Susanne Haun

Die Verschollene Generation – Bericht vom KunstSalon am Dienstag – Gast Birgit Böllinger und Regine Sondermann bei Susanne Haun

Posted in Kunstgeschichte, Literatur, Salon by Susanne Haun on 29. März 2017

 

Gestern waren wir beim 13. KunstSalon am Dienstag in großer Runde.

 

Kunstsalon am Dienstag zum Thema verschollene Generation (c) Foto von Susanne Haun

Kunstsalon am Dienstag zum Thema verschollene Generation (c) Foto von Susanne Haun

 

Um Struktur in den Ablauf des Salons zu bekommen, habe ich dieses Mal mit Birgit ein Programm ausgearbeitet, das ich gerne hier im Blog festhalten möchte:

KunstSalon am Dienstag, 28.3.2017, Thema „Verschollene Generation“

Birgit Böllinger              https://saetzeundschaetze.com/
Regine Sondermann     https://www.reginesondermann.de/
Susanne Haun                http://www.susannehaun.com

Susanne
Grußwort
Vorstellung Birgit und Regine
Vorstellung Susanne

Birgit
Verschollene (vergessene) Generation
Literatin Lili Grün
Mädchenhimmel / Alles ist Jazz – Lebensgefühl der Frauen in der Weimarer Republik
UPDATE 2.4.2017: Hier könnt ihr einen ausführlichen Beitrag von Birgit zu Lili Grün auf ihrem Blog Sätze&Schätze lesen.
Jüdische Journalistin Mala Laaser, die im Kreis von Jacob Picard und
Gertraud Kolmar verkehrte
Gründe für das Vergessen:
Jüdischer Herkunft, psychisch erkrankt, Kommunist, Homosexuell oder als entartete Kunst gebrandmarkt

Susanne
Innere Emigration Friedrich Allers-Hestermann -> Bezug zu Nolde
Verhinderte Karriere Willi Ulfig –> Bezug zum Expressionismus

Birgit
Malerin Elfriede Lohse-Wächtler
Genialität und Wahnsinn
Dada

Regine
Über das Buch
Kunst ohne Kompromiss – Die Malerin Elfriede Lohse-Wächtler
Kleine Lesung

Susanne
Schlusswort
Dante und der Expressionismus

 

Ich habe mich sehr gefreut, dass aus dem Vortrag eine lebhafte Diskussion erwuchs, in der kritisch über unterbrochene und verhinderte Künstlerkarrieren durch den Nationalsozialismus gesprochen wurde.  In der Runde wurde auch überlegt, welche Gründe Familien wie zum Beispiel die von Elfriede Lohse-Wächtler hatten, ihre kranken Angehörigen psychatriche Anstalten anzuvertrauen und ob sie nicht vorhersehen konnten, dass sie dort ermordet werden.

 

 

 

Termine 2017  für den Salon am Dienstag bei Susanne Haun

15. August 2017, 18 Uhr

Gast: Peter Mück

Initiator von crossart (http://crossart.ning.com/), das lebendige Ausstellungsportal für Künstler und Kunstraumbetreiber

Peter wird von seiner Arbeit über das Ausstellungsportal berichten und welche Vermittlungsarbeit das Portal crossart für KünstlerInnen, Ausstellungsflächen und Galerien bietet.

10. Oktober 2017, 18 Uhr

Gast: Nina Alice Schuchardt

Besitzerin des Eichhörnchenverlags (http://www.eichhoernchenverlag.de)

Der Eichhörnchenverlag ist ein Buchverlag, der sich auf von Künstlern gestaltete Bilderbücher für Babys und Kleinkinder spezialisiert hat. Nina wird von ihrem Verlagskonzept und ihre Arbeit mit KünstlerInnen und Kindern berichten.

November (genauer Termin wird noch bekannt gegeben)

Gäste: Roswitha Mecke und Martin Häusler

Roswitha Mecke ist Fotografin (https://photolaboratorium.wordpress.com/) und Martin Historiker (https://rumgekritzelt.wordpress.com/). Sie werden sich mit uns über die Mythen der Arktis auseinandersetzen.

