Vorgestern flatterte ein interessantes, eindrückliches Foto von Jürgen Küster in mein double bind Posteingangskorb. Es zeigt einen toten Vogel, der überfahren auf dem Asphalt liegt.
Sofort hatte ich den Wunsch, Fragmente des überfahrenen Vogels zu zeichnen. Meine gewaschenen Gänseknochen (siehe hier) passten dazu perfekt ins Bild. Und der Vogel passt natürlich auch perfekt in meinen Vergänglichkeits Zyklus, weswegen ich ein Büttenpapier der Größe 65 x 50 und bordeauxfarbende Tusche benutze.
Aber es geht uns im double bind Projekt ums wöchentliche Überzeichnen der Fotos und da bin ich mit meiner Zeichnung am Projekt vorbeigeschlittert.
Ich berichtete hier (bitte scrollen) schön öfter von meiner Suche nach der perfekten Überzeichnung.
Heute stellte ich meine Zeichnung am Computer frei und überlagerte bearbeitetes Foto und Zeichnung digital. Ich bin mir noch nicht sicher, ob es mir gefällt. Ich muss es anschauen.
Ich habe inzwischen auch herausgefunden, was mich an den Fotoüberzeichnungen stört, die Fotos sind zwar von Jürgen alle unter dem Aspekt double bind fotografiert, aber sie sehen trotzdem zusammenhanglos aus. Wie bekomme ich sie einheitlicher? Ich habe es bisher versucht, indem ich sie ausradierte, verwischte und nur wenig stehenlies und sie mit Wörter kombinierte.
Ich werde alle von mir bearbeiteten Fotos in meinen digitalen Bilderrahmen speichern und sie in Endlosschleife laufen lassen. Durch das Schauen erhalte ich Ideen.
