Unordnung in der Ordnung der Zeichnung von Susanne Haun

Baselitz‘ Arbeiten gefallen mir ausgesprochen gut und ich bin ein Baselitz Fan.

„Ich ordne eigentlich alles, was ich tue nach dem Prinzep der Disharmonie, nach der Unausgewogenheit, nach dem der Zerstörung.“

Baselitz ist ein Provokateur und in den 1960er Jahren veröffentlichte er mit seinem Kollegen Eugen Schönbeck eine Proklamation gegen das „Glatte und Schöne“, die sich gegen die damals vorherrschende abstrakte Kunststile richtete.

Heute wiederum sage ich umgekehrt, Kunst darf auch schön sein!

Blume - Zeichnung von Susanne Haun - 15 x 20 cm - Tusche auf Silberburg Bütten
Blume - Zeichnung von Susanne Haun - 15 x 20 cm - Tusche auf Silberburg Bütten

In der heutigen Zeit sind die Menschen schwer zu provozieren. Berichte und Bilder von Gewalt werden durch das Fernsehen verbreitet; am Computer spielen selbst die Jüngsten Kriegsspiele und erschießen von Worms bis zu galaktischen Kämpfern alles, was Ihnen vor den Bildschirm kommt. Der Mensch wird in der Werbung mit einer Flut von Bildern überschüttet.

Gilt es nun für den heutigen Künstler sich immer neue Provokationen auszudenken, immer verrücktere provokantere Bilder, Installationen und Skulpturen zu schaffen, die lange Erklärungen benötigen und sich nicht selbst erschließen? Gibt es keine Schönheit mehr in der Kunst? Zur Zeit werden in Deutschland die Bilder Matisse gezeigt. Matisse, der sich von seinen Kollegen und Kolleginnen sagen lassen musste, er wäre zu wenig politisch zu dekorativ, schuf Blumen und Frauenbildnisse, die schön anzusehen sind.

Gibt es in unserer Zeit noch schöne Bilder? Bilder auf denen das Auge verweilen und erfreuen kann?

Ich habe mir unter anderem zum Ziel gesetzt, Bilder zu schaffen, die von der Schönheit der Natur berichten. Bilder, auf denen Blumen zu sehen sind. Ich male moderne Frauen, die sich ihres Körpers bewusst sind, natürlich, ohne zu posiere. Die Blumen scheinen anmutig auf verschlungenen Wegen aus den Vasen auf den Betrachter zuzuwachsen. Der Betrachter soll sich beim Betrachten der Bilder erholen, seine Gedanken gleiten lassen und Kraft schöpfen aus den Kompositionen und Farbenspielen sich der heutigen Welt zu stellen.

Blume - Zeichnung von Susanne Haun - 15 x 20 cm - Tusche und Aquarell auf Silberburg Bütten
Blume - Zeichnung von Susanne Haun - 15 x 20 cm - Tusche und Aquarell auf Silberburg Bütten

2 comments

  1. hallo susanne,
    ja, kunst darf auch schön sein. sie darf alles sein. und die römer wußten schon, das sich über geschmack nicht streiten läßt. selbst die abartigste kunst hat noch ihre fans. jedem das seine. ich bin z.b. ein fan deiner arbeiten. sie strahlen schönheit aus und überhöhen durch das künslerische noch die natur. sie werden zu einer ganz neuen, eigenen natur. das gefällt mir. ähnlich den bildern von horst jansen.
    viele grüße
    hendrik

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