 

22 Antworten

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  1. SätzeundSchätze said, on 29. März 2017 at 17:18

    Hat dies auf Sätze & Schätze rebloggt und kommentierte:
    Ein sehr schöner Abend mit anregenden Gesprächen. Mir hat er Lust gemacht, mehr über die „Verschollene Generation“ in der Kunst zu lesen. Passend zum Thema sah ich mir die Ausstellung „Surreale Sachlichkeit“ in der Sammlung Scharf-Gerstenberg heute an. Ein Tipp für die Berliner!

    • Susanne Haun said, on 30. März 2017 at 06:46

      Liebe Birgit,
      danke für den schönen Abend und dein Engagement für den Salon der verschollenen Generation. Durch die Sammlung Scharf-Gerstenberg stromer ich auch gerne, es ist ja auch nicht weit von meiner Atelierwohnung entfernt.
      Eine gute Heimfahrt wünscht dir Susanne

  2. Eichhoernchenverlag said, on 29. März 2017 at 17:53

    Vielen Dank für einen schönen und anregenden Abend – besonders an die drei Vortragenden. Ich habe viel neu erwachte Lust auf alte Bekannte (Brecht, Fallada, Kästner) und und ein großes Paket Vorfreude auf unsere Verabredung im Oktober mitgenommen!

    • gkazakou said, on 29. März 2017 at 20:49

      Liebe Nina, bist du auf den Fotos, und wenn ja, wo? ich möchte mir gern ein Bild machen …..

      • Eichhoernchenverlag said, on 29. März 2017 at 21:43

        Ich bin drauf, aber nur ganz versteckt. Hier kannst du dir ein besseres Bild machen: https://susannehaun.com/2016/06/06/impressionen-von-der-ausstellung-raumzeitbegegnung-in-roddahn-susanne-haun/
        ..oder einfach Schuchardt in Susannes Blogsuche eingeben 😉

        • Susanne Haun said, on 30. März 2017 at 07:03

          Liebe Nina, stimmt, du bist schon das eine oder andere mal 🙂 in meinem Blog abgebildet — 🙂 ich freue mich auf unseren Salon. Du wolltest mir noch eine Mail mit dem Programm der Kirche in Roddahn senden 🙂
          Liebe Grüße von Susanne
          P.S. Ich werde heute mit Cris zum Kolloquium der Malkunst in den Hamburger Bahnhof gehen, das Programm kam über den Univerteiler. Mal schauen, wie es wird.

          • Eichhoernchenverlag said, on 30. März 2017 at 07:23

            Viel Spaß! 🙂

            • Susanne Haun said, on 1. April 2017 at 07:02

              Danke, Nina, es war „nett“, „interessant“ ….. 🙂 ich bin Mittags gegangen.

      • Susanne Haun said, on 30. März 2017 at 06:53

        🙂 Wie Nina schon geantwortet hat…. sie ist zu sehen….

    • Susanne Haun said, on 30. März 2017 at 06:47

      Danke, liebe Nina, ich freue mich auch schon auf unseren Salon im Oktober. Liebe Grüße sendet dir Susanne

  3. gkazakou said, on 29. März 2017 at 20:48

    Das Thema ist ja sehr umfassend, ihr habt es klug aufgesplittet. Die Runde sieht sehr konzentriert aus, und an den Bildern an den Wänden freue ich mich besonders. Die Dante-Bilder haben es mir angetan. Wie war denn da das Echo?

    • Susanne Haun said, on 30. März 2017 at 06:53

      Liebe Gerda,
      die Runde war sehr konzentriert und diskussionsfreudig, so dass die Dante Bilder thematisch nicht im Vordergrund standen. Jedoch ist einer Betrachterin aufgefallen, dass die Zeichnungen in den Farben dynamisch und in den Linien ordnend sind. Einer anderen Besucherin hat es besonders mein Portrai von Elfriede Lohse-Wächtler angetan und sie fragte mich, warum ich die Augen so unterschiedlich dargestellt habe. Eine andere Besucherin hat wiederum meine Radierungen, die in meinem Atelierzimmer ausgelegt waren, gefallen. Der Salon ist anders als eine Ausstellungseröffnung, wo der Fokus ganz auf die Bilder liegt. Ein Sammler von mir wollte dafür lieber über das Nietzsche Portrait mit Pferd mit mir reden.
      Ich denke, ich werde mich mit den Dante Arbeiten gezielt für Ausstellungen bewerben – leider (oder zum Glück) bin ich bis März 2018 schon komplett ausgebucht.
      Liebe Grüße nach Athen sendet dir Susanne

