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Mein Sinnbild von Frank Lloyd Wright – Portrait Zeichnung von Susanne Haun

Die Romane von T.C.Boyle sind erschreckend ehrlich, ich lese gerade sein Buch „Die Frauen“ über einen Ausschnitt des Lebens des amerikanischen Architekten Frank Lloyd Wright.

„Die Frauen“ ist der zweite Roman, den ich von Boyle lese, dessen Mentor John Irving ist, der zu meinen Lieblingsautoren gehört. Das erste Buch „América“ ist eine bitterböse Geschichte über die Vorstadt und die illegalen Einwanderer vor der Vorstadt. Ich selber lebe im Randgebiet der Stadt Berlin und in so einigem was im Roman beschrieben wurde, fand ich leider unseren Bezirk wieder.

Wright war mit drei Frauen verheiratet und das Buch beginnt mit der Trennung von der zweiten und der Heirat der dritten Frau. Boyle erzählt aus der Sicht eines Schülers von Wright, der die Ereignisse „neutral“ berichtet.

Entstehung F.L. Wright (c) Zeichnung von Susanne Haun
Entstehung F.L. Wright (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das berühmteste Gebäude, das Wright entwarf war wohl das Guggenheim Museum in New York wobei er für seine neuartigen Prärie-Häuser bekannt ist. Er gilt als der prägendste amerikanische Architekt des 20. Jahrhunderts, der auch Gropius beeinflußte. Wright baute kein einziges Haus in Europa. Den Plan für das Guggenheim Museum fertigte er schon 1943, gebaut wurde es erst 1956-59).

In Wikipedia stehen 6 Grundsätze, die Wright hatte. Leider sind sie ohne Quelle und in meinem Architektur Lexikon stehen keine  Eintragungen zu diesen Grundsätzen. Da mir die Fotos von Wrights Bauwerken sehr gefallen und ich die Grundsätze interessant finde, habe ich mir im Antiquariat ein Buch von Wright bestellt: Architekturzeichnungen und Innendekoration, London 1985. Ich bin schon sehr neugierig, was ich darin zu lesen bekomme.

Frank Lloyd Wright Tusche auf Bütten 40 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun
Frank Lloyd Wright Tusche auf Bütten 40 x 30 cm (c) Zeichnung von Susanne Haun

Es ist nicht einfach, ein Portrait von einem Menschen zu zeichnen, den man nicht persönlich kennt, von dem man nur eine Vorstellung aus Büchern, Werken und Berichten aus dem Internet hat. Deshalb nenne ich meine derartig gestalteten Portraitzeichnungen „Sinnbilder“, denn sie sind stark von meinen Empfindungen geprägt und nicht von dem realen Menschen.

Auch wenn ich die Quelle nicht kenne, mir gefallen die Grundsätze gut, die in Wikipedia genannt sind und so möchte ich sie trotzdem nennen:

Einfachheit und Ruhe

Individualität für die einzelnen Bauherren

Korrelation (Integration) von Natur, Topographie und Architektur

Die Farben der Natur

Natur der Materialien soll erkennbar bleiben

Spirituelle Integrität in der Architektur (Arts and Crafts Movement)

Das Arts and Crafts Movement hat eine interessante Hauptthese: „Ihr Hauptanliegen bestand in der Wiedervereinigung von Kunst und Kunsthandwerk mit dem Ziel, die schöpferische Vollwertigkeit des Kunsthandwerks wiederherzustellen.“

For my english reader:
The novels of T. C. Boyle are shockingly honest, I just read his book, „The Women“ on a section of the life of American architect Frank Lloyd Wright.
„The Women“ is the second novel I read of Boyle, whose mentor is John Irving, one of my favorite authors. The first book, „America“ is a bitter story about the suburbs and the illegal immigrants from the suburbs. Myself I live in the outskirts of the city of Berlin, and in so some what was described in the novel, I found unfortunately our district again.


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Quellen: Lexikon der Weltarchitektur, Nicolaus Pevsner, Hugh Honour, John Fleming, Dritte Auflage, 1992, Prestel
Das grosse Kunstlexikon von P.W. Hartmann, http://www.beyars.com/kunstlexikon/lexikon_672.html, BeyArs GmbH,  A – 5202 Neumarkt/Wallersee, Hauptstraße 34/34, Salzburg, Österreich

2 Kommentare zu „Mein Sinnbild von Frank Lloyd Wright – Portrait Zeichnung von Susanne Haun

  1. Tolle Zeichnungen!
    „Die Frauen“ hat mir nicht gefallen und ich habe die Lektüre abgebrochen, aber „America“ von T.C. Boyle habe ich verschlungen. Der Autor hat eine unglaubliche Spannung aufgebaut.

    LG buechermaniac

    1. Erstaunlich, wie unterschiedlich die Bücher bei dir wirken, buechermaniac, bei mir kommt bei den Frauen der architektonische Aspekt sehr durch, ansonsten finde ich solche Rosenkriege traurig, aber leider habe ich schon oft davon gehört, dass sie nicht unüblich sind.
      LG Susanne

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