Jürgen: „Ich nehme die mit dem Netz“
Ein Netz verleiht Sicherheit. Sagt man nicht gegenteilig, um auf eine Gefahr hinzuweisen: „Das ist ein Netz ohne Boden.“!
Für Jürgen hat ein Netz etwas mit „verbunden sein“ zu tun. Ja, vernetzt sein. Heute ein wichtiger Begriff.
#91
S: „Es gibt viele offene inspirierende Türen …
J: … und ich nehme die mit dem Netz, denn das hat etwas mit verbunden sein zu tun.“
Freundschaft
#92:
J: „Ich weiß, das es da einen Punkt gibt…“
S: „…der spiralförmig um uns kreist: Freundschaft.“
Bei der Erstellung von Collagen zum Thema Freundschaft bin ich eskaliert. Ich hatte schon vorab meine Collagenelemente geschnitten und war von Jürgens Darstellungen vom Krebs beeinflusst. Ich schnitt die Krebse aus dem Buch „Abenteuer Erde. Wunderwelt des Meeres“ aus. Das Buch stand im Hausflur in der „Tausch- und Mitnehmecke“ und passte mir gerade recht in meinem Künstlerinnenkram. Beim Fernsehen schnitt und schnitt ich Kugeln und Spiralen.
Erstaunlicherweise erzählte mir Jürgen einen Tag später am Telefon, dass er Streifen geschnitten hätte. Wie passend zu meinen Spiralen und Kugeln.
Inhaltliches entgegen Ästhetischem Konzept
Jürgen fragt sich beim Betrachten von Kunst nach dem eigenen Nutzen. Was wollen die Künstler*innen mir sagen und sind diese Gedanken auch für mich treffend. Kann ich diese Gedanken weiterführen oder verwenden?
Ich gehe ästhetischer an Kunst heran: stimmt das Verhältnis von Hell und Dunkel, habe ich ein gutes Gefühl beim Betrachten der Kunst. Nicht inhaltlich sondern von der Ausgewogenheit her.
Interessant ist, das ich figurativ, selten abstrakt, arbeite und Jürgen oft gegenstandslos. Wir haben beide über die Jahre teile von Arbeitsweisen des anderen angenommen.
Mein neuer Satzanfang für Jürgen:
#93
S: „Dienstag ist die Maus …“
Auf Instagram könnt ihr dem Projekt ohne Name auch hier verfolgen: @projektohnenamen
Den Verlauf des Projekts ohne Name, das am 24. November 2016 begann, habe ich auf einer Seite meines Blogs zusammengefasst (-> klick).
Brockhaus
Den Brockhaus, Band Nr. 1, den ich für das Projekt ohne Name weiterhin als Malgrundlage verwende, habe ich aus einer „zu verschenken“ Kiste am Straßenrand mitgenommen. Es waren, glaube ich, noch einige Bände in der Kiste aber längst nicht alle. Ich werde anders als beim für die letzten Zeichnungen als Material verwendeten Katalog die Seiten nicht heraustrennen, sondern in das Buch malen.
