Susanne Haun

Eiliger Engel und graphic novels – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Engel, Zeichnung by Susanne Haun on 27. November 2011

Was passt besser zum ersten Advent als zwei Engel?

Karminroter Schutzengel - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 20 x 15 cm

Karminroter Schutzengel - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 20 x 15 cm

Heute morgen laß ich im Kulturteil des Tagesspiegel von gestern einen großen Artikel über graphic novels. Klar, dass ich als Zeichnerin graphic novels sehr interesant finde. Eine deutsche Übersetzung hat sich nicht durchgesetzt – ich finde von allem, was man sagen könnte „Bildroman“ am besten. Gerrit Bartels schreibt  im Artikel „Das Genie steckt im Detail“ im Tagesspiegel das Thomas Bernhards „Alte Meister“ in Bildern zu fassen, eine Herausforderung für jeden Zeichner ist, da der Roman von extremer Handlungsarmut geprägt ist. Dieser Herausforderung stellte sich Nicolas Mahler.

Wäre das Leben nicht langweilig, wenn wir uns keinen Herausforderungen stellen würden?

Ich mag diese Übersetzung von Schrift in Zeichnungen wahrscheinlich auch deshalb, weil ich ein visueller Typ bin und bei jedem geschriebenen Satz eine Reihe von Bildern in meinem Kopf entstehen.  Bartels stellt die Frage ob wir diese graphic novels, diese bildnerischen Übersetzungen brauchen und beantwortet sie zum Abschluss des Artikel mit „JA“.

Natürlich kann auch ich ihm nur zustimmen! Bei meiner Arbeit mit dem Gedicht „Die Dämonen“ von  Diarmuid Johnson ging es mir auch so.

Es ist, als ob man aufgebaute Stillleben der Worte in Bilder umsetzt.

Ich muss euch nicht sagen, dass ich mir das Buch  schon bestellt habe und es mir für die Adventzeit schenke.

Eiliger Engel - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 20 x 15 cm

Eiliger Engel - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Bütten - 20 x 15 cm

2 Responses

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  1. wholelottarosie said, on 28. November 2011 at 17:11

    Genau so ist es, liebe Susanne! Deswegen lese ich so gerne Bücher – denn diese Flut von Bildern, die dabei permanent in meinem Kopf entstehen, kann kein Kinofilm so darstellen und übermitteln. Aus diesem Grund bin ich auch immer so enttäuscht von Buchverfilmungen, die sich natürlich nie mit meinem Kopfkino decken (können) und mir immer so reduziert vorkommen.
    LG von Rosie.

    • susannehaun said, on 29. November 2011 at 08:32

      Ja, Rosie, das geht mir genauso. Ich habe sogar aufgehört, mir Buchverfilmungen anzuschauen, weil ich diese Enttäuschungen nicht mehr erleben mag! Im Regal liegt ungesehen die CD von Sophies Welt …. ich weiss nicht, ob ich sie irgendwann in den CD Spieler einlege….
      Grüße von Susanne


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