„Ah! … eine Täuschung! nichts weiter! Es ist sinnlos, sich das Hirn zu zermatern! Ich habe nichts zu tun! … einfach nichts zu tun!“
FLaubert in der Versuchung des heiligen Antonius
Den Satz „Ich habe nichts zu tun“ habe ich in unmittelbarer Vergangenheit von niemanden gehört.
Alle haben anscheinend immer viel, viel mehr zu tun als sie schaffen können.
Woran liegt das? Gibt es heute keinen Müßiggang mehr?
Gibt es jemanden von euch, der einfach nur auf der Couch sitzt und denkt?
Für diese Woche habe ich mir vorgenommen, für Ute Shchätzmüller und mein Projekt „Stille Post um Flauberts heiligen Antonius“ eine Projektbeschreibung zu erstellen.
Wofür das wichtig ist?
Zum einen natürlich, um Ute und mich zu ordnen und auch um Termine festzulegen. Wann findet die Ausstellung hier in Berlin statt, wann die in Essen?
Ich werde einen Blog für das Projekt anlegen.
In Antonius Fantasie verwandeln sich die Schatten der Kreuzarme in die Hörner des Teufels. Aber er entgeht der Versuchung und hier beginnt das heute gewählte Zitat: „Ah! … eine Täschung…“.
Ich zeichne seit über 10 Jahren Engel (siehe hier) und hatte noch nie Probleme damit, sie darzustellen. Das Gegenteil zu zeichnen, den Teufel, das fällt mir ungleich schwerer. Es gibt eine sehr schöne Seite der FU-Berlin, sie heißt „Alles zum Teufel“ (siehe hier), die ich sehr gelungen und übersichtlich finde. Es macht Spaß, dort zu stöbern.
Im Buch Henoch näherte ich mich schon dem Höllenthema, den Teufel selber habe ich aber noch nicht visualisiert. So habe ich mich zuerst des Teufels Kopf angenährt. Ich bin bei meinen gewählten Farben für das Antonius Projekt geblieben, überlege aber für die Teufelsdarstellung zum Violett Krapprot dazu zu nehmen.
Wenn ihr mehr von dem Projekt lesen wollt, dann könnt ihr das hier.
For my English-speaking readers:
„Ah … a deception! Nothing! It is pointless to strain the brain, I have nothing to do! … Do nothing!“ Flaubert in the Temptation of St. Anthony
The sentence „I have nothing to do“, I haven’t heard of anyone in the immediate past. All seem to have much more to do, much more than they can manage.
Nicht vergessen! Heute startet die dritte Woche unserer Blogparade auf Buchalovs Blog (siehe hier). Jürgen stellt uns die Frage: Bedeutet künstlerisches bzw. kreatives Schaffen Flucht aus der Realität? Oder ist es Aufarbeitung der uns umgebenden Wirklichkeit?
Ich werde darüber nachdenken und morgen etwas dazu schreiben.
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Bibliographie:
Flaubert, Gustave, “Die Versuchung des heiligen Antonius, aus dem Französischen von Barbara und Robert Picht,insel Taschenbuch 1868, Erste Auflage 1996
