Susanne Haun

Ein Schloss wie im Märchen – Linolschnitt von Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Linolschnitt, Publikationen, Zeichnung by Susanne Haun on 15. Dezember 2012

Der Linolsschnitt ist eine relativ neue Technik des Hochdrucks und ähnlich wie der Holzdruck.

Das Linoleum wurde um 1860 vom Engländer Frederick Walton entdeckt und zuerst ausschließlich als Bodenbelag genutzt. Ende des 19. Jahrhunderts wurde es als Material für die Kunst entdeckt. Wegen des starken, etwas archaischem Ausdruck der Drucke, entdeckten die Expressionisten diese Technik.

Mit Farbe eingewalzte schwarze Platte (c) Foto von Susanne Haun

Mit Farbe eingewalzte schwarze Platte (c) Foto von Susanne Haun

Picasso entwickelte das Prinzip der verlorenen Form, was ich sehr gerne mag. Hier seht ihr zum Beispiel Arbeiten in dieser Technik von mir.

Matisse schuff um die 70 sehr reduzierte Linolschnitte, die mir sehr gut gefallen.

über die rote wird die schwarze Platte gedruckt (c) Foto von Susanne Haun

über die rote wird die schwarze Platte gedruckt (c) Foto von Susanne Haun

Das Manusskript für mein neues Buch über Holz- und Linolschnitt ist fast fertig. Es wird wie meine anderen beiden Bücher im Edition Michael Fischer Verlag in der Rubrik „Künstlerische Techniken“ erscheinen. Ein Erscheinungstermin ist noch nicht festgelegt!

Zustandsdruck gelbe und rote Platte (c) Foto von Susanne Haun

Zustandsdruck gelbe und rote Platte (c) Foto von Susanne Haun

Ich mag das Schneiden von Linoleum und Holz. Es ist eine beruhigende Technik und vereinigt hervorragend das Handwerk mit der Kunst. Als Inspiration für den Märchenturm nahm ich die Landschaft um Brisighella in der Emilia Romagna, wo ich im Sommer war.

Der fertige Linolschnitt ist von drei Platten übereinander gedruckt.

Leider ist das fotografieren der Schnitte sehr schwierig, weil die nasse Farbe das Licht sehr reflektiert. In der dunklen Jahreszeit benötige ich Licht im Atelier. Ich bin sehr ungeduldig und so hatte ich nicht die Ruhe, zu warten bis die Farbe trocken ist. Aber das wird sich beim nächsten Druck nicht vermeiden lassen, denn für das Buch benötige ich erstklassige Fotos.

Die fertige Platte - die nasse Farbe reflektiert beim Fotografieren (c) Foto und Linolschnitt von Susanne Haun

Die fertige Platte – die nasse Farbe reflektiert beim Fotografieren (c) Foto und Linolschnitt von Susanne Haun

For my English-speaking readers:
The Linolcut is a relatively new technique of high pressure and similar to the pressure timber.
The writer is of my new book on woodcut and linocut is almost ready. It appears like my other two books in the edition Michael Fischer Verlag rubric „Artistic Techniques“. A release date is not fixed yet!
I like the cutting of linoleum and wood. It is a soothing technique and combines perfectly art with art of craft. The inspiration for the tale tower I took from the landscape around Brisighella in Emilia Romagna, where I was in the summer.
The finished linocut is printed on each of three plates.

10 Responses

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  1. ledrakenoir said, on 15. Dezember 2012 at 20:10

    Sehr spannend zu sehen / zu hören – sehr interessante Post… 🙂

  2. Jennifer Flint ~ The Aura Reader said, on 16. Dezember 2012 at 01:30

    Very interesting technique – I love it! Patience is overrated anyway! 🙂

  3. Leanne Cole said, on 16. Dezember 2012 at 08:15

    I have done a few of those, they are a lot of fun, and they can be very hard. I have ended with lots of cut fingers.

  4. wholelottarosie said, on 16. Dezember 2012 at 15:08

    >Ein wunderschönes Bild, super, super, super. Ich mag Farb-Linolschnitte und auch Farbholzschnitte sehr. Mit gefallen die kantigen, reduzierten Formen, die eine ganz eigene Stimmung transportieren können.
    LG von Rosie

    • Susanne Haun said, on 16. Dezember 2012 at 22:21

      Danke, Rosie, ich arbeite im Moment viel mit den Linolschnitten. Es macht Spaß, weil ich wieder anders denken muss als bei den Zeichnungen. LG von Susanne

  5. hereshecome said, on 22. Dezember 2012 at 14:38

    Linolschnitte – die letzten habe ich in der Volksschule (A) fabriziert, einfache, einfarbige. Mir gefallen diese ausgesprochen gut. Da war mir ein Daumen nach oben bzw. ein einfache Gefällt-mir-Sternderl zu wenig. LG hereshecome

    • Susanne Haun said, on 22. Dezember 2012 at 21:53

      Danke, hereshecome (welch‘ ein schöner Name!), ich schneide auch ausgesprochen gerne Linien ins Linoleum. Ich bin schon wieder an neuen Arbeiten dabei.
      Ich wünsche dir einen schönen 4. Advent Susanne

  6. ernstblumenstein said, on 23. Dezember 2012 at 14:41

    Ich mag Linol-und Holzschnitte auch und finde deine Anleitung über die Herstellungsschritte interessant. Ich habe zu Hause zwei Abdrücke von Linolschnitten (oder Holz?). Ich mag neben filigranen Arbeiten auch klobige und einfachere Schnitte, die ebenfalls viel Charme und Timbre ausdrücken können. Verkaufst Du solche farbigen Drucke? Was kosten Sie? Meine Anfrage pressiert nicht. Viele Grüsse Ernst

    Ich kann im Moment kein Gefällt bei Dir anbringen. Das System traut mir nicht !

    • Susanne Haun said, on 23. Dezember 2012 at 19:11

      Ja, Ernst, ich verkaufe die Drucke. Das Schloss wie im Märchen ist A4 groß und ich habe eine Auflage in verschiedenen Farbkombinationen von 30 Stück gedruckt.
      Pro Druck kosten sie 50 Euro (inklusive Mehrwertsteuer). Wenn ich sie versenden soll kommt das Porto und Verpackung hinzu.
      Ich mag auch das archaische und expressive an Holz- und Linolschnitten.

      Mein Blog ist zu groß für den „WordPress-Umsonst-Blog“ und ich mußte mir Speicher und meine Adresse susannehaun . com dazu kaufen. Seither funktioniert das „Gefällt mir“ nur noch, wenn du direkt über die Adresse http://www.susannehaun.com in den Blog einsteigst. Wenn du über meine Homepage http://www.susannehaun.de einsteigst, verweigert sich das System. Leider ist auch mein Avatar mit meiner Homepage verknüpft und auch da stelle ich mich zu dusselig an, das zu ändern.

      Ich wünsche euch morgen einen schönen, besinnlichen, traditionellen Heiligen Abend, viele Grüße Susanne

  7. […] Ich stellte euch Mitte Dezember den Linolschnitt “Wie ein Schloss im Märchen” vor. Siehe hier. […]


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