Susanne Haun

Der Zweifel bei Freud – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Berühmt, Philosophie, Portraitmalerei, Zeichnung by Susanne Haun on 5. November 2014
Mein Vorstellung von Siegmund Freud Version 2(c) Zeichnung von Susanne Haun

Mein Vorstellung von Siegmund Freud Version 2(c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Freud hatte viele Diskussionsgegner. Darunter auch jene, die an dem Urteil der Traumdeutung zweifelten. Er schreibt dazu:
„Dieser Zweifel entbehrt nämlich einer inellektuellen Gewähr; unser Gedächtnis kennt überhaupt keine Garantien, und doch unterliegen wir viel öfter, als objektiv gerechtfertigt ist, dem Zwange, seinen Angenaben Glauben zu schenken.“²

Sind wir nicht immer überzeugt von dem, was wir in unserem Gedächtnis finden? Eine interessante Frage!

Achja, hier an dieser Stelle ein Gruß an Buchalov!
Vielleicht kann er Jürgen ausrichten, dass ich beschlossen habe, während des Semester doch nicht immer auf 20 x 15 cm zu zeichnen, ich beginne gerade eine Portrait-Serie, da ich am 5. Dezember in der Werkkunstgalerie in einer Gruppenausstellung aufgenommen worden bin. Das Thema ist „Köpfe“.
Pläne sind dazu da, geändert zu werden!

______________________
²Freud, Siegmund, Die Traumdeutung, London 1942, S.520

11 Antworten

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  1. dunkelpoet said, on 5. November 2014 at 10:20

    Ich hatte Psychoanalyse als Nebenfach und Freud hat mich immer begeistert, weil er schreibt wie ein Schriftsteller und seine Werke sich lesen wie Literatur. Das mit den Träumen ist schon eine geheimnisvolle Sache. Meine Mutter hatte ein Traumbuch und täglich nach dem Aufstehen darin gelesen: Was etwa bedeutet der Traum von klarem Wasser? Ist ja eigentlich verschieden, je nachdem wo man wohnt. Wo Wasser rar ist, hat der Traum bestimmt eine andere Bedeutung als da, wo es aus der Wand kommt .. Ich grüß dich lieb und wünsch dir was, dein Sven

    • Susanne Haun said, on 5. November 2014 at 16:18

      Ich bin auch begeistert von seinen Büchern, Sven, sie sind wirklich viel einfacher zu lesen als ich vermutete. Sie sind sogar spannend. Ich vergesse meine Träume immer beim Aufwachen. Manchmal denke ich, „Das musst du dir merken!“ und schon wenn ich aus dem Badezimmer komme, ist wieder alles weg.
      Klares Wasser…. das ist auch ein interessantes Thema. Bestimmt hat es eine besondere Bedeutung in Zusammenhang mit der Geschichte deiner Mutter. Hast du sie gefragt?
      Auch von mir liebe Grüße aus dem noch warmen Berlin, Susanne

      • dunkelpoet said, on 6. November 2014 at 09:35

        Ne: Ich hatte als Kind von klarem Wasser geträumt: Der Main war so klar und sauber, dass man bis auf den Grund sehen konnte. Und meine Mutter hat nachgesehen: Es war ein gutes Zeichen und steht für Glück. Trübes Wasser ist dagegen negativ besetzt. Die neuere Forschung will aber herausgefunden haben, dass die Träume eher Schäume seien, also nichts zu bedeuten haben. Aber die ersten Menschen haben – wie die Tiere heute noch – in Bildern gedacht. Und die Bilder hatten teilweise feste Bedeutungen. So kann es schon sein, dass es Urbilder (Archetypen im kollektiven Unterbewusstsein gibt, die sich im Schlaf an die Oberfläche winden, weil sie uns etwas sagen wollen.

