Fregatte Medusa, Berlin 2005, S. 5 – 9.

TREMPLER, JÖRG. Der Stil des Augenblicks, Das Bild zum Bericht, in: Savigny, Jean-Baptiste Henri, Corréard, Alexandre. Der Schiffbruch der Fregatte Medusa, Berlin 2005, S. 191 – 238.

TREMPLER, JÖRG. Katastrophen, Ihre Entstehung aus dem Bild, Berlin 2013.

WEDEKIND, GREGOR. Körper, in: Wedekind, Gregor, Hollein, Max, (Hrgs). Gericault. Bilder auf Leben und Tod. Frankfurt am Main 2013, S. 51 – 94.

WOLF, NORBERT. Théodore Géricault, Das Floß der Medusa, in: Kunstepochen, Band 9, Klassizismus und Romantik, Stuttgart 2002, S. 161 – 164.

Nachschlagewerk

THEODORE, JEAN LOIS. Géricault, In: Bazin, Germain (Hrsg.), Kindlers Malerei Lexikon, Band 4 FR – GY, München 1982, S. 1449 – 1455.

PLETICHA, HEINRICH (Hrsg.). Geschichtslexikon, Art: Französische Revolution, S. 117 – 120.

ZIMMERMANN, ANJA. Realismus, in: Pfisterer, Ulrich (Hrsg.) Metzler Lexikon Kunstwissenschaft. Ideen, Methoden, Begriffe, Stuttgart/Weimar 2011, S. 370-373.

 

 

 

 

35 Antworten

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  1. Sandra Matteotti said, on 13. November 2017 at 18:39

    Es ist nicht immer leicht, die beiden zu trennen – vor allem nicht, das Hirn auszuschalten, wenn man gerne frei wäre… andersrum fällt es mir leichter. Vermutlich, weil bei mir die akademische Seite über viele Jahre die Oberhand hatte. Ich wollte schreiben „gezwungenermassen“ – aber ich habe es mir ja auch selber ausgesucht.

    • Susanne Haun said, on 16. November 2017 at 07:58

      Ich denke, Sandra, andersherum ist es auch leichter, beim wissenschaftlichen Arbeiten gibt es bestimmte Richtlinien, an denen man sich einfach zu halten hat. Das gibt dem ganzen Struktur. Beim freien Arbeiten möchte man sich davon befreien, das ist nicht immer einfach.
      Ja, wir haben uns das selber ausgesucht und ich möchte nichts anderes machen 🙂 🙂 🙂
      Liebe Grüße von Susanne

      • Sandra Matteotti said, on 16. November 2017 at 10:59

        Oh, da geht es mir gleich – es war ein schöner Weg, auf dem ich viel gelernt habe und weiter lerne.

        • Susanne Haun said, on 17. November 2017 at 11:34

          Ja, Sandra, das ist das Schöne, das immer weiter lernen 🙂

  2. gkazakou said, on 13. November 2017 at 18:40

    Liebe Susanne, danke für deinen gut belegten Beitrag. Gratuliere dir herzlich, dass du die Arbeit nun abgegeben hast. Ich hoffe, dass sie mehr Erfolg haben wird als das Bild selbst, das ja zunächst von der Kritik ziemlich abgelehnt wurde.
    Historikerin oder/oder Künstlerin? Sicher sind die Kriterien verschieden, mit denen die eine und die andere arbeitet. Aber sie fließen ja doch zusammen in dir selbst. Und du bist einheitlich, eine einzige Susanne 🙂

    • Susanne Haun said, on 16. November 2017 at 08:03

      Du hast recht, liebe Gerda, beides bin ich und zwischen den Arbeiten sind fliessende Grenzen. Im Moment habe ich auf beiden Wegen einen Tick zu viel zu tun. Das gefällt mir gerade nicht aber trotzdem möchte ich auch nicht anders Leben und ich habe es mir ausgesucht. Mein Papa meinte Dienstag als ich nur von 9 bis 11 Uhr für ihn Zeit hatt, ich solle das mit der Kunst doch einfach sein lassen 😉 — aber das ist nicht mal denkenswert, ich würde jämmerlich eingehen.
      Noch 8 Tage 🙂 🙂 dann sehen wir uns 🙂 🙂 🙂 ich freue mich sehr,
      liebe Grüße von Susanne

