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Was bei der Ausstellungsplanung alles zu beachten ist (3) – Der Titel – Susanne Haun

Der Titel ist mit der Zeichnung der Einladungskarte das Aushängeschild für die Ausstellung.

Ich nehme mir grundsätzlich viel Zeit für den Titel und schreibe Zettel. Ich denke, der Titel sollte knapp auf meine Zeichungen und den Ausstellungsort referieren.

Wittgenstein schreib in seinen philosophischen Untersuchungen §17 in Schriften 1
„Eine Sprache vorstellen heißt, sich eine Lebensform vorstellen.“²

Dieses Zitat ist auf einen der Notizzettel, die ich zum Titel erstellt habe, zu lesen.

Titel – Überlegungen (c) Susanne Haun

 

In der Kirche gibt es viele Zeichen, die wir automatisch deuten. Den meisten von uns ist die christliche Ikonografie bekannt. Wir erkennen Abbildungen von Jesus und wir erkennen, ein Gebäude, wenn wir es sehen, als Kirche. Die Roddahner Kirche offenbart sich erst im Inneren als solche. Ich setze meine Zeichen – Zeichnungen – dazwischen, mitten in den Raum und korrespondiere so mit der schon im Raum befindlichen Ikonografie.

Titel – Überlegungen (c) Susanne Haun

 

Am Ende meiner Überlegungen lege ich den Titel der Ausstellung fest:

Sprachspiel –> ZEICHnung

Sobald ich mich mit dem Veranstalter, dem Arbeitskreis Offene Kirche Roddahn e.V. auf das Datum der Ausstellungseröffnung geeinigt habe, kann ich die Einladungskarte entwerfen.

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²Wittgenstein, Ludwig: Philosophische Untersuchungen §17, in Schriften 1, Frankfurt 1969, S. 296

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