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Frühe Neuzeit – Luther und Cranach – Klausurvorbereitungen

Ich finde Klausuren schreiben sinnlos – es ist das Lernen für den Augenblick.

Von einer Hausarbeit nehme ich für meinen Geist viel mehr mit! Bei einer Hausarbeit setze ich mich mit einem Thema auseinander, das Recherchieren, Verstehen, Erklären und Vergleichen in Beziehung setzten, was mir große Freude bereitet und mich fasziniert.

Aber das Auswendiglernen von der Ständegesellschaft, zur Reformation, zum Augsburger und Wesfälischen Frieden über Kolumbus und Cook? Es ist die Frühe Neuzeit – o.k. Mir erscheint es beim Lernen wie ein Kessel buntes.

Es ist schon etwas länger her, dass ich Sinnbilder von Luther und Cranach zeichnete. Im Zusammenhang mit Cranach habe ich mich auch mit Luther beschäftigt. Aber doch nicht so intensiv, um zu wissen, wie die verschiedenen Abendmal Sichten der drei großen Konfessionen sind:

Katholisch: Transsubstantiationslehre
-> buchstäbliches Verständnis / Verwandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi

Luther: Konsubstantiation
-> Christus bei Eucharistie real präsent, jedoch ohne tatsächliche Verwandlung

Reformierte Kirchen (Zwingli/ Calvin):
-> Glaube an geistige Präsenz Christi im Abendmahl, Erinnerungsmahl

Ach ja! Eine Frage an euch: Gehört das Wissen um das Abendmal zur Allgemeinbildung?

2 Mein Sinnbild von Luther 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun
2 Mein Sinnbild von Luther 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

1 Mein Sinnbild von Cranach 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun
1 Mein Sinnbild von Cranach 2010 (c) Zeichnung von Susanne Haun

7 Kommentare zu „Frühe Neuzeit – Luther und Cranach – Klausurvorbereitungen

  1. Gute Frage. Das Abendmahl gehört wohl zu den wesentlichen Pfeilern des Christentums. Insofern dürfte es in vorwiegend christlich geprägten Kulturkreisen schon zur Allgemeinbildung gehören, wenigstens um die Existenz des Abendmahls zu wissen. Was die Feinheiten der konfessionellen Unterschiede betrifft, denke ich, dies geht über die Allgemeinbildung hinaus. Was meinst Du dazu?
    Zum Klausurenschreiben gebe ich Dir recht. Ich habe nichts dagegen, sich mit Inhalten zu beschäftigen und diese zu verinnerlichen, und dies dürfte miteinschließen, dass man frei – also auswendig – über sie verfügen kann. Aber das gezielte Lernen für eine Klausur führt nach meinen Erfahrungen nur dazu, dass ich von dem Gelernten nach der Klausur wieder relativ viel vergesse. Zudem werden die Inhalte mit einer eher belastenden Erfahrung (die eine Klausur nunmal darstellt) verknüpft und das ist bestimmt nicht der Sinn des Lernens.
    Beste Grüße
    Eva

    1. Liebe Eva, ja, ich denke, das Abendmahl gehört wie Ramadan zu den Dingen, von denen jeder wissen sollte. Aber die Feinheiten denke ich sind dann nicht mehr Teil der Allgemeinbildung.
      Das stimmt! Die Klausurinhalte werden zu einer belastenden Erfahrung! Ich schreibe die Antworten zu meinen Kommentaren im Blog mit meinen Karteikarten neben mir. Manches mag einfach nicht in meinem Kopf bleiben, obwohl ich versuche, die Inhalte mit Bildern zu verknüpfen und obwohl ich gerade von hinten nach vorne lerne.
      Ich bin froh, wenn ich den Dienstag hinter mir habe.
      Viele Grüße sendet dir Susanne

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