Susanne Haun

Selbst-streifend oder das eigene Ich – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Betrachtungen zur Kunst, Portraitmalerei, Selbstbildnisse, Zeichnung by Susanne Haun on 22. Januar 2011

In meinem Blogroll unter dem Punkt „Was ziehe ich zur Vernissage an“ befindet sich auch der Blog „Nie Wunschfrei„. Ich stöber gerne in diesem Blog und entdeckte dabei die Ausschreibung der Brigitte Zeitschrift.

Sie wünschen sich Fotos von Lesern im Streifenshirt! Lange hatte ich die Brigitte als S-Bahnlektüre abonniert, allerdings ist mein Briefkasten so klein, dass ich sie zum Schluss nur mit der Zange aus ihm herausbekommen habe, der Postbote entwickelte extremen Ergeiz, sie einfach brutal in den Kasten zu stopfen.

Also machte ich heute morgen ein lustiges Selbst-Streifenfoto und griff dann auch gleich zum Spiegel um mich selber streifend zu zeichnen.

Die Streifen im Gesicht sind lustig - Foto von Susanne Haun

Die Streifen im Gesicht sind lustig - Foto von Susanne Haun

Das Foto von mir als Streifenhörnchen findet ihr hier. Ich würde mich über ein „gefällt mir“ freuen, denn man kann natürlich auch etwas gewinnen – einen Einkaufsgutschein. Und ihr wißt ja – Frauen und Klamotten 😉
Vielleicht ist ja der eine oder andere auch inspiriert, selber mitzumachen. Ich bin ja schon neugierig, wen ich da noch alles auf Facebook entdecke ……..

Das Selbstportrait seht ihr hier. Ich habe mir gestern im Kupferstichkabinett von Taschen das Buch „selbstportraits“ von Ernst Rebel gekauft. Es ist sehr interessant und mir gefällt besonders das dort enthaltene Zitat von Oscar Wilde aus seinem Buch „Das Bildnis des Dorian Gray“

Andererseits kann ich mit den roten Linien gut die Form des Kopfes zeigen - Susanne Haun

Andererseits kann ich mit den roten Linien gut die Form des Kopfes zeigen - Susanne Haun

„Jedes Porträt, dass mit Einfühlungsvermögen gemalt ist, ist ein Portrait des Künstlers, nicht eines des Modells. Der Dargestellte ist lediglich der Anlass … Es ist nicht er …, sondern eher der Maler selbst, der sich auf der bunten Leinwand zu erkennen gibt.“ – Oscar Wilde

Ich sehe das ein wenig anders. Ich versuche mir immer den Charakter meines Gegenüber vorzustellen, das ist mein Einfühlungsvermögen. Nehmen wir als Beispiel Kinski (siehe hier) – ich wollte seine Verrücktheit zeigen, vielleicht möchte ich auch manchmal selber „Idioten“ schreien, aber ich tue es nicht und habe in dem Portrait auch nicht mich dargestellt.

Selbst - Streifend - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten

Selbst - Streifend - Zeichnung von Susanne Haun - 25 x 25 cm - Tusche auf Bütten

9 Responses

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  1. atelierfuernichts said, on 22. Januar 2011 at 20:41

    hallo susanne,
    es ist immer herzerfrischend auf deine seite zu kommen und neues zu sehen/ toll toll/
    vor allem wie du mit den dingen umgehst und immer neue varianten und blickrichtungen
    duch die zeichnung schaffst / ich selbst bin mit meinem blog umgezogen und nun unter
    http://atelierfuernichts.wordpress.com/
    einsehbar/schau mal vorbei/ bis bald herzlich ellzett.

  2. Martina Mattern said, on 22. Januar 2011 at 22:16

    Hallo Hauni,
    echt Klasse wie Du das alles gelöst hast….und die Streifen finde ich echt „indianisch“ :))
    War mir ein Vergnügen bei FB ein „gefällt mir“ abzugeben und ich drücke die Daumen für den Klamotten Gutschein. Schließlich kann „Frau“ ja nie genug davon haben!
    Ich ertappe mich gerade – Bei „diesem“ schönen Frauenthema ist der Schreibfluß gleich ein anderer.

    l.g. Martina

  3. susannehaun said, on 23. Januar 2011 at 07:38

    Danke, Martina, das freut mich dass dir meine Streifen gefallen und du hast natürlich recht, Klamotten kann Frau nie genug haben …
    lg Susanne

    Danke für deinen Kommentar, Atelier für Nichts………… 🙂

  4. Jürgen Küster said, on 23. Januar 2011 at 17:42

    Hallo Susanne!

    Schon seit Tagen verfolge ich Deine Aktivitäten auf Deinem Blog und finde Deinen Versuch, der Erfassung und des Begreifens der Dinge um Dich herum, indem Du Sie ausgesprochen fleißig zeichnerisch erfasst, sehr anregend.
    Und jetzt vollziehst Du den Schritt, der Mut erfordert und meiner Meinung nach zu mehr Selbsterkenntnis führt: sich selbst zum Objekt des Zeichnens zu machen.
    Finde ich toll!

    Bis bald, Jürgen

    • susannehaun said, on 23. Januar 2011 at 19:54

      Hallo Jürgen,

      ja das Portrait fasziniert mich ausgesprochen. Danke für deinen Kommentar!

      Ich habe mich schon sehr häufig mit mir selber auseinandergesetzt.
      Rechts von den Beiträgen in meinem Blog findest du die Auswahlmöglichkeit „Kategorie“ – dort kannst du Themenbereiche, wählen. Hier unter diesem Link findest du noch weitere 15 Selbstportraits von mir.
      http://susannehaun.wordpress.com/category/portraitmalerei/selbstbildnisse/
      Am Ende der Seite gibt es dann die Möglichkeit mittels dem Button „Ältere Beiträge“ weiterzublättern.

      Ich wünsche dir einen schönen Sonntagabend
      Susanne

  5. Helen said, on 24. Januar 2011 at 16:17

    Du bist absolut stark in Selbstportraits Susanne! Und dieses hier ist einfach zum verlieben!
    liebe Grüsse
    Helen

    • susannehaun said, on 24. Januar 2011 at 18:18

      Danke, Helen, es ist für mich auch immer wieder spannend, sich mit mir selber auseinander zu setzen! liebe Grüße Susanne

  6. juliatepasse said, on 28. Januar 2011 at 10:27

    Sehr sehr schön!
    Die Streifen geben dem Portrait das „Gewisse Etwas“!!!!

    • susannehaun said, on 28. Januar 2011 at 18:45

      Danke, Julia, ja, vielleicht war ich in meinem vorigen Leben Streifenhörnchen! lg Susanne


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