Susanne Haun

Susanne Haun Zitat am Sonntag – Shakespeare

Posted in Zeichnung by Susanne Haun on 6. Januar 2019

 

Den Augenblick ergreife, Armenische Str. 2, Berlin, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Den Augenblick ergreife, Armenische Str. 2, Berlin, Foto von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Den Augenblick ergreife,

der ist Dein.

Shakespeare in Macbeth I,15

 

Nicht immer kommen Zitate an Häuserwänden bei der Leserin oder dem Leser gut an, wie wir noch von der Alice-Salomon-Hochschule wissen (siehe hier). Ich persönlich fand das Gedicht nicht frauenfeindlich.

Das heutige Zitat ist unweit meiner Atelierwohnung in der Armenischen Straße zu finden und gut sichtbar von der belebten Seestraße aus zu sehen.

 

Der Augenblick - Juli 2006 - 70 x 100 cm - Acryl auf Leinwand (c) Gemälde von Susanne Haun - Sammlung Claudia Jahnke

Der Augenblick – Juli 2006 – 70 x 100 cm – Acryl auf Leinwand, Gemälde von Susanne Haun – Sammlung Claudia Jahnke (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

 

11 Antworten

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  1. gkazakou said, on 6. Januar 2019 at 18:22

    War das schon eine digitale Kamera, 2006? Die verschiedene Art, den Augenblick zu ergreifen, ist sehr gut dargestellt.

    • Susanne Haun said, on 6. Januar 2019 at 18:50

      Ja, liebe Gerda, ich hatte November 2003 die erste kleine digitale Kamera. Noch eine ganz einfache. Ich sende dir per Mail ein Foto mit einem Foto von 2003. 🙂

  2. Eichhoernchenverlag said, on 7. Januar 2019 at 10:16

    Liebe Susanne, da passt doch etwas nicht zusammen… wer hat denn die Schiller-Signatur unter das Zitat gesetzt, wenn es doch aus einem Shakespeare-Stück stammt?
    Liebe Grüße
    Nina

    • eimaeckel said, on 7. Januar 2019 at 11:45

      Liebe Nina, da kann ja noch jemand alte Schriften entziffern. 😉
      Der Widerspruch war mir auch schon aufgefallen. Ich habe das Bild in meinen Blog gesetzt und die gelehrte Antwort bekommen, dass Schiller Macbeth ins Deutsche übersetzt hat – oder besser so kongenial nachgedichtet hat, dass der zitierte Satz als sein eigenes Werk gilt.

      • Susanne Haun said, on 7. Januar 2019 at 12:30

        Danke, Rolf, das wusste ich auch nicht. Ich bin noch über die Signatur gestolpert, habe sie aber im Wissen, dass Macbeth von Shakespeare ist nicht als Schiller interpretiert. Gut, dass wir hier darüber reden!

      • Eichhoernchenverlag said, on 17. Januar 2019 at 14:51

        Lieber Rolf, vielen Dank! Eine spannende Geschichte! 🙂
        Ich durfte eine Zeit lang in einem Forschungsprojekt zur Berliner Klassik mitwirken und viele Tage lang im Geheimen Staatsarchiv transkribieren. Eine der schönsten Arbeiten, die ich je gemacht habe. 🙂 Handschriften von Schiller selbst sind mir da zwar nicht untergekommen, wohl aber ein Brief aus Goethes Feder. Was für ein Gefühl!
        Herzliche Grüße
        Nina

    • Susanne Haun said, on 7. Januar 2019 at 12:23

      Liebe Nina, Rolf hat dir die Frage ja schon beantwortet! Liebe Grüße von Susanne

  3. eimaeckel said, on 7. Januar 2019 at 11:41

    Hallo Susanne,
    das Zitat war mir auch schon aufgefallen und das gleich daneben auch. Dass man den Augenblick allerdings dadurch ergreift, in dem man ihn fotografisch festhält, ist meiner Meinung nach ein Missverständnis. Denn dann ist man ja nicht im Augenblick, sondern als Betrachter außerhalb. Trotzdem ein gutes Bild aus einer Phase, die ich von dir noch nicht kannte.

    • Susanne Haun said, on 7. Januar 2019 at 12:29

      Lieber Rolf,
      eine interessante Diskussion! Ist dann also nur die Frau, die uns als Betrachter*in rechts anschaut im Augenblick verhaftet und die Frau, die die Kamera hält nicht?
      Vor sehr langer Zeit habe ich ein Zitat gehört, dass ein Fotograf*in nur einen einzigen Augenblick festhält, während eine Zeichner*in alle Augenblicke festhält, die die Zeichnung andauert. Leider habe ich bei der Rede nicht mitbekommen, wer so intelligent über den Augenblick gesprochen hat.
      Ich weiss natürlich, was du meinst, du meinst den Inneren Augenblick, den wir erleben, der nicht im gestern oder im morgen liegt. Der Genuß des Jetzt.
      Ich muss gestehen, dass ich Macbeth nicht so gut verinnerlicht habe, dass ich Shakespeares Augenblick interpretieren kann. