Die Zuarbeiten zum Katalog Eiswelten zur gleichnahmigen Ausstellung schreiten voran. Inzwischen habe ich auch meinen Motivationstext geschrieben. Dabei entstanden die ersten Linien auf der Leinwand Der Hundemann der Sedna. Die Leinwand ist 125 x 95 cm groß und ich habe sie von beiden Seiten grundiert.

An der Uni haben wir von Landschaften gesprochen, im 19. Jahrhundert sollten sie noch schön, erhaben und malerisch sein. Gelten diese Kriterien noch heute? Gibt es überhaupt noch Landschaftsmalerei?
Ich besuche u.a. ein Seminar, was das Meer zum Thema hat. Ich mag die See und habe deshalb auch das Seminar belegt. Gerne stehe ich am Strand und beobachte das bewegte Meer. Ich kann Stunden damit zubringen, ohne einen Strich zu zeichnen. Wenn ich dann aber den Pinsel oder die Feder zur Hand nehme, dann schöpfe ich aus diesen Stunden, Skizzen und eigene Fotos.
Auf diese Wellen setzte ich den Hundemann und ein Tier des Meeres.
Hier also der Text für den Eiswelten Katalog:
„Die Arbeiten von Susanne Haun setzen sich aus lichten Weißräumen und lockeren Verflechtungen von Linien zusammen. Erst in der Gesamtschau bilden die vereinzelt wirkenden Ornamente eine gemeinsame Erzählung. Susanne ergänzt die zeichnerischen Elemente um das Gestaltungsmittel der Lavur. Hierbei trägt sie zusätzlich zur Feder-Zeichnung eine Farbe in sehr dünner Konsistenz auf. Dies bereichert die Zeichnung um zauberhafte lichtdurchlässige leuchtende Farbflächen.“
Anja Wetterney, Literatur- und Kunstwissenschaftlerin
Schon seit 2013 setzt sich Susanne Haun zeichnerisch mit den eisigen Landschaften der Erde auseinander. Die Faszination geht von den blaugrünen Tönen und den Linien der Eislandschaften aus. Dabei ist sie nie weiter als bis zu den Eisriesenwelten in Werfen, Österreich gekommen. Die Arktis oder Patagonien kennt sie nur aus den Medien und aus den Berichten von Roswitha Mecke. Mit dem Buch „Wie Sonne und Mond an den Himmel kamen“ von Ansgar Walk dringen die Mythen der Inuit in ihr Bildprogramm. Narrativ zeichnet und radiert sie die Legenden in Serien und länglichen Leinwänden. Das Besondere der Leinwände sind die verso und recto Seiten, die die Leinwand zum im Raum hängenden Objekt deklariert. Sie möchte dabei festhalten, was durch den Klimawandel gefährdet ist, auf eine Welt aufmerksam machen, die von der Zerstörung bedroht ist.
Gruppenausstellung Eiswelten
20. August – 24. September 2017
Kulturbahnhof Nettersheim, Bahnhofstraße 1, 53947 Nettersheim
mit Roswitha Mecke, Sabine Jacobs und Dirk Fliege
Kulturbahnhof Nettersheim, Bahnhofstraße 1, 53947 Nettersheim
http://www.kuba-nettersheim.info
schön die Bilder, auch der Text gefällt mir gut! Und der Kontext deiner Arbeit sowieso.
Danke, Gerda, mal schauen, ob ich es die Woche schaffe, weiter an dem Projekt zu arbeiten.
LG Susanne
eine sehr interessante art, deine Themen zu erarbeiten und eine besondere Darstellungskunst
Danke, für die Rückseite der Leinwand habe ich mir schon besondere Gedanken gemacht.
Großartige Arbeit, Susanne. Der Katalogtext und das Umsetzen des Themas finde ich berührend.
Das freut mich, Hanne, das Projekt geht mir auch sehr nahe. Ich arbeite gerne daran!
Liebe Grüße von Susanne
Der Text für den Eiswelten Katalog: Wenige Worte und gut
Danke, ja, ich mag es mit den Worten wie mit den Zeichnungen – knapp aber bezeichnend!
Achso, der Text war von Dir!
Respekt – ich mag es auch so treffend wie möglich.
Ja, jedenfalls der nach dem Zitat. 🙂
Sieht ja gut aus, der neueste Hundemann … schade, dass wir den nicht mehr in den Katalog bekommen. Obwohl, Zeit wäre noch – dann müsste aber ein anderes Bild raus, was auch schade wäre.
Schönes Wochenende! Martin
Ich finde den Katalog sehr gelungen, Martin, nach dem Frühstück mehr dazu! Der große Hundemann ist dann halt nur bei der Ausstellung zu sehen :-), Susanne
Lovely blues-reminds me of Hokusai!
Thank you!
Wow! Das ist großartig! Bin durch Zufall hier gelandet… und versinke in diesem schier unendlichen Quell an Kreativität und künstlerischer Sprache. Ich verneige mich und bin begeistert. Wie gern würde auch ich mich so ausdrücken können! Herzliche Grüße 🙂
Liebe Maren,
ich freue mich, dass du den Weg zu meinem Blog gefunden hast. Herzlichen Dank für die vielen Wortes des Lobes,
Grüße aus Berlin von Susanne