Pastell · Zeichnung

Auf der Suche nach der Vergänglichkeit – ein Puppenkopf – Zeichnung von Susanne Haun

Manchmal trifft mich die Vergänglichkeit, ohne dass ich nach ihr suche.

So fand ich in Ullis Caféweltenall das Foto „Wie aus einer anderen Zeit“, auf dem sehr einsam ein altes Dreirad zu sehen ist. Sofort bekam ich ein Gefühl von Wehmut mit Einsamkeit vermischt und wurde traurig.

Entstehung Puppenkopf (c) Foto von Susanne Haun
Entstehung Puppenkopf (c) Foto von Susanne Haun

Letzte Woche habe ich bei ebay einen alten Puppenkopf ersteigert, der bei mir dasselbe Gefühl hinterlies. Ich musste ihn einfach kaufen, um ihn als Element für meine Vergänglichkeitsstilleben arrangieren zu können.

Im Frühjahr 2015 wird mein nächstes Buch mit dem Thema Pastellzeichnung im Edition Michael Fischer Verlag erscheinen. Hier meine bisherigen Bücher im Verlag.

Aus diesem Anlaß habe ich beschlossen, heute den Puppenkopf mit Pastellkreiden zu zeichnen. Um ihm ein wenig von der Traurigkeit zu nehmen, benutze ich vorwiegend warme rote Farben.

Aber solange uns die leeren Augenhölen anschauen, wird der Eindruck der Trostlosigkeit auch vom Rot nicht genommen.

Andere Pastellzeichnungen von mir könnt ihr hier sehen.

4 Kommentare zu „Auf der Suche nach der Vergänglichkeit – ein Puppenkopf – Zeichnung von Susanne Haun

  1. Liebe Susanne, danke dir fürs pingback,
    spannend an dem gemalten Puppenkof finde ich noch, dass er mich an so manches Selbstporträt aus deinem Kalender erinnert, auch wenn diese nicht farbig waren …

    der Verlust der Kindheit kann einen schon manchmal wehmütig machen, ein Trost für mich ist, dass die Kleine in mir immer noch wohnt und manchmal darf sie sehr aktiv sein, immer dann, wenn ich spiele, albern bin und neugierig durch die Gegend streune …

    herzliche Grüße
    Ulli

    1. Das finde ich wieder spannend, Ulli, ich finde, dass der Puppenkopf so gar keine Ähnlichkeit mit mir hat… das sieht man wieder – Betrachter und Produzent!
      Vielleicht hast du recht!
      Auch wenn ich manchmal gerne Kind bin, so ist doch das Unbeschwerte das Neugierige ohne Angst weg. Das Annehmen, ohne zu hinterfragen….
      Aber neurgierig an sich, das bin ich schon immer noch ….
      LG Susanne

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