  4. Ulli said, on 29. März 2017 at 21:15

    Da wäre ich sehr gerne dabei gewesen, so spannende Themen! Z.B., warum Familienangehörige meinen, dass die Psychatrie helfen könnte/würde. Besonders in den alten Zeiten war das kaum möglich, wie ja auch andere Beispiele zeigten: Sylvia Plath, Anne Sexton und …
    KünstlerInnen sind doch meistens hochsensible Persönlichkeiten, da braucht es etwas anderes, als Elektroschocks ud Stilllegung. Ich würde mich sehr freuen, wenn du etwas mehr darüber berichten würdest wie denn bei diesem Thema die Resonanz war, gab es ein Fazit?
    Herzliche Grüsse
    Ulli

    • gkazakou said, on 29. März 2017 at 21:44

      Ich schließe mich diesen Fragen an.

      • Susanne Haun said, on 30. März 2017 at 07:03

        Ein spannendes Thema, Gerda 🙂 Es waren einfach zu viele Themen für so einen kurzen Abend.

    • Susanne Haun said, on 30. März 2017 at 06:56

      Liebe Ulli,
      unser Fazit war, dass die Angehörigen im guten Glauben handelten, ihren Angehörigen zu helfen. Sicher, es gab Einwürfe, dass es unfassbar ist, dass sie das glaubten, aber ich denke, die Hoffnung auf Hilfe ist groß und Ärzte waren sehr angesehen. Ein wenig handelt es sicher auch um naiven Glauben an die Hilfe.
      Ein großes Thema, was Abende füllen könnte 🙂
      Liebe Grüße von Susanne

      • Ulli said, on 30. März 2017 at 08:15

        Liebe Susanne, ja, man muss die Zeit bedenken und dass die Ärzteschaft damals noch einen ganz anderen Wert und Ruf hatte als heute.
        Es ist immer eine Belastung für die Familie, wenn eine/einer aus ihrem Kreis depressiv wird oder sonstwie psychisch labil oder krank ist, man will helfen und handelt im guten Glauben, ich möchte auch keine Schuldzuweisungen aussprechen.
        Du hast Recht, das ist eins der grösseren Themen!
        herzliche Grüsse
        Ulli

        • Susanne Haun said, on 1. April 2017 at 07:03

          Guten Morgen, Ulli, vielleicht habe ich mal nach meinem Studium Zeit, mich näher damit zu beschäftigen. 🙂 Liebe Grüße Susanne

  5. juergenkuester said, on 29. März 2017 at 21:30

    Liebe Susanne!
    Es freut mich, dass Dein Salon einen so großen Zuspruch gefunden hat und ich bin sicher, dass er bei allen Beteiligten im Nachklang noch länger wirken wird.
    Deine Terminankündigungen zum Salon habe ich mit großem Interesse gelesen: Tolle Themen, tolle Referenten.
    Liebe Grüße Juergen

    • Susanne Haun said, on 30. März 2017 at 07:00

      Lieber Jürgen,
      danke, es war ein sehr interessanter Abend und ich denke auch, dass er Nachklang findet. Ja, dieses Jahr bin ich schon voller Gäste und Themen. Ich bin schon sehr neugierig, was die kommenden Salons an Ideen und Inspirationen bringen.
      Ab nächste Woche werde ich mit Gabriele und Anna unsere Ausstellung im Oktober besprechen. Darauf freue ich mich auch sehr, wir werden ein Wochenende in der Galerie des Kunstzentrums Tegel-Süd gestalten, Gabriele und ich stellen aus und Anna zeigt Filme und Achim Kaufmann spielt Jazztöne 🙂
      Du siehst, es ist immer etwas los 🙂
      Ich wünsche dir und Mechthild sonnige Tage,
      Liebe Grüße von Susanne

      • juergenkuester said, on 30. März 2017 at 09:29

        Stimmt: Arbeit hat Du ja genug. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen Projekten, liebe Grüße aus Cambrils Juergen

        • Susanne Haun said, on 1. April 2017 at 07:04

          Danke, Jürgen, Cambrils hört sich gut an, heute haben wir in Berlin auch 22 Grad. Liebe Grüße von Susanne


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