Papierherstellung in der Hahnemühle – Bericht von Susanne Haun

Es gibt noch Fabriken, wie sie Fritz Lang in Metropolis zeigt: Die Hahnemühle ist solch eine!

1 Susanne Haun vor der Hahnemühle Einbeck
1 Susanne Haun vor der Hahnemühle Einbeck

Als Mädchen hatte ich ein Poster vom Maschinenmenschen Maria an meiner Wand zu hängen und es übte eine unglaubliche Faszination auf mich aus. Dieselbe Faszination spürte ich gestern und heute als ich die schönen Maschinen zur Papierherrstellung bei der Hahnemühle sah.

Mit den roten Rädern an der Hahnemühle Papiermaschine, dass ich hier auf dem unteren Foto zeige, wird der Filz eingestellt, der das Wasser bei der Papierherstellung aus dem Papier zieht. Ich mag diese roten Räder gleich nach dem Papier besonders gerne!

16 Papierherstellung bei der Hahnemühle (c) Foto von Susanne Haun
16 Papierherstellung bei der Hahnemühle (c) Foto von Susanne Haun

Gestern schauten wir die Blogherstellung. Zeitlich gesehen erfolgt sie nach der Papierherstellung, denn zur Erstellung der Blöcke wird das Papier aus der Hahnemühle Mühle (hier bei youTube) geliefert.

14 Papier wird bei der Hahnemühle zwischen zwei Filzen das Wasser entzogen (c) Foto von Susanne Haun
14 Papier wird bei der Hahnemühle zwischen zwei Filzen das Wasser entzogen (c) Foto von Susanne Haun

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Mit der freundlichen Genehmigung der Hahnemühle durften Cordula Kerlikowski und ich in der Produktion fotografieren.

Ich bin schon müde nach den vielen Eindrücken und der Fahrt, deshalb lasse ich die Fotos sprechen. Auf Cordula Kerlikowskis Blog könnte ihr heute und morgen mehr über die Papierproduktion erfahren.

Ich möchte auch ein herzliches Dankeschön an Bettina Scheerbarth von der Hahnemühle senden, die uns durch die beiden Tage und damit durch die Produktion geführt hat. Es werden in der Hahnemühle Überlegungen angestellt, generell Künstler-, Händler und Dozententage zu veranstalten. Das sind bestimmt interessante Aktionen.

20 Papierherstellung bei der Hahnemühle Frau Scheerbarth und das Papier (c) Foto von Susanne Haun
20 Papierherstellung bei der Hahnemühle Frau Scheerbarth und das Papier (c) Foto von Susanne Haun

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Papierherstellung in der Hahnemühle – Bericht von Susanne Haun

13 comments

  1. Hallo Susanne,

    toll dass ihr euch dort alles anschauen durftet, das würde mich auch sehr interessieren, für sowas bin ich immer zu haben, das befriedigt meine Neugier wenn ich sehe wie und wo Sachen hergestellt werden die ich mag, bin schon ein bisschen neidisch.. 🙂
    Schöne Fotos, bisweilen imposant, ihr habt bestimmt gute Eindrücke von dort mitgenommen.

    Weißt du, warum die meisten großen Bögen von Hahnemühle das Format 50×65 cm haben derweil die der meisten anderen Papierhersteller 56×76 cm messen (ich glaub Hahnemühle hat auch ein oder zwei Sorten auf 56×76 aber das Meiste ist kleiner). Hat das was mit der Größe der Maschinen zu tun?

    Lg Verena.

    1. Liebe Verena, ich gebe deine Frage an Frau Scheerbarth von der Hahnemühle weiter. Soweit ich es weiß: Es gibt bestimmte Standard Künstlermaße, die eingehalten werden. Dazu gehören dann 50 x 65 (ich glaube, dass ist ein französisches Standardmaß, ich weiss es aber nicht genau) und 56 x 76 cm. So wie A4 und A5… aber sicher hat es auch etwas mit der Größe der Maschinen zu tun. Deshalb kannst du das Papier ja auch in Rollen kaufen und damit dann deine eigenen Maße schneiden.
      Grüße von Susanne

  2. toller bericht susanne und schöne fotos…….papier ist schon was faszinierendes…..merk ich erst seitdem ich jetzt viel auf papier male……..
    gruß coco

    1. Ja, Coco, Papier ist sinnlich – ich mag es mit der Hand über die Bögen zu fahren und die verschiedenen Strukturen zu spüren und mir zu überlegen, was für Linien ich darauf zeichne. Grü0e von Susanne

  3. Liebe Susanne, das ist ein schöner und sehr interessanter Bericht! Und ihr habt dazu noch eine eigene Führung durch die Produktion bekommen!! Das war bestimmt ein tolles Erlebnis! So etwas würde ich mir auch gern mal anschauen, insbesondere, da ich ja hauptsächlich auf Hahnemühle-Papieren male. Vor ungefähr 2 Jahren sandte ich einmal eine mail an die Firma und bat um ein paar Probeblätter von „Sumi-e-Papier“, da ich mich damals sehr dafür interessierte und mir nichts Genaues darunter vorstellen konnte. Leider habe ich niemals eine Antwort erhalten. Umso schöner, dass ihr Beide jetzt die Gelegenheit hattet, euch alles vor Ort anzuschauen. Und jetzt gucke ich mal in Cordulas Blog….
    LG von Rosie

  4. ich freu mich, dass ich heute auf diesen Beitrag gestoßen bin. Hab grad selbst einen über unsere ganz öhnliche Ölfabrik gebloggt. Ich liebe solche Produktionsstätten sehr, wo man die Dinge nach greifen kann und das Produkt einen inspiriert.

    1. Ich habe mich über deinen Bericht aus der Ölfabrik gefreut, Gerda. Ich bin ein großer Olivenölfan und verbrauche es auch bei weitem mehr als Butter. Aber heute ist das glaube ich selbst in Deutschland nicht mehr ungewöhnlich.

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