Susanne Haun

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Mark Twain und Harald Lesch

Posted in Zeichnung, Zitat am Sonntag by Susanne Haun on 12. August 2018

 

Tatsachen muss man kennen, bevor man sie verdrehen kann.

Mark Twain

 

Das Jahr Null 30.11.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Das Jahr Null 30.11.2015 (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Heute möchte ich neben meinem geschriebenen Zitat am Sonntag noch auf die gesprochenen Inhalte von Harald Lesch im Podcast Forschergeist.de , Horizonte für Bildung und Forschung aufmerksam machen. Ich höre die Podcasts von dieser Plattform sehr gerne.

 

Harald Lesch bei Forschergeist

 

Sehr interesant fand ich den kurzen Beitrag Fake News in der Wissenschaft von Lesch zum Publikations-Skandal wisschenschaftlicher Bücher in Verlagen, die den Inhalt der eingereichten Werke nicht prüfen, dieser nur 8 Minuten lange Beitrag in der ZDF Mediathek ist empfehlenswert:

https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x/lesch-und-co-fake-wissenschaft-102.html

 

_______________________

Mark Twain: http://zitate.net/bildung-zitate?p=6, 9.8.2018, 8:30 Uhr

Harald Lesch: https://forschergeist.de/podcast/fg055-die-kunst-des-wissens/

7 Antworten

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  1. gkazakou said, on 12. August 2018 at 14:09

    Wie wahr! Sehr eindrückliche Illustration, Susanne. Und passend auch für viele zeitgenössischer Künstler, die das Studium der „Tatsachen“ meinen überspringen zu können. Den link hör ich mir gleich noch an.

  2. Claudia said, on 12. August 2018 at 15:40

    Liebe Susanne,
    das ist also dein Lieblingspodcast. Danke für den Tipp. Wieder eine neue Stöber- und Inspirationsquelle.
    Noch einen schönen Sonntag, Claudia

  3. gkazakou said, on 12. August 2018 at 19:50

    Ich hab jetzt das Interview über Kunst des Wissens und den Vortrag über fake Veröffentlichungen angehört, fand etliches Interessantes, aber so manches forderte auch meinen Widerspruch heraus. ZB bei „fake“, dass die traditionellen Zeitschriften „die Wahrheit und nichts als die Wahrheit“ im Sinne hätten, obgleich es doch bei Ablehnungen oft genug um die Absicherung der eigenen Wissenschaftsdomäne geht und neue Ansätze, wütend weggebissen werden. Das verschweigt er.
    Im Interview über die Kunst des Wissens sagt Herr Lesch einerseits, dass es ein Fehler sei zu behaupten, alles im Weltall und in der Natur sei berechenbar – da man inzwischen wisse, wie sprunghaft sich Entwicklungen vollziehen – , andererseits aber tut er so, als ob man eben doch völlige Klarheit über Zusammenhänge hätte. Er kritisiert das Geo-Ingeneering als dummes gefährliches Zeug (und da stimme ich ihm zu), er führt auch ein Beispiel an, wie die Verschmelzung von Schwarzen Löchern das Wellenmuster des Weltalls verändert, erwähnt auch den berühmten chinesischen Reissack – aber er behauptet dann zweifelsfrei zu wissen, dass der Schneesturm in den USA Folge des industriellen CO2-Ausstoßes sei (vielleicht hat er da ja recht, vielleicht aber auch nicht) und wie sich eine Persönlichkeit entwickelt (pure Spekulation). Hier setzt plötzlich der Zweifel aus, ob man solche Zusammenhänge denn wirklich sicher bestimmen könne.
    Ich will ihm in seinem Wissensbereich keineswegs am Zeuge flicken, da ich nicht das geringste Fachwissen habe. Ich wäre zB sehr interessiert an einem zusammenhängenden Vortrag über die „Humanisierung der Astronomie“, indem man schaut, woher (nach den gegenwärtigen wissenschaftlichen Erkenntnissen) das Leben auf der Erde stammt. Aber diese Art, wegen des Renomees einer Spezialwissenschaft sich für alle und jede andere Wissenschaft für kompetent zu erklären, kann ich nicht leiden. Sie führt gerade zu dem, was er beklagt: dass sich Menschen von der Wissenschaft ab- und Pseudo-Erklärungen zuwenden.

