Susanne Haun

Alabasterwerkstatt in Volterra – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Portraitmalerei, Skulptur, Toskana, Zeichnung by Susanne Haun on 29. Mai 2010

Nun habe ich alle Tage unserer Toskanareise grob geschildert. Die kleinen Geschichten, die sich noch ereigneten, beginne ich jetzt zu berichten.

Volterra gilt als Zentrum für die Alabasterkunst.
Alabaster – was für ein schönes Wort und welche Enttäuschung, wenn der Leser im Wiki liest, dass Alabaster eine sehr häufig vorkommende Varietät des Minerals Gips ist.

Bei einen unserer zahlreichen Besuchen in Volterra parkte Manfred den Bus in der Nähe des römischen Theaters und wir kamen beim Bummeln zum Marktplatz an einer Alabaster Werkstatt vorbei. Es genügte nur ein Blick zwischen Conny und mir und schon „krochen“ wir in die Werkstatt, um alles zu betrachten. Staubig war es da; die Werkstatt befand sich in einer Souterain Wohnung und wir konnten vom Eingang aus alles gut überblicken. Sofort dachte ich an den Film „Camille Claudel„, ob wohl diese Werkstatt für ihr Atelier Pate gestanden hatte?

In alten Holzregalen lagerten Köpfe und Skulpturen, zwei Venusskulpturen standen achtlos in den Ecken – das Tageslicht kam nur spärlich in den Raum und steigerte die Atmosphäre.

Zitronenfrau II - Zeichnung von Susanne Haun - 26 x 36 cm - Tusche auf Bütten

Zitronenfrau II - Zeichnung von Susanne Haun - 26 x 36 cm - Tusche auf Bütten

Wir mußten uns beeilen – die anderen hatten nichts von unserer Entdeckung bemerkt und als wir aus der Werkstatt traten sahen wir schon Andreas an der nächsten Ecke nach uns suchen. Zum Abschied schaute uns die Kopie des Kopf der Pieta aus dem Fenster hinterher. Durch die Spiegelung der Wolken ist dieses Foto von Conny mit eines meiner Lieblingsfotos aus der Werkstatt.

Genau dieses Erlebniss inpsirierte mich heute zu meiner Zeichnung, der Alabasterkopf einer jungen Frau, die schüchtern zu Boden schaut mit einer Zitronenpflanze im Hintergrund. Erst als ich fertig war fiel mir ein Acrylbild „Die Zitronenfrau“ von mir ein , ich malte es vor ca. 10 Jahren und es ist schon einige Jahre verkauft.
Ist es möglich, dass ein Thema so lange unterbewußt in meinem Kopf bleibt?

Die Zitronenfrau - Gemälde von Susanne Haun - 1999 - Acryl auf Leinwand - 100 x 70 cm

Die Zitronenfrau - Gemälde von Susanne Haun - 1999 - Acryl auf Leinwand - 100 x 70 cm

Hier seht ihr die bisherigen Beiträge der Toskanareise.

2 Responses

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  1. conny niehoff said, on 31. Mai 2010 at 06:27

    ja der raum hatte etwas mystisches und am liebsten hätte hauni glaub sofort angefangen zu zeichnen. und obwohl die figuren und köpfe alle leblos und hart wie stein hatten sie etwas sehr lebendiges und wissendes….melancholisches an sich.

  2. susannehaun said, on 31. Mai 2010 at 06:47

    Ja, Conny, das fand ich auch. Für mich haben solche Statuen und Köpfe schon immer eine große Faszination ausgeübt! Und natürlich hätte ich mich am liebsten sofort dort in den Dreck gesetzt und gezeichnet…


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