Susanne Haun

Orgelkonzert in St. Joseph Berlin – Wedding – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 23. August 2019

 

St. Joseph Müllerstrasse, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

St. Joseph Müllerstrasse, Zeichnung von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

In der Müllerstraße liegt umschlossen von Miethäusern die römisch-katholische Pfarrkirche St. Joseph. Die Kirche ist aus dem Weddinger Stadtbild nicht wegzudenken und trotzdem nehme ich persönlich sie weniger war als die alte Schinkelkirche auf dem Leopoldplatz.

Als wir letzten Samstag vorbeikamen, war die Kirche offen und ein Schild wies darauf hin, dass um 12 Uhr ein kostenloses 30 minütiges  Orgelkonzert stattfindet. Da es tatsächlich 1 Minute vor 12 war, gingen wir hinein, bewunderten das ansprechende Innere der Kirche. Für mich mutete es im Jugendstil an, aber in Wikipedia habe ich erfahren, dass das Innere von der Beuroner Kunstschule gestaltet wurde. Anreger und Wortführer waren der Architekt, Maler und Bildhauer Pater Desiderius Lenz (geb. Peter Lenz; * 1832 in Haigerloch; † 1928 in Beuron). Lenz fällt als Romantiker, der mit  Peter von Cornelius Hilfe ein preußisches Staatsstipendium zu einem Italienaufenthalt erhielt, in die Zeit, die ich für meine Promotion erforsche. 1866 erstellte er erste Entwürfe für einen Idealkirchenplan, an seiner Malerei erkennt Entwurf  man den Einfluss von ägyptischer, altchristlicher und byzantinischer Kunst.

Die Orgelkonzerte finden übrigens Samstags um 12 Uhr für 30 Minuten statt. Es lohnt sich, verbunden mit dem Orgelspiel ein Blick in die Kirche zu werfen. Der Eintritt ist frei, eine Spende ist erbeten.

 

 

11 Antworten

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  1. rabirius said, on 23. August 2019 at 19:21

    Sehr schön.

  2. Antonia said, on 23. August 2019 at 21:51

    Wonderful!

  3. […] über Orgelkonzert in St. Joseph Berlin – Wedding – Zeichnung von Susanne Haun — Susanne Haun […]

  4. eimaeckel said, on 25. August 2019 at 18:32

    Hallelujah und danke für den Tipp. Die katholischen Kirchen, die im 19 Jahrhundert in Berlin entstanden sind alles Straßenkirchen, die nicht so auffallen. Das hängt mit den Hohenzollern zusammen, die den evangelischen Kirchen die hervorragenden Plätze gaben.Genutzt hat es beiden nicht. Wie ich sehe, sind auch die katholischen Kirchen leer.

    • Susanne Haun said, on 26. August 2019 at 07:09

      Das wusste ich nicht, Rolf. Aber jetzt wo du es schreibst, springt einen diese Erkenntnis förmlich an.

  5. Black Hawk said, on 29. August 2019 at 12:44

    Die Orgel ist schon die Königin unter den Instrumenten. Neben moderner Musik höre ich auch viel Klassik und die Orgel stellt meine gute Stereoanlage immer wieder auf eine harte Probe. Wenn die Gläser im Schrank vibrieren, ist der Test bestanden ^^

    Das Kreuz an sich stellt ein Folterwerkzeug dar, aber das Kreuz im Zusammenhang mit Jesus Christus ist ein Symbol für Liebe. Ich bin nicht sehr gläubig, aber ich weiß, dass Jesus damals die Menschen vom Leid befreit hat, indem er das größte Leid erlitt. So wirken unsere kleinen Wehwehchen eher klein und nichtig.

    Jesus war ein großer Mensch und er wollte Israel von den Römern befreien. Und er hat es geschafft: Heute sind die Christen in Rom. Ist das nicht ein riesen Erfolg? Ich verehre diesen Menschen, der ja selbst eigentlich Jude war und das Christentum erst durch sein Sein begründete. Über die Kirche reden wir lieber nicht: Das hat Jesus nicht gewollt ..

    LG Sven 😉

    • Susanne Haun said, on 30. August 2019 at 10:39

      Ja, es hört sich nach Erfolg an. Ich bin mir nur nicht sicher, Sven, was ich von der Vatikan Stadt und allem drumherum halten soll.
      Orgeln mag ich jedoch sehr. Ich habe im Konzerthaus in Berlin einen englischen Orgelspieler gehört, Thomas Trotter, das war genial. Er hat seine Orgel extra aus England mitgebracht. Hier sind die Zeichnungen dazu: https://susannehaun.com/2018/01/17/englische-choraele-im-konzerthaus-zeichnungen-von-susanne-haun/
      LG Susanne 😉

      • Black Hawk said, on 30. August 2019 at 11:39

        Der Glaube ist das eine und die Kirche das andere. Ich hab Kirchenkritiker gelesen und weiß um die Kriminalgeschichte des Vatikan: „Otto von Corvin“ und “ und „Karlheinz Deschner“.

        Doch über Glaube und Kunst lässt sich nicht streiten, weil jeder seine Einstellung hat und diese kaum aufgibt.

        Auch der Kitsch etwa hat seine Berechtigung. Kitsch kann sogar eine gewisse Art der Kunst sein. Ich mag etwa Karl May. Obwohl er trivial schrieb, war er immer von menschlichen Werten geprägt und hat am Beispiel von „Kara Ben Nemsi“ oder „Winnetou“ gezeigt, dass ein Miteinander zwischen den verschiedenen Völkern und Glaubensrichtugen möglich ist, wenn man gegenseitig auf sich eingeht .. und meiner Meinung hat er mehr für die Völkerverständigung getan als heute jeder Politiker ..

        Die Sonne scheint nochmal sehr heiss. Bin froh, wenn es wieder abkühlt, weil ich unter dem Dachboden wohne und die Ventilatoren nur bedingt helfen ..

        Dir alles Liebe 🙂

        • Susanne Haun said, on 1. September 2019 at 10:20

          Oh, unter dem Dachboden leidest du sicher sehr unter der Hitze. Aber Morgen soll es ja zum Glück kälter werden.
          Ich bin nicht so unbedingt ein Fan von Karl May. Man muss ihn auf jeden Fall in seiner Zeit sehen.
          Ich will jetzt ein wenig an die Frische Luft, ehe es noch wärmer wird.
          🙂 Mach’s gut, Susanne


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