Vor einiger Zeit habe ich mich mit dem Begriff „Spuren“ beschäftigt.
Dieser Begriff steht auch im starken Zusammenhang mit der Fotografie. Am Beginn der Fotografie stehen sehr radikale Gedanken. Der Fotograf Oliver Wendell Holmes wollte gar, dass die Gebäude, die von allen Seiten fotografiert wurden, abgerissen werden. Denn nach der fotografischen Ausbeute blieben seiner Ansicht nach nur noch Ruinen übrig. Er war der Meinung, dass nicht nur eine bildliche sondern auch eine materielle Präzens abgebildet wird.

Die Erstellung eines Fotos galt als rätselhaft. Anders als beim Malen erschien das Motiv wie von Geisterhand auf dem Papier.
Wer weiss denn heute im digitalen Zeitalter genau wie ein Foto entsteht? Ich muss gestehen, ich habe auch noch einmal die Geschichte der digitalen Fotografie gegoogelt.
Aber nur, weil die Kameras heute das Bild anders erzeugen, haben sich die Regeln der Fotografie und des künstlerischen Bildaufbaus nicht geändert.
Ich habe Spuren von Licht fotografiert. Dabei habe ich die digitale Spiegelreflexkamera in bestimmten Formen bewegt.

Ist das, was auf den Fotos dargestellt wird, objektiv und die Realität?
Zeichne ich in diesem Fall nicht mit Licht statt Tusche und mit der Kamera statt der Feder?
„Fotografien entstehen unter Bedingungen, die sie physisch dazu zwingen, Punkt für Punkt dem Original zu entsprechen.“ Charles S. Peirce
Ist diese Aussage aus den Anfängen der Fotografie nicht falsch? Entsprechen die Lichtspuren dem Original? Sehen wir genau solche Lichtspuren, wenn wir mit den Augen schauen?
For my english speaking reader:
After a while I talked about tracks.
Today I show images drawing with light and a reflex camera.
What are these images? Are they objective and the reality? I draw with light as opposed to ink and a reflex camera as opposed to the feather.
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²Geimer, Peter. Theorien der Fotografie. 2009 Hamburg.










Schade… bei der Produktion dieser Bilder wäre ich wirklich sehr gerne dabei gewesen. Was für eine Kamera hast du benutzt???
Eine Canon EOS 1000D und ich bin wirklich sehr zufrieden mit ihr. Sie hat mir schon sehr gute Dienste geleistet.
Ich habe die Kamera im Licht geschwungen wie meine Feder und Pinsel.
Es hat sehr viel Spaß gemacht und es wird nicht die letzte Auseinandersetzung zum Thema sein.
Sehr, sehr spannend. Auf so eine Idee muss man erst einmal kommen. Susanne ist der Wickie der Neuzeit.
Der Wickie, den habe ich auch immer ausgeprochen gerne geschaut. Und rote Haare hat er ja auch!
Das muss dann ja wohl abgefärbt haben.
Die leuchtenden Farben gefallen mir!
Danke, ich bin auch erstaunt, wie gut und strahlend ein wenig grünes und rotes Licht gezeichnet aussehen….
Ja, wenn man es intensiv betreibt und viel ausprobiert, dann kann ich als Fotografin “ mit der Kamera zeichnen“. Und ich sehe es auch so, dass die Überzeugung, die Kamera bilde genau die Wirklichkeit ab, aus den Anfängen der Fotografie stammt.
Ich bin immer noch ganz begeistern von den Möglichkeiten, die sich mir hier auftun, Eli…..
.. und ich lese voller Neugier in dem Buch weiter….
Liebe Susanne, spannend, dass du die Kamera bewegt hast – ich kenne sonst nur Bilder bei denen die Lichtquelle bewegt wird und die Kamera statisch ist.
Ich habe gerade sehr sehr viel zu tun, da ich die RWE Ausstellung fertig machen muss – aber wenn die durch ist, dann tippe ich die Zitate ab – versprochen 🙂
Weißt du schon etwas wegen Grimma? Mein Mann muss jetzt die Tage seine Urlaubsplanung einreichen und da wäre es gut zu wissen, ob das stattfindet oder nicht.
Lg Ute
Liebe Ute,
es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich mit meiner Kamera Licht gezeichnet habe.
Laß dir alle Zeit, die du brauchst für die Zitate. Ich habe ja ersteinmal meine 10 und bin auch in anderen Projekten eingespannt.
Liebe Grüße und viel Erfolg von Susanne
Alles klar 🙂