Architektur · Berlin

Die Humboldt Bibliothek – Bericht und Fotos von Susanne Haun

Die Humboldt Bibliothek liegt in Berlin Tegel und ist aus der Internationalen Bauausstellung (IBA) 1984 – 1987 am Tegeler Hafen   hervorgegangen.

Ganz im Sinne des Architekten Charles Moore zieht die Architektur die Menschen an, weckt Erinnerungen an bereits erlebte und gesehene Bauten und schafft Freiräume für die Fantasie. Die eingebauten Bücherwände über zwei Etagen erinnern an barocke Klosterbibliotheken, und die großzügige dreischiffige Halle fordert verschiedene Vergleiche heraus; vom Sakralbau bis zur Industriearchitektur.“²

So lautet ein Teil des Textes zu Humboldt Bücherei auf der Berlin.de Seite. Dazu ist ein altes Foto der Bücherei abgebildet.

0 Humboldtbibliothek, eine Ansicht der Vergangenheit (c) Foto von Susanne Haun
0 Humboldtbibliothek, eine Ansicht der Vergangenheit (c) Foto von Susanne Haun

Leider ist im Sommer begonnen worden, Häuser auf den freien Platz vor der Bibliothek zu bauen (siehe hier meinen Beitrag). Ich finde das ausgesprochen bedauerlich. Ich mochte es besonders, vom  Denkmal der Gebrüder Humboldt zur Bibliothek zu laufen und das Gebäude in seiner vollen Ansicht zu genießen. Das gehört nun für immer der Vergangenheit an genau wie das Foto von der Berliner Internetseite. Ich habe die Humboldt Bibliothek vor und währen des Baus von allen Seiten über die Jahre immer wieder fotografiert und zeige heute die Fotos, um das Ausmaß der Katastrophe darzustellen.

14 So ist der Stand der Dinge um die Humboldt Bibliothek Berlin (c) Foto von Susanne Haun
14 So ist der Stand der Dinge um die Humboldt Bibliothek Berlin (c) Foto von Susanne Haun

Der Architekt Charles Willard Moore hat sich diese Veränderung des Umlandes der Bibliothek sicher nicht so vorgestellt. Der Schwerpunkt der IBA, in deren Rahmen die Bibliothek entstand, hatte folgendes Motto: „Behutsame Stadterneuerung„. Ich persönlich finde, dass mit dem Bau der neuen Häuser ein Baukunstwerk verschandelt, verstellt und „in einen Schrank“ gestellt wird.

Aus den an den  Fenstern angelegten Arbeitsplätzen konnte der Besucher früher über den Platz schauen, nun schaut er in die Küche, Wohnzimmer oder was auch sonst des geradeüberliegenden Hauses.

Die Bibliothek ist eine der Ausstellungs- und Veranstaltungsorte  des Bezirkes Reinickendorf. So habe ich auch im Vergangenen Sommer dort ausgestellt. Fotos vom Hängen der Ausstellung und der Eröffnung seht ihr wenn ihr den jeweiligen Links folgt. Gerne war ich auf Beobachtungsposten und habe die Vögel, Enten und Schwäne vor der Bibliothek betrachtet.

0 Humboldtbibliothek, eine Ansicht der Vergangenheit (c) Foto von Susanne Haun
0 Humboldtbibliothek, eine Ansicht der Vergangenheit (c) Foto von Susanne Haun

Ich mag die Humboldtbibliothek trotz der Baumaßnahmen rund herum  sehr. Sie hat ein reichhaltiges Angebot, viele Neuerscheinungen, die zwar 2 Euro pro 14 Tage Leihgebühr kosten,  aber immerhin und die Auswahl an Hörbüchern ist auch sehr groß.

Vorne im Eingangsbereich ist täglich zu den Öffnungszeiten ein „Büchertrödel“. Dort werden für wenig Geld die Bücherspenden, die nicht in den Bestand eingegliedert werden können, verkauft, um neue Bücher anzuschaffen. Ich habe viele Bücher in der Bücherei abgegeben und auch wieder gekauft.

Die Bücherei ist mit der neusten Technik ausgestattet. Bücher kann der Besucher selber ausleihen und abgeben. Das Ausleihen erfolgt per Scan und Bücherausweis und das Abgeben funktioniert wie leere Flaschen abgeben.

Impressionen vom inneren der Bibliothek (c) Fots von Susanne Haun
Impressionen vom inneren der Bibliothek (c) Fots von Susanne Haun

Online kann ich mit meinem Benutzerkonto Bücher von anderen Bibliotheken zu meiner Humboldt Bibliothek kommen lassen, um sie dort abzuholen. Das kostet nur 2 Euro. Heute Morgen habe ich das von Mara in ihrem Blog vorgestellte Buch  „Mutterbild in amerikanischem Rahmen“ in der Amerika Gedenkbibliothek vorbestellt. Ich bekomme eine Mail, wenn es bei uns in der Humboldt Bibliothek angelangt ist und ich es abholen kann.

Ich möchte noch erwähnen, dass Dina und Klausbernd mich zu diesem Artikel inspiriert haben. Die beiden berichteten von der Dubliner Bibliothek und fragten nach anderen Bibliotheken. So habe ich meinen gestrigen Besuch in der Bücherei für die Abgabe und Neuausleihe von Büchern mit dem Fotografieren verbunden.

For my English-speaking readers:
The Humboldt Library is located in Berlin’s Tegel and from the International Building Exhibition (IBA) 1984 – emerged in 1987 at Tegel port.
„In keeping with the architect Charles Moore draws the architecture to the people, is reminiscent of an experienced and watched buildings and creates space for the imagination. The built-in bookcases on two floors reminiscent of Baroque monastery libraries, and the spacious hall-calls out various comparisons;. From Sacred to the industrial architecture „²


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²http://www.berlin.de/ba-reinickendorf/abteilung/schulbiku/humboldt-bibliothek.html

9 Kommentare zu „Die Humboldt Bibliothek – Bericht und Fotos von Susanne Haun

    1. Das ist wirklich blöd, Klausbernd. Das hatte ich auch schon einmal bei einem Blog. Nach einer Woche oder so ging es wieder.
      Die Wege eines WordPress Systems sind dann manchmal auch untergründlich.
      Einen schönen Tag wünscht dir Susanne

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