      • gkazakou said, on 16. November 2017 at 10:08

        Die Kunst seinlassen? O nein! Das ist ausgeschlossen. Aber für den Papa sollte wohl doch der ganze Tag bleiben, es tut euch beiden so gut.
        Ich freu mich auch schon sehr, mit ein bisschen bangem Herzen schaue ich in den schwarzen Himmel, in dem es blitzt und donnert : werden sich die Unwetter ausgetobt haben? Ich bin zuversichtlich. Ab Sonntag wird es besser werden. 🙂 🙂 🙂

        • Susanne Haun said, on 17. November 2017 at 11:33

          Ja, Gerda, das bleibt es auch 🙂 Also ein ganzer Tag für Papa. Diese Woche ist der Salon dazwischen gekommen. Eigentlich mag ich ja den Donnerstag als Papa-Tag am liebsten, aber da bin ich dieses Semester zum Portrait in der Frühen Neuzeit Seminar. Wie immer ist alles eine Frage der Organisaton.
          Ich hoffe auch sehr, dass die Unwetter nachlassen, bei uns in Berlin scheint die Sonne 🙂 War es in Athen auch so schlimm wie im „Umland von Athen“ wie es in den Nachrichten heisst?

          • gkazakou said, on 17. November 2017 at 12:21

            Es war schlimm, und immer noch sind die Unwetter nicht vorbei. „Umland“ ist son Wort. Athen selbst ist nicht sehr groß, hat nur ca 1.8 Mio Einwohner. Groß-Athen ist ein Konglomerat von ca 6 Mio Einwohnern. Das „Umland“ sind verwaltungsmäßig selbständige Gemeinden wie zB Maroussi, wo ich wohne mit ca 100 000 und mehr Einwohnern, oder wie Mandra, wo die Leute ertrunken sind in ihren Wohnungen oder auf den Straßen, die zu reißenden Flüssen wurden (sechzehn sind tot, vier werden vermisst).
            Eigentlich handelt es sich um Vororte oder sogar Stadtteile von Athen. Es ist ähnlich wie in Berlin, mit dem Unterschied, dass es in Berlin einen Oberbürgermeister gibt, hier nicht. Und die Bürgermeister haben viel weniger Kompetenzen als in Deutschland. In allem sind sie abhängig von der „Peripherie“ (Attika), die ihrerseits ziemlich abhängig ist von der Zentralregierung. Wenn also eine Gemeinde etwas gegen die Gefahr von Überschwemmungen tun will, dann muss sie die Bürokratie bis nach ganz oben in Gang setzen. Unterwegs gibt es dann soundsoviele Widerstände, sei es parteipolitischer Art, seien es andere Prioritäten für die Gelder etc. Die Folge ist, dass 20 % der Geimenden von solchen verheerenden Überschwemmungen betroffen werden können.

            • Susanne Haun said, on 17. November 2017 at 12:48

              Liebe Gerda,
              das tut mir sehr leid, es hört sich sehr schlimm an. Ich hoffe, es geht euch den Umständen entsprechend gut – die armen Menschen, die es betroffen hat, man leided immer mit. Bürokratie ist so schwer zu umgehen, man verzweifelt daran und das Ergebnis ist verheerend.
              Ist es denn überhaupt möglich, dass wir kommen? Auch wenn Sonntag besseres Wetter angesagt ist?
              Liebe Grüße von Susanne

              • gkazakou said, on 17. November 2017 at 15:10

                Aber selbstverständlich kommt ihr! Ich freue mich so sehr auf euer Kommen. Mach dir bloß keine Gedanken und bleibt beide gesund!!! Sowieso ist nächste Woche alles schon wieder anders. Eben habe ich auf dem Heimweg einen schönen Regenbogen gesehen, er wollte sogar doppelt werden, aber dann löste er sich in Wohlgefallen auf. Ich werde gleich mal ein paar Fotos davon zeigen, damit du siehst wie es hier aussieht. Die Temperaturen liegen übrigens immer noch bei 20 Grad.

