Susanne Haun

Das Meer – die Arktis und der Klimawandel – Der Hundemann der Sedna – Leinwand von Susanne Haun

Posted in Landschaft, Projekt EISIG - EISWELTEN, Zeichnung by Susanne Haun on 30. Juni 2017

 

Die Zuarbeiten zum Katalog Eiswelten zur gleichnahmigen Ausstellung schreiten voran. Inzwischen habe ich auch meinen Motivationstext geschrieben. Dabei entstanden die ersten Linien auf der Leinwand Der Hundemann der Sedna. Die Leinwand ist 125 x 95 cm groß und ich habe sie von beiden Seiten grundiert.

Wellen entstehen auf Leinwand 215 x 95 cm (c) Foto von Susanne Haun

Wellen entstehen auf Leinwand 215 x 95 cm (c) Foto von Susanne Haun

An der Uni haben wir von Landschaften gesprochen, im 19. Jahrhundert sollten sie noch schön, erhaben und malerisch sein. Gelten diese Kriterien noch heute? Gibt es überhaupt noch Landschaftsmalerei?

Ich besuche u.a. ein Seminar, was das Meer zum Thema hat. Ich mag die See und habe deshalb auch das Seminar belegt. Gerne stehe ich am Strand und beobachte das bewegte Meer. Ich kann Stunden damit zubringen, ohne einen Strich zu zeichnen.  Wenn ich dann aber den Pinsel oder die Feder zur Hand nehme, dann schöpfe ich aus diesen Stunden, Skizzen und eigene Fotos.

Auf diese Wellen setzte ich den Hundemann und ein Tier des Meeres.

 

 

Hier also der Text für den Eiswelten Katalog:

„Die Arbeiten von Susanne Haun setzen sich aus lichten Weißräumen und lockeren Verflechtungen von Linien zusammen. Erst in der Gesamtschau bilden die vereinzelt wirkenden Ornamente eine gemeinsame Erzählung. Susanne ergänzt die zeichnerischen Elemente um das Gestaltungsmittel der Lavur. Hierbei trägt sie zusätzlich zur Feder-Zeichnung eine Farbe in sehr dünner Konsistenz auf. Dies bereichert die Zeichnung um zauberhafte lichtdurchlässige leuchtende Farbflächen.“

Anja Wetterney, Literatur- und Kunstwissenschaftlerin

Schon seit 2013 setzt sich Susanne Haun zeichnerisch mit den eisigen Landschaften der Erde auseinander. Die Faszination geht von den blaugrünen Tönen und den Linien der Eislandschaften aus. Dabei ist sie nie weiter als bis zu den Eisriesenwelten in Werfen, Österreich gekommen. Die Arktis oder Patagonien kennt sie nur aus den Medien und aus den Berichten von Roswitha Mecke. Mit dem Buch „Wie Sonne und Mond an den Himmel kamen“ von Ansgar Walk dringen die Mythen der Inuit in ihr Bildprogramm. Narrativ zeichnet und radiert sie die Legenden in Serien und länglichen Leinwänden. Das Besondere der Leinwände sind die verso und recto Seiten, die die Leinwand zum im Raum hängenden Objekt deklariert. Sie möchte dabei festhalten, was durch den Klimawandel gefährdet ist, auf eine Welt aufmerksam machen, die von der Zerstörung bedroht ist.

Gruppenausstellung Eiswelten
20. August – 24. September 2017
Kulturbahnhof Nettersheim, Bahnhofstraße 1, 53947 Nettersheim
mit Roswitha Mecke, Sabine Jacobs und Dirk Fliege
Kulturbahnhof Nettersheim, Bahnhofstraße 1, 53947 Nettersheim
http://www.kuba-nettersheim.info

 

16 Antworten

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  1. gkazakou said, on 30. Juni 2017 at 17:06

    schön die Bilder, auch der Text gefällt mir gut! Und der Kontext deiner Arbeit sowieso.

    • Susanne Haun said, on 2. Juli 2017 at 08:57

      Danke, Gerda, mal schauen, ob ich es die Woche schaffe, weiter an dem Projekt zu arbeiten.
      LG Susanne

  2. afrikafrau said, on 30. Juni 2017 at 17:32

    eine sehr interessante art, deine Themen zu erarbeiten und eine besondere Darstellungskunst

    • Susanne Haun said, on 2. Juli 2017 at 08:58

      Danke, für die Rückseite der Leinwand habe ich mir schon besondere Gedanken gemacht.

  3. Dina said, on 30. Juni 2017 at 17:56

    Großartige Arbeit, Susanne. Der Katalogtext und das Umsetzen des Themas finde ich berührend.

    • Susanne Haun said, on 2. Juli 2017 at 08:59

      Das freut mich, Hanne, das Projekt geht mir auch sehr nahe. Ich arbeite gerne daran!
      Liebe Grüße von Susanne

  4. kopfundgestalt said, on 30. Juni 2017 at 18:35

    Der Text für den Eiswelten Katalog: Wenige Worte und gut

    • Susanne Haun said, on 2. Juli 2017 at 09:03

      Danke, ja, ich mag es mit den Worten wie mit den Zeichnungen – knapp aber bezeichnend!

  5. emhaeu said, on 1. Juli 2017 at 10:35

    Sieht ja gut aus, der neueste Hundemann … schade, dass wir den nicht mehr in den Katalog bekommen. Obwohl, Zeit wäre noch – dann müsste aber ein anderes Bild raus, was auch schade wäre.
    Schönes Wochenende! Martin

    • Susanne Haun said, on 2. Juli 2017 at 09:09

      Ich finde den Katalog sehr gelungen, Martin, nach dem Frühstück mehr dazu! Der große Hundemann ist dann halt nur bei der Ausstellung zu sehen :-), Susanne

  6. penwithlit said, on 1. Juli 2017 at 13:59

    Lovely blues-reminds me of Hokusai!

  7. EinTausendbunt said, on 8. August 2017 at 20:23

    Wow! Das ist großartig! Bin durch Zufall hier gelandet… und versinke in diesem schier unendlichen Quell an Kreativität und künstlerischer Sprache. Ich verneige mich und bin begeistert. Wie gern würde auch ich mich so ausdrücken können! Herzliche Grüße 🙂

    • Susanne Haun said, on 9. August 2017 at 07:44

      Liebe Maren,
      ich freue mich, dass du den Weg zu meinem Blog gefunden hast. Herzlichen Dank für die vielen Wortes des Lobes,
      Grüße aus Berlin von Susanne


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