Zeichnung · Zitat am Sonntag

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 133 – Albrecht Dürer

 

„Ein jeder kehrt vor seinem Tor,
Er findet ja Kot genug davor.“²

Albrecht Dürer

 

Der Mund Albrecht Dürers (c) Zeichnung von Susanne Haun
Der Mund Albrecht Dürers (c) Zeichnung von Susanne Haun

Wusstet ihr, dass sich Dürer sogar im Reimen (in der Dichtkunst, versuchte)? Er musste aber auch aufgrund seines Mentors Pirckheimers Intervention einsehen, dass er keine Begabung dafür besaß.
Ich finde seine Schüttelreime mitunter lustig, wie auch den heute zitierten.

 

Albrecht Dürer (c) Zeichnung von Susanne Haun
Albrecht Dürer (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

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²DÜRER, ALBRECHT, WEBER, G. ANTON. Dürers Schriftlicher Nachlaß, Regensburg u. Rom 1912. Seite 86.

 

11 Kommentare zu „Susanne Haun Zitat am Sonntag – Folge 133 – Albrecht Dürer

  1. Ich mag Schüttelreime sehr gerne, Susanne,auch dieses! Neulich in der Sauna versuchten wir uns in Reimeverse zu unterhalten, es vertieft mein Verständnis für eine Fremdsprache, in diesem Fall Deutsch, sehr.
    Selma liebt die Skizze von Dürers Mund. Das bin ich!, meint sie. Siehst du mein Kopf, meine Flügel und den neuen Rock? 😉
    Liebe Grüße zu euch in Berlin aus Bonn,
    Hanne x

    1. Ich kann mir gut vorstellen, dass Reime helfen, Verständnis für eine Sprache zu erhalten. Grüße die liebe Selma ganz herzlich, ich werde bei unserem Besuch in Norfolk mal schauen, ob ich die Ähnlichkeit auch gleich feststellen kann. Und der neue Rock interessiert mich natürlich auch sehr.
      Wir haben übrigens ein Auto gemietet, Micha stellt sich der Herausforderung des Linksverkehrs. Ich bin gespannt.
      Ich melde mich per Email im laufe der Woche, im Moment habe ich soviel zu tun ….
      Liebe Grüße nach Bonn aus dem heute so regnerischen Berlin
      Susanne x

  2. Also, ich finde der von Dir zitierte Reim lässt doch eine gewisse Begabung erkennen …und ich wußte übrigens nicht, dass Dürer sich auch darin versucht hatte. Das gefällt mir ebenso wie deine Zeichnungen!

    1. Danke, Birgit. Ich bin auch erstaunt, über das umfang- und abwechslungsreiche Werk Dürers. Auch seine philosophischen Texte zur Schönheit gefallen mir. Ich bin nun fast am Ende meiner Bachelorarbeit und entdecke immer noch neues rund um Herrn Dürer 😉 Jedoch ist die Begrenzung von 29 Seiten bindend, das ginge gerade noch so, sagte meine Professorin. Schade, ich hätte auch ein paar Seiten mehr füllen können – es ist viel schwieriger wenig als mehr zu schreiben.

  3. Die Entwürfe zum „Lehrbuch der Malerei“ enthalten ein „Lob der Malerei“ aus dem Jahre 1512. Darin bezieht Dürer die platonische Ideenlehre in seine Kunsttheorie ein:

    „Die groß Kunst der Molerei ist vor viel hundert Johren bei den mächtigen Künigen in großer Achtbarkeit gewesen, dann sie machten die fürtrefflichen Künstner reich, hieltens wirdig, dann sie achteten solche Sinnreichigkeit ein geleichförmig Geschöpf noch Gott. Dann ein guter Maler ist inwendig voller Figur, und obs müglich wär, daß er ewiglich lebte, so hätt er aus den inneren Ideen, dovan Plato schreibt, allbeg etwas Neus durch die Werk auszugießen.“

    Albrecht Dürer, Schriften und Briefe, Hg. von Ernst Ullmann, Reclam Leipzig, 3. Auflage 1978, S. 153

    Gruß aus Nürnberg

    1. Danke für deinen Hinweis, Bernd,
      die Schriften und Briefe von Ernst Ullmann herausgegeben, stehen auch in meinem Bücherregal.
      Ich arbeite im Moment am meisten mit der neusten Übersetzung der vier Bücher von menschlicher Proportion, 1528 nach Dürers Tod herausgegeben. Hier der Literaturhinweis dazu: DÜRER, ALBRECHT. Vier Bücher von menschlicher Proportion (1528), Mit einem Katalog der Holzschnitte, hrsg., komm. u. in heutiges Deutsch übertragen von BERTHOLD HINZ, Berlin 2011
      Dürer schreibt in den Texten von seiner Idee von der Schönheit und beschreibt die Konstruktion seiner Proportionsstudien.
      Viele Grüße aus Berlin von Susanne

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