  3. eimaeckel said, on 13. November 2017 at 18:48

    Hallo Susanne, kleiner Hinweis noch: Peter Weiss hat in seiner umfassenden „Ästhetik des Widerstands“ dem Bild von Gericault ein ganzes Kapitel gewidmet. Interpretation aus marxistischer Sicht.

    • Susanne Haun said, on 16. November 2017 at 08:04

      Hallo Rolf, wie schon Dienstag gesagt, die Interpretation von Weiss fand ich sehr interessant. Es ist doch erstaunlich, was so ein Bild alles auslösen kann!

      • eimaeckel said, on 16. November 2017 at 20:05

        Ich habs gestern noch mal gelesen. Dass Gericault mit den Opfern der Medusa persönlich verschmolzen ist, um das Bild malen zu könnnen, das beschreibt er wirklich sehr plastisch. Viel Glück für deine Hausarbeit.

        • Susanne Haun said, on 17. November 2017 at 11:41

          Danke, Rolf, sie ist ja nun abgegeben und da meine nicht die einzige ist, die der Prof. korrigieren muss, wird es wohl noch ein wenig dauern bis ich die Beurteilung erhalte. Und das, wo ich doch so ungeduldig bin 😉

  4. juergenkuester said, on 13. November 2017 at 20:08

    Liebe Susanne, das wäre ja noch schöner, wenn der einzelne Mensch nur eine Facette seines Wesens hätte und nicht viele. Von daher sinn gemäß, wie Gerda schreibt: alles fließt in eine einzige Susanne.
    Liebe Grüße Juergen

    • Susanne Haun said, on 16. November 2017 at 08:06

      Ja, Jürgen, und Susanne bin ich . 🙂 🙂 🙂
      Ob Künstlerin oder Historikerin. Heute gönne ich mir einen gesamten Unitag von Morgens bis Abends ….. Seminar, Besprechung mit meiner Professorin, Veranstaltung mit einer Vorlesung eines Heidelberger Prof. …. und dazwischen Diskussionen mit Cris beim Kaffee…. wir stecken beide schon in unserer Masterarbeit …..
      Liebe Grüße von Susanne

  5. kopfundgestalt said, on 13. November 2017 at 22:21

    Mensch!
    Das Floß der Medusa, das ist ein wirklich komplexes Bild.
    Wie kann man in manchen Ausstellungen 100+ Bilder eines bedeutenden Künstlers zeigen?
    Das frage ich mich immer wieder!
    Es wäre didaktisch besser, nur eines zu zeigen und all die Implikationen zum Thema einer Ausstellung zu machen – oder?

    • Susanne Haun said, on 16. November 2017 at 08:07

      Eine sehr gute Idee, Gerhard. Meinst du das geht auch mit einem 10 x 10 cm großen Bild in einem riesigen Raum? Der wäre dann auch noch mit Performance, Diskussionen etc. zu füllen, ich denke darüber nach. Hört sich nach einer guten Idee an.

