Aber in jedem steckt ein Dämon – Leinwand von Susanne Haun

„Ein Dämon werde ich, sobald ich erwache“
ist der letzte Satz des ersten Dämonengedichts von Diarmuid Johnson.

Ein Dämon werde ich, sobald ich erwache - 70 x 100 cm (c) Leinwand von Susanne Haun
Ein Dämon werde ich, sobald ich erwache – 70 x 100 cm (c) Leinwand von Susanne Haun

Auf meiner heute gezeigten Leinwand hat sich ein wenig Vampirismus eingeschlichen. Ich habe am Samstag das Musical „Tanz der Vampire“ mit einem spektakulärem Bühnenbild gesehen und so ist die typische Vampirhaltung in meinen Dämon eingeflossen.

Ein Vampir ist eine besondere Art des Dämons. Nach der Mythologie und dem Volksglauben ist ein Vampir eine blutsaugende Nachtgestalt, die tagsüber schläft und sich Nachts ihre Opfer sucht. Sie ernährt sich ausschließlich von Blut und ihre Opfer können sich mit Knoblauch oder einem Kreuz, am besten beides, schützen.

Gerne würde ich über die bekannten Fakten hinaus recherchieren und mich in die Mythologie der Vampire verlieren, leider warten aber 40 Dämonenzeichnungen im Atelier darauf, für die Ausstellung in der Irischen Botschaft (siehe hier) gerahmt zu werden. Und sie wollen nicht nur gerahmt werden, nein, sie wollen alle auf einer Liste mit Größe und Titel vereint und in die Botschaft gesendet werden.

For my English-speaking readers:
„A demon I will be as soon as I wake up“
is the last sentence of the first demons poem by Diarmuid Johnson.
Now shown on my canvas I’am seeing there is a little vampirism has slipped. I saw on Saturday, the musical „Dance of the Vampires“ with spectacular scenery and so is the typical vampire attitude flowed into my demon.
A vampire is a special kind of demon. According to the mythology and folklore, a vampire is a bloodsucking night figure who sleeps during the day and in night looking for their victims. They feed exclusively blood and their victims can protect themselves with garlic or a cross, preferably both.
I would love to find more facts abourt vampire and lose myself in the mythology of them. Unfortunately are waiting 40 demon drawings in the studio will be framed for the exhibition at the Irish Embassy (see here). And they want not only to be framed, they want to be all together on one list with size and titles.

19 comments

  1. Aber in jedem steckt ein Dämon – aber, wie lässt Nietzsche seinen Zarathustra so schön sagen: „Einst hattest du wilde Hunde in deinem Keller: aber am Ende verwandelten sie sich zu Vögeln und lieblichen Sängerinnen. Aus deinen Giften brautest du dir deinen Balsam.“

      1. So sollte es sein, aber ich glaube, wie der Kölsche sagt: Von nix kütt nix – so ganz von alleine kommen weder Ruhe noch Weisheit, man muss ihnen schon Raum in sich geben wollen. LG Martin

        1. Da hast du Recht, Martin und ich finde gerade Ruhe, Weisheit, Zufriedenheit und Glück sind Dinge, für die man hart kämpfen muss und sie haben auch viel mit der Einstellung zum Leben zu tun.
          Einen schönen Abend und liebe Grüße Susanne

  2. liebe Susanne,
    ein sehr eindrückliches Dämonenbild! Sich mit Dämonen zu beschäftigen gehört wohl auch zur Menschwerdung … mir gefällt das Zitat von Martin sehr, das die Verwandlung der Dämonen ausdrückt. Gerade eben erwachen in mir wieder welche, die Beschäftigung mit der Pädagogik und ihren Richtlinien während des dritten Reiches und die schwarze Pädagogik zuvor lässt so manchen seine Fratze wieder zeigen … uff-
    für dein Wirken und Werken weiterhin guten Mut und Schwung
    herzlichst Ulli

    1. Liebe Ulli, ja mir gefällt Martins Zitat auch.
      Ich habe auch die Erfahrung gemacht, das Dämonen kommen und gehen. Manchmal ist es mir ein Rätsel, wie schnell sie einem auf der Schulter sitzen.
      Ich neige dazu, gerne mehr Dinge anzunehmen als ich bewältigen kann….
      Aber ich weiss das inzwischen und sage nicht mehr zu schnell zu sondern warte ein Tag ab…..
      Liebe Grüße und einen schönen ABend Susanne

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