Ich habe lange nicht mehr in Berlin und Umgebung ausgestellt. Um so mehr freute ich mich als die Kunsthistorikerin Nina Alice Schuchardt mir anbot, die historische Kirche in Roddahn zu bespielen.
Roddahn ist ein Ortsteil der Stadt Neustadt (Dosse) in Brandenburg und nicht zu verwechseln mit der Neustadt in Wittstock Dosse. So passierte es mir zuerst und ich habe ein völlig falsches Gefühl für die Entfernung erhalten.
Real ist die historische Kirche 1 1/2 Stunden mit dem Auto von meiner Haustür entfernt. Sie liegt im Berliner Speckgürtel und viele Roddahner arbeiten in Berlin.
„Obwohl es sich nicht um eines jener Denkmale wie zum Beispiel den Kölner Dom handelt, die durch ihre Größe, ihren opulenten Formenreichtum, ihren internationalen Erkennungswert oder ihre umfangreiche Geschichte ein großes Publikum ansprechen, so ist sie doch ein in seiner Region besonderes Bauwerk, dass im kleinen viele jener Werte wie die Sichtbarmachung von Geschichte und identitätsstiftende Qualitäten offenbart, die wir auch an unseren bekannteren Denkmalen schätzen und die sie nicht nur für die Bewohner der Region sondern auch für andere historisch interessierte Betrachter interessant macht.“ schreibt Nina Alice Schuchardt in ihrem Text zur Denkmalpflege der Roddahner Kirche.
Der schlichte rechteckige Grundriss der Kirche kommt meinen Zeichnungen sehr entgegen, 8,86m mal 15,65m mißt die Grundfläche.
Die Kirche besitzt keine Heizung, so dass ich als Wunschtermin den Oktober ins Auge gefasst habe. Ich werde für die Ausstellungen altes und neues gemeinsam präsentieren. Nina Alice Schuchardt wird mir als Kuratorin zur Seite stehen. Als nächsten Schritt wollen wir den Termin festlegen und ich werde nach Roddahn fahren, um die Kirche auf mich wirken zu lassen.
