Die Versuchung des heiligen Antonius · Illustration · Zeichnung

Der Sohn Gottes und der Fürst der Finsternis – Zeichnung von Susanne Haun

“Im höchsten Himmel thront unbewegt die Gottheit; darunter, einander gegenüber, der Sohn Gottes und der Fürst der Finsternis.” Gustave Flaubert im heiligen Antonius.

Dieses Zitat aus den Antoniusversuchungen habe ich als erstes im neuen Format 50 x 40 cm gezeichnet (siehe hier) und war nicht zufrieden.

Der Sohn Gottes und der Fürst der Finsternis - 50 x 40 cm - Zeichnung von Susanne Haun
Der Sohn Gottes und der Fürst der Finsternis – 50 x 40 cm – Zeichnung von Susanne Haun

So habe ich gestern und heute dieses Zitat nochmals gezeichnet und mehr Wert auf den Sohn Gottes und den Fürst der Finsternis gelegt. Die Gottheit symbolisiert für mich der Text. Ich habe beim Zeichnen Henry Millers „Big Sur“ gehört und so mischen sich die Textfragmente aus Flaubert, Miller und meinen eigenen Gedanken.

Der Sohn Gottes und der Fürst der Finsternis – GUT und BÖSE – lässt sich das einfach trennen? Mischen sich nicht beide Charaktere in den Menschen? Besteht die Dornenkrone nicht auch ein wenig aus kleinen Teufelshörnern?

For my english speaking reader:
Today I draw a second time the following new interpretation of an antonius quote from Flaubert:
“In the highest heaven enthroned the unmoved godhead and under them, facing each other, the Son of God and the prince of darkness.”
This time a made a point of the Son of God and the prince of darkness – good and bad – black and white – who can separate that exactly?

6 Kommentare zu „Der Sohn Gottes und der Fürst der Finsternis – Zeichnung von Susanne Haun

  1. Interessant finde ich die Anordnung der Gesichter. Rechts das Gute links das Böse, erinnert mich stark an gutes Händchen böses Händchen. Gut finde ich die vermischung von Gut und Böse in der Mitte. Das deckt sich mit meiner Auffassung das auch wir alle in einer kleinen Ecke unsererer Seele etwas böses haben.
    Einen schönen und kreativen Tag wünscht dir Bine

    1. Daran habe ich bewusst nicht gedacht, Bine, aber bestimmt unbewusst…..
      Ich finde auch, dass es viele Grauzonen gibt, die sich vermischen … es ist nicht alles gut und nicht alles böse ….
      LG von Susanne

  2. Liebe Susanne, ich denke, dass wir von Natur aus beide Tendenzen-bös und gut-in uns Tragen, dass es später an uns und natürlich unserer Umwelt liegt, was wir daraus machen oder wie wir mit diesen Emotionen zurechtkommen. L.G. Martina

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