Eine Kette aus Totenschädeln – Zeichnung von Susanne Haun

„Der dritte ist grün und hat eine Kette aus Totenschädeln um.“ Flaubert in den Antoniusversuchungen

Es ist zeitaufwendiger, die neuen Zitate auf Papier zu bannen, denn für die Ausstellung in Köln haben wir unser Blattmaß von 20 x 15 cm auf 50 x 40 cm geändert. Die Räume im Tor 28 sind sehr viel größer als mein Atelier, wo wir im Mai unsere Arbeiten zeigten und unsere kleinen Arbeiten würden sich in den großen Räumen verlieren.

Entstehung - Eine Kette aus Totenschädeln (c) Zeichnung von Susanne Haun
Entstehung – Eine Kette aus Totenschädeln (c) Zeichnung von Susanne Haun

Die großen Blätter fotografieren sich auch sehr schwer. Immer sind Schatten auf dem Papier!

So muss ich ganz anders arbeiten, disziplinierter und überlegter, denn es ist aufwendiger, in der großen Größe zu arbeiten und natürlich auch vom Blatt selber kostenspieliger. Ich zeichne auf Hahnemühle 300g Büttenpapier, weil ich dort auch den schönen Büttenrand wie auf den kleinen Blättern habe.

In Gedanken bin ich aber noch beim Zitat von gestern (siehe hier). Die Darstellung der Seele läßt mich noch nicht wieder los. Auch gefällt mir die Diskussion in den Kommentaren zum Beitrag.

Wie ist das bei den Totenköpfen? Sie sehen doch so lebendig aus und ich zeichne sie sehr gerne. Wo ist hier die Seele?

For my english speaking reader:
I drawed dead heads, it is a head without soul? I don’t know this. I like skulls because they look so funny.

8 comments

    1. Liebe Ulli,
      danke für deinen Hinweis, ja gerne schaue ich mal vorbei, das hört sich interessant an.
      Ob der Buddhismus eine der Versuchungen des Antonius ist?
      Grüße von Susanne

  1. „Wo ist hier die Seele?“ – na, da sind sich doch mal ausnahmsweise alle einig. Sowohl die, die glauben, die Seele des Menschen könnte auch ohne oder außerhalb des Körpers existieren, wie auch die, die sagen, so etwas wäre immer an die Funktion des Gehirns gebunden: Wenn der Schädel leer ist, ist nix mehr mit Seele – weshalb der Totenschädel ja auch seit ewigen Zeiten zum Symbol des Todes geworden ist, genauer:
    Eben weil er irgendwie noch so lebendig aussieht, zum Symbol dafür, dass das Leben irgendwann zu Ende sein wird.

    1. Schön, dass der Totenschädel so klar zu definieren ist, Martin. So ganz seelenlos.
      Ja, alles endet mal – auch das Leben. Komischerweise symbolisiert der Totenkopf für mich persönlich nicht das Ende des Lebens. Auch nicht denn Tod. Ich meine vom Kopf her schon aber nicht vom emotionalen Denken….

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