    • Susanne Haun said, on 13. August 2018 at 11:39

      Da hst du recht, Gerda, da widerspricht er sich selber.
      Natürlich sehe ich ihn als „Populärwissenschaftler“ aber er bringt mir oft unterhaltsam Dinge näher, über die ich vorher nicht nachgedacht habe und mit denen ich mich nicht unbedingt intensiv beschäftigen möchte, die aber interessant sind. Da eigne ich mit solides Halbwissen an 😉
      Die Fake News der Wissenschaft beschäftigen mich schon mehr. Wir haben bei unserer Einführung an der Uni in der Zitierung von Literatur gleich mitbekommen, dass nicht jedes Buch zitiert werden darf. So auch nicht der Taschen und auch nicht der Grins Verlag. Beim Grins Verlag verstehe ich das. Jeder könnte dort theoretisch eine Hausarbeit hochladen, auf die es ein Mangelhaft gab. Beim Taschenverlag habe ich nicht wirklich verstanden, warum wir daraus nicht zitieren dürfen. Zu populistisch, hieß es.
      Das Wegbeisen sehe ich als schlechte Eigenschaft des Menschen an sich an, dass sich durch alle Berufe zieht. Und wenn es nicht mehr auf Inhalt ankommt sondern nur noch darauf, dass ich 5.000 Euro zum Puplizieren in der Hand habe, dann finde ich es nicht gelungen. Ich kenne doch schon die / den einen oder anderen, der / die soviel Geld in die Hand genommen haben, um ihre Doktorarbeit zu publizieren.
      Es gibt bei allem ein Für und Wieder. Ich fände es gelungen, wenn jede Uni ihren eigenen Verlag hätte, um die Doktorarbeiten ihrer Doktoranden abzudrucken. Diese suche nach einem Verlag für das Pflichtmäßige Publizieren finde ich sehr hinderlich. Wie war das bei Panos und dir? Und bei deinem Sohn? War es schwierig, einen Verlag zu finden?
      Liebe Grüße von Susanne

      • gkazakou said, on 13. August 2018 at 14:14

        Doktorarbeiten wurden (und ich dachte: werden immer noch) von der Uni-Druckerei in der verlangten Anzahl gedruckt, die Pflichexempkare auch gleich bundesweit an die Uni-Bibliotheken verteilt. . Dafür bezahlte man. Dass Doktor-Arbeiten in normalen Verlagen gedruckt wurden, war die Ausnahme. Ich hatte die Bestnote, deshalb wäre meine Arbeit (700 Seiten!) finanziert worden (Druckkostenübernahme). Doch vermittelte mich mein Doktorvater an seinen Verlag(Juventa), der allerdings nur eine gekürzte Fassung drucken konnte. Die musste ich dann extra anfertigen. Die Pflichtexemplare wurden in voller Länge erstellt.
        Panos ließ die Pflichtexemplare drucken, sehr teuer war es sicher nicht, denn wir hatten kaum Geld. Wassilios hat bei dem renommierten Schweizer Wissenschaftsverlag Springer veröffentlicht – ob das jetzt seine Doktorarbeit war, weiß ich nicht mehr.

        • Susanne Haun said, on 15. August 2018 at 17:25

          Nein, Gerda,
          heute musst du dich selber darum kümmern, dass deine Doktorarbeit publiziert wird. Jedenfalls war es bei allen so, die ich miterlebt habe. Ich denke, es kommt sicher auf die Gedanken deiner Arbeit und deine Kontakte an, inwieweit du finzanzielle Unterstützung erhälst.
          Leider.
          Liebe Grüße von Susanne


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