„…der Höchste … sandte Uriel zu Noah: Sage ihm in meinem Namen: Verbirg dich! und offenbare ihm das bevorstehende Ende.“ Das Buch Henoch
Nach diesem Satz zeichnete ich meinen Uriel. Erst nach meiner Zeichnung nahm ich Heinrich Krauss „Kleines Lexikon der Engel“ hervor und las dort, das Uriel in der Kunst festgelegte Attribute besitzt: Schwert, Flamme, Laterne oder eine Weihrauchschale.
Was ich sehr interessant finde ist, dass Uriel in der Bibel gar nicht genannt wird, weswegen im Jahre 745 seine Nennung von der römischen Kirche verboten wird. Vorher stand er in hohen Ansehen bei den Kirchenvätern und seine Figur krönt die Spitze der Campanile am Markusplatz.
Da mein Kollege Andreas Mattern am Samstag auf Malreise nach Venedig aufbricht, werde ich ihn bitten mir schöne Fotos von Uriel mitzubringen.
Auf Roswitha Geislers Blog könnt ihr weiter über Illusion und Wirklichkeit in der Kunst diskutieren.
