Susanne Haun

Namibia – Anfahrt auf die Wüste – Sossusvlei – Bericht und Zeichnungen von Susanne Haun

Posted in Namibia, Reiseberichte, Südliches Afrika, Zeichnung by Susanne Haun on 28. März 2018

Die Wüste hat mich tief beeindruckt und ich habe eine Sehnsucht nach ihr entwickelt.

Auch in der Wüste wird der Muell getrennt - Camp Site Sossusvlei (c) Foto von Susanne Haun

Auch in der Wüste wird der Muell getrennt – Camp Site Sossusvlei (c) Foto von Susanne Haun

Die Ankunft auf dem Campingplatz war schon dramatisch, denn es ging ein strammer Wind über die Wüste und die roten Sandpartikel wurden durch die Luft geweht. Habt ihr schon einmal bei solchem Wetter ein Zelt aufgebaut? Es gestaltet sich schwierig. Die Stangen unseres Iglu-Zelts wurden immer wieder plattgelegt, selbst als wir den Zeltstoff schon darüber gespannt hatten. Auch war das Zelt trotz der Heringe nicht davon abzubringen, zu wandern. Wir hatten alle unsere Schwierigkeiten und Tatenda gab uns schnell den Tip, Steine zu suchen, die wir Innen ins Zelt legen könnten. Amy, unsere kanadische Mitreisende, brachte uns mit den Worten „I have a present for you….“ einen großen schweren Stein. Unsere Gemeinschaft war am Wachsen und gegenseitige Hilfe wurde zur Selbstverständlichkeit. Amy schreibt auch hier auf WordPress, leider hat sie über unsere Reise noch nicht gebloggt. Ich glaube, sie ist auch noch in Afrika unterwegs und ihre Reise durch den Kontinent begann schon im November 2017, so dass es schon Berichte gibt.

Zum Glück lies der Sturm schnell nach und der Campingplatz lag wieder ruhig, fast unschuldig vor uns. Sehr beeindruckend fand ich, dass im Nirgendwo auf dem Campingplatz der Müll in Plastik, Papier und Rest getrennt wird.

Der Sand zeigt übrigens die Windrichtung an. Ich fand, er hatte etwas von Ostseesand, sieht man einmal von der Farbe ab und dass das Wasser fehlt. 😉

Es ist verboten, mit Motorräder oder Squads in die Wüste zu fahren. Das führte zu einigen Zorn von einer Gruppe von Motorradfahrern, die extra mit ihren Bikes angekommen waren. Ich finde dieses Verbot sehr gut, denn so werden noch viele Generationen die Wüste als einen Ort der Einsamkeit erleben.

Wie ich euch schon berichtete (siehe hier), war immer zu wenig Zeit zum Schreiben und zum Skizzieren, weswegen ich kleine Sprachmemos aufnahm. Eines davon möchte ich euch nicht in abgetippter Form sondern auch als Tonaufnahme präsentiren. Es ist vom 16. Februar und handelt vom Zeltaufbauen. Ich habe mich über mich selber amüsiert. Die Aufnahme könnte auch aus einer Sendung mit der Maus stammen.

Auf dem Weg zu Wüste zeigte Lorrine uns eines der größten Vogelnester der Welt, die von Siedelwebern bewohnt werden. Wespen (Bienen?) nutzen die Konstrukte für ihre eigenen Neste. Auch flog am Truckfenster die älteste Kirche Namibias an uns vorbei. Ich bin froh, dass es mir gelungen ist, sie auf einem Foto festzuhalten. Ein einzelner Oryx wurde von unserer Gruppe mit einer Flut von Fotoapparaten und Handys begrüsst. Später sollten uns Oryx nicht mehr so beeindrucken wie der Erstgesehene.

Mehr von unserer Afrikareise könnt ihr in der Kategorie Reiseberichte -> Südliches Afrika lesen (siehe hier). Die jüngsten Berichte sind immer zuerst, das heisst erst nach dem Scrollen könnt ihr die älteren Berichte lesen. Gibt es mehr Berichte als eine Seite fasst, dann geht es mit dem Button Older Posts » weiter 🙂
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Beate Gernhuber (siehe hier) von SafariScout.com stand uns bei der Buchung unserer Abenteuer Reise ins südliche Afrika mit Rat und Tat beiseite. Gerne empfehle ich sie an alle, die ähnliche Reisen planen, weiter. Sie hat sehr gute Kontakte zu Nomad und ist auch schon selber als Übersetzerin die Tour mitgefahren.

Ich werde zu jedem Beitrag die original Tourbeschreibung als Fußnote festhalten.

Heute ist zu beachten, dass wir am 3. Tag noch morgens am Orange River waren, die Skizzen und Fotos vom Morgen habe ich schon in meinem letzten Beitrag, Cederberg und Orange River gezeigt und beschrieben (siehe hier).

Day 04:

Every overland journey has some long travelling days and today is one of those as we venture deeper into the Namib Desert. Our destination is the dune fields that cover the western reaches of the desert. Long dusty roads and sparsely populated farmlands offer us an insight into the vastness of rural Namibia. From the grasslands in the east to the red dunes of the west the slowly changing landscapes represents the many faces of this desert country. Tonight we camp on the doorstep of the dune fields and fall asleep to the unique calls of the elusive Barking Gecko.

8 Antworten

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  1. kopfundgestalt said, on 28. März 2018 at 18:34

    Der Oryx ist fein!

  2. gkazakou said, on 28. März 2018 at 18:37

    ich bin immer wieder beeindruckt von deinen schnellen Tierskizzen, die das Wesentliche festhalten. Und natürlich bin ich auch von dem überdimensionalen Nest beeindruckt. Und von dem Oryx. Und überhaupt. 🙂

    • Susanne Haun said, on 29. März 2018 at 14:35

      Das Nest fand ich auch beeindruckend, Gerda. Es ist kein Einzelfall, es gibt viele Nester dieser Art. Du kannst dir sicher vorstellen, dass ich zum Teil wirklich überfordert war, was ich zuerst schauen und zeichnen will. LG Susanne

  3. Ulli said, on 29. März 2018 at 11:03

    Liebe Susanne, stimmt, das war ein Lehrbeitrag wie man ein Zelt bei Wüstensturm aufbaut, das kann nun jeder verstehen 🙂 , schön dich wieder einmal zu hören!
    Klasse, dass Motorradfahren nicht erlaubt ist, hoffentlich bleibt das noch lange so, dieses Motorengeheule finde ich auch während der wärmeren Jahreszeiten hier oft nervig!
    Beeindruckend ist das Siedelwebernest, da haben ja gleich mehrere Familien Platz, denn sooo groß erscheint der Vogel ja nicht! Auch der Oryx ist beeindruckend, besonders deine Skizzen!
    herzliche Grüße, Ulli

    • Susanne Haun said, on 29. März 2018 at 19:01

      Liebe Ulli,
      Es geht nicht nur um den Lärm sondern auch darum, dass durch das ständige fahren die Dünen kaputt gemacht werden würden. Der Lärm ist aber auch sehr nervig.
      Gerade habe ich die Fotos bearbeitet, die ich morgen hochladen möchte. Ich habe mich entschieden, den Wüstentag in drei Blogbeiträge zu unterteilen, dann muss ich mich nicht zwischen den Fotos entscheiden. Es ist von meinem Empfinden der Eindrucksvollste Tag der ganzen Reise gewesen.
      Liebe Grüße und ein schönes Osterfest sendet dir Susanne


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