Ich und der kategorische Imperativ Kants – Zeichnung von Susanne Haun

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde!“
Kants kategorischer Imperativ.

Klausbernd schrieb im gemeinsamen Blog mit Dina einen interessanten Beitrag über Zitate.

Den kategorischen Imperativ habe ich in einer der Philosophie Vorlesung kennengelernt und seither geht er mir nicht mehr aus dem Kopf. Würden wir alle diese einfache Regel befolgen, dann sähe es anders auf der Welt aus. Ich glaube, bei manchen Taten muß man sich den kategorischen Imperativ auch einfach einmal bewusst machen.

Ich bin nach den Vorlesungen noch etwas orientierungslos im Zeichnen, in solchen Fällen setze ich mich gerne mit meinem Konterfei auseinander.

Ich und nun - 60 x 80 cm - Tusche auf Bütte (c) Zeichnung von Susanne Haun
Ich und nun – 60 x 80 cm – Tusche auf Bütte (c) Zeichnung von Susanne Haun

13 comments

  1. Liebe Susanne,
    das finde ich gaaanz lieb, dass du unseren Blog übers Zitieren erwähnt hast. Herzlichen Dank 🙂
    Deine Zeichnung und das Kant-Zitat stehen für mich in einer feinen Spannung, die mich innehalten und nachdenken lässt. Genau das finde ich eine gekonnte Kombination von Zitat und Bild, sie soll einen stutzen und damit Zeit gewinnen lassen fürs Nachdenken. Im Kategorischen Imperativ zeigt sich ja Kant ganz als Aufklärer und du kommst auf der Zeichnung auch cool herüber zugleich mit der evolutionären Verbindung zum Tierischen. „Irgendwie voll spannend!“, meint Siri. Und dieses Sichsperren vor einem einfachen Verständnis fasziniert uns. Ich finde deine Zeichnung SEHR gut gelungen! Und überhaupt, da stellst du dich ja anders da als sonst, resoluter.
    Liebe Grüße und noch einen fröhlichen Abend
    Klausbernd und sein quietfidelen Buchfeen Siri und Selma

    1. Guten Morgen, KB,
      das Zitieren und Kant sind spannende Themen.
      Ich denke, KB, ich bin tatsächlich resuluter geworden.
      Das hat meines Erachtens mehrere Gründe, einmal die Beziehung zwischen meinen Eltern und mir hat sich geändert, ich bin plötzlich die Verantwortliche und nach kleinem Kampf nehmen meine Eltern diese Hilfe an. Ich freue mich darüber, wie sie mir vertrauen und mich die Dinge regeln lassen, auf meine Art, wie ich es für richtig halte.
      Das Studium trägt natürlich auch einiges dazu bei. Es macht so viel Freude und Spaß! Und das Studium, das enttäuscht mich nicht und stärkt mich.
      Die Unterhaltung der großen Atelierwohnung, der Mut, mich selber an einem so großen Projekt heranzuwagen, die monatlichen Belastungen stemmen zu können, daraus ziehe ich auch viel Kraft. Ich freue mich jeden Morgen, wenn ich aufstehe, durch meinen Galerieraum laufe und ins Atelier verschwinde.
      Ich denke all das lief in das gezeigte Portrait ein.
      Liebe Grüße auch an euch in Cley, habt einen wundervollen Tag
      Susanne

  2. Na, da wird sich Klausbernd freuen, liebe Susanne. Kant regt wahrhaftig zum nachdenken an. Food for our brain indeed! 🙂
    Deine Tusche gefällt mir umwerfend gut! Egal wie, ich finde du stehst stets gut da, dich so nach deinem Gusto zu präsentieren. Toll!
    Liebe Grüße aus dem Rheinland
    Dina

    Sooo schade dass es nächsten Monat nicht klappt, ich freue mich jetzt auf Berlin im Oktober! 🙂
    Und toi, toi von uns.

    1. Liebe Dina, ich freue mich auch auf Oktober. Obwohl, ich freue mich auch auf die Zeit bis dahin… es gibt so viel zu lernen, zu zeichnen und auszustellen….
      Im Moment warte ich gespannt auf die Klausurergebnisse und schaue jeden Tag in meinen Uni-Account…
      Heute werde ich Zeichnen, die Melencolia beschreiben und eine langjährige Sammlerin meiner Arbeiten kommt heute vorbei.
      Der Tag ist voll und ich beginne…
      Liebe Grüße sendet dir Susanne

  3. Anmerkungen eines philosophischen Halblaiens: Problem beim Kant’schen Imperativ ist die individualistische Sicht: Ich entscheide danach, wie ICH behandelt werden möchte. Das geht nicht immer zusammen mit den Ansichten der anderen. Habermas hat dieser Schwäche seine Diskurstheorie entgegengesetzt.

    1. Ich finde dazu das Beispiel, des Geldleihen gut!
      „Leihe dir kein Geld, wenn du nicht die Absicht hast, es zurückzuzahlen. Denn du möchtest Geld, was du verleihst auch wieder erhalten.“
      Es gibt sicher Beispiele, bei denen die Aussage nicht so eindeutig ist.

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