
Von Aschenper, welcher die silbernen Enten, die Bettdecke und die goldene Harfe des Trollen stahl
Die Taten von Aschenper, der in der deutschen Übersetzung von Friedrich Bresemann in Peter Christian Asbjornsens und Jorgen Moes „Norwegische Märchen“ mit Aschenbrödel übersetzt wird, interessieren mich weiter sehr. Um Verwechselungen mit dem Grimmschen Aschenbrödel zu vermeiden, bleibe ich bei der Bezeichnung „Aschenper“.

Der Tausendsassa
Der Titel des Märchens „Von Aschenper, welcher die silbernen Enten, die Bettdecke und die goldene Harfe des Trollen stahl.“ erzählt schon den Inhalt. Mit List, Kraft und Tücke stielt Aschenper des Trolles liebste Dinge. Jedoch gibt es parallelen zu „Hänsel und Gretel“. Um die Harfe zu stehen lässt sich Aschenper gewollt eingesperren. Dort soll er laut Troll gemästet werden um bei einem großen Fest einen guten Braten abzugeben. Er überlistet jedoch die Trolltochter, die in mästen soll. Wie Hänsel zeigt er ihr statt seines Fingers aus dem Käfig ein Birkenpflock. Letztendlich schafft er es, dass die Trolltochter statt seiner gebraten und gegessen wird, verkleidet sich als Trolltochter, spielt und stielt die Harfe.


Literatur
Die Märchensammler Peter Christian Asbjorn und Jorgen Moe nahmen sich die Gebrüder Grimm als Vorbild und sammelten Märchen.
Asbjornsen, Peter Christian / Moe, Jorgen: Norwegische Märchen. Übersetzt von Frierich Bresemann, Nördlingen 1985.
Kvideland, Reimund / Eiriksson Haafredour (Hrsg.): Norwegische und Isländische Volksmärchen. Übersetzt von Karin Machnitzky (Norwegische Märchen) und Ernst Walter (Isländische Märchen), Berlin 1988.
