FeuerZeichen oder Platons Definition vom Maler – Zeichnung von Susanne Haun

Ein Maler gibt sinnliche Dinge wieder und ist so laut Platon ein „Nachahmer des Scheins“.

Beim heutigen Malen des Elementes Feuer ist mir aufgefallen, wie ich die Kühle des Wassers im Wasserzeichen zeichnete, die Distanz, die ich zu dem Element Wasser habe. Beim Feuer zeichnete ich viel bewegter. Da ich selber zu den Feuerzeichen gehöre, geht in diese Zeichnung meine Nähe ein, die Sternzeichen Widder, Schütze und Löwe sind auch Liniengewaltiger durch die Haare der Tiere und des Schützen.

Feuerzeichen - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Leonardo Bütten - 80 x 60 cm
Feuerzeichen - Zeichnung von Susanne Haun - Tusche auf Leonardo Bütten - 80 x 60 cm

Aber das sind meine Gedanken also mein „Schein“. Platon fragt in seinem zehnten Buch, „Ist der Maler also ein Nachahmer des Scheins oder der Wahrheit?“ Als Lösung gegen den Schein schlägt er Messen, Zählen und Wägen vor und empfindet dieses als die edelste Kraft unserer Seele. Aber das ist seine Wahrheit. Auch er unterliegt hier seinem „Schein“.

Was ist die edelste Kraft unserer Seele? Die Mathematik, die Kunst, die Philosophie, die Physik oder…?

In einem hat Platon natürlich recht, eins und eins ist zwei und das ist unwiderlegbar.

Neue Hängung in meinem Atelier - Foto von Susanne Haun
Neue Hängung in meinem Atelier - Foto von Susanne Haun

Mit diesen Gedanken im Kopf habe ich meine Bilder im Atelier neu gehängt und am FeuerZeichen weiter gearbeitet.

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