  6. Ulli said, on 14. November 2017 at 00:44

    Das ist wohl die Kunst, liebe Susanne, die verschiedenen Facetten unseres Selbst zu einem zu verbinden … manchmal braucht es Entscheidungen für die eine oder die andere Seite und manchmal darf die eine die andere beflügeln und so, wie ich dich jetzt hier gelesen habe, glaube ich, dass es letzteres gewesen ist…
    herzliche Grüße
    Ulli

    • Susanne Haun said, on 16. November 2017 at 08:10

      Ja, bei dem Floß der Medusa hat mich alles beflügelt und wenn ich mir meinen Fisch anschaue und wie er unter anderen Zeichnugnen hervorschaut, dann ist es eine der Zeichnungen, die Kraft und Bestand haben werden.
      Liebe Grüße von Susanne

  7. Arno von Rosen said, on 14. November 2017 at 08:18

    Danke für den sehr interessanten Einblick in deine Arbeits- und Denkweise liebe Susanne. Das Bild habe ich schon immer sehr geliebt, weil es eine Geschichte erzählt und das ist mir bei jeder Kunst wichtig.Meine eigenen Konflikte mit der Kunst löse ich durch verschiedene Räume, in denen ich schreibe oder zeichne oder Fotos bearbeite. Ich drücke dir fest die Daumen für deine Hausaufgabe und wünsche dir eine fabelhafte Woche!

    • Susanne Haun said, on 16. November 2017 at 08:12

      Ja, das mit den Räumen klappt gut, Arno, auch bei mir. Ich arbeite von Zeit zu Zeit gerne in der Uni-Bibliothek oder ich setze mich mit der Literatur in meinen Galerieraum, logeslöst von meinem Künstlerischen Arbeitsprozeß.
      Ich teile mir aber auch die Tage ein, heute ist Unitag, da gibt es nur eine knappe Zeichnung am Morgen vor der Uni oder auf dem Weg zur Uni in mein Skizzenbuch. Dann ist der Tag der Uni gewidmet.
      Liebe Grüße von Susanne

      • Arno von Rosen said, on 16. November 2017 at 12:29

        Ich bin froh damit nicht alleine zu sein, denn ich kam mir schon merkwürdig vor mit den Trennungen 😉

        • Susanne Haun said, on 17. November 2017 at 11:35

          Nö, das ist nicht merkwürdig, für mich ist etwas Organisation normal und unheimlich arbeitserleichternd.

  8. Pit said, on 14. November 2017 at 16:39

    Liebe Susanne,
    danke fuer diesen hochinteressanten und aufschlusssreichen Beitrag, der mich sehr zum Nachdenken anregt. Und damit ich das kann und auch immer wieder leicht Deine Worte nachlesen, habe ich diesen Artikel gespeichert.
    Liebe Grueese,
    Pit

  9. entdeckeengland said, on 16. November 2017 at 05:08

    Liebe Susanne, Dieser Beitrag ist ein schönes Beispiel dafür, wie das Bloggen und damit auch die Beschäftigung mit unterschiedlichen Bereichen hilft, aus dem Tunnelblick herauszufinden und die Welt in ihrer Komplexität besser wahrzunehmen. Ich würde mich sehr über weitere Artikel aus Deinem Studium freuen. Ich bin davon überzeugt, dass das Studium in Deine Kunst und in Deine Selbstwahrnehmung als Künstlerin einfließt. Und ich finde es spannend, diesen Prozess zu beobachten und nebenbei auch immer wieder etwas Neues dazuzulernen, was meine eigene Wahrnehmung von der Kunst und von der Welt erweitert. Liebe Grüße und ein paar goldene Morgensonnenstrahlen schickt Dir Peggy

    • Susanne Haun said, on 16. November 2017 at 08:34

      Liebe Peggy,
      danke für die Morgenstrahlen, sie erhellen das heute trübe Berlin.
      Heute ist mein Unitag und ich freue mich schon auf die neuen Inspirationen. Ich besuche ein Seminar zum Portrait in der frühen Neuzeit. Es macht Freude.
      Ja, der Blog ist oft meine Auseinandersetzung mit mir und meiner Arbeitswelt und er ist auch das Tor zur Welt. Ich lerne durch dich viel über Dubai und deine Berichte aus Greenwich haben mir England näher gebracht.
      Danke dafür 🙂 und liebe Grüße von Susanne


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