        Gestern war es so warm in OF, dass ich meine Jacke ausziehen musste und im kurzen T-Shirt lief :). Lieben Gruß ins schöne Berlin, Sven

        • Susanne Haun said, on 7. November 2014 at 14:31

          Ich denke auch heute noch die meiste Zeit in Bildern, Sven. Ich habe mal gelesen, es kommt darauf an, wie wir in Bezug auf Hören, Sehen, Tasten kodiert sind. Ich bin der visuelle Typ, was ja bei meinem Beruf auch kein Wunder ist. Das ist nicht immer einfach, denn um zu kommunizieren muss ich die Bilder in Worte fassen und das fällt mir oft schwer.
          Urbilder verbinde ich immer mit Platon und seinen Ideenhimmel. Davon ein ander mal in einem Artikel von mir mehr.
          Ich muß nun eilen, mein Sohn hat trotz Bahnsteig einen Zug in Göttingen nach Berlin ergattert und so werde ich ihn vom Hauptbahnhof abholen.
          Ein schönes WE wünscht dir Susanne

  2. juergenkuester said, on 5. November 2014 at 10:26

    Liebe Susanne!
    Dein Gruß und Deine Nachricht sind bei Buchalov angekommen. Er bedankt sich.

    Und sind wir im kreativen Prozess nicht frei entscheidende Menschen? Sind wir, denke ich, und daher spricht mit Sicherheit nichts gegen eine Ausflug ins Potraitzeichnen. Das andere war ja eine Aufgabe, die nach Disziplin und Pflicht roch. Dein Hinweis klingt so, als wenn Du Dich auf dieses Projekt so richtig freust. Gut so!

    Zum Thema Köpfe noch zwei Links: http://2bind.wordpress.com/2014/02/16/engel-1-5/, und http://2bind.wordpress.com/2014/03/20/ein-weiterer-engel/

    Alles Gute, LG Juergen

    • Susanne Haun said, on 5. November 2014 at 16:21

      Lieber Jürgen,
      gerne. Der Buchalov hat ja selten was von mir gehört…. er ist mir erst jetzt so richtig bewusst geworden 🙂
      Ja, wir sind frei entscheidende Menschen und die Diziplin hat mir in dem Moment geholfen. Die Ausstellung ist mir so zufällig in den Schoß gefallen und du hast recht, ich freue mich! Es ist wieder eine Verknüpfung in den Wedding und ich mag das Portraitthema so gerne.
      Deine Köpfe (Links) mag ich ja auch sehr. Ich hoffe, wir finden für das nächste Jahr eine Möglichkeit, sie auszustellen.
      Liebe Grüße und einen schönen Abend von Susanne

  3. Ulli said, on 5. November 2014 at 12:34

    wahrlich eine interessante Frage, ja, auch ich glaube meinem Gedächtnis und meinen Erinnerungen, trotz dem Wissen, dass beiden nicht immer zu glauben ist … aber beide erzählen mir eben auch etwas über mich und meine Wahrnehmung

    eine tolle Zeichnung mal wieder, liebe Susanne und dazu dieser anregender Text!

    herzliche Grüsse
    Ulli

    • Susanne Haun said, on 5. November 2014 at 16:23

      Das glaube ich auch auf jeden Fall – unsere Erinnerungen und unser Gedächtnis, egal wie kaputt es ist, haben immer etwas sehr persönliches und intimes mit uns zu tun. Für uns ist immer alles wahr, auch in dem Wissen, das vieles falsch ist.
      Danke für das Lob für meine Zeichnung und dem Text.
      Liebe Grüße von Susanne

  4. reverendpeter said, on 5. November 2014 at 16:45

    Hat dies auf Life Church rebloggt.

  5. skelligs said, on 5. November 2014 at 19:16

    Ich finde die Idee von einer Zeichnung des Charakterkopfes Irvine Yaloms sehr charmant. Ich mag dessen Arbeit. Kennst du seine Schriften?

    • Susanne Haun said, on 7. November 2014 at 14:27

      Nein, ich kenne seine Schriften nicht, skelligs. Deshalb werde ich ihn auch zur Zeit nicht zeichnen. Ich brauche immer einen Bezug zu meinen Portraitköpfen.
      Aber danke für den Hinweis, ich behalte es im Hinterkopf!
      Einen schönen Freitag von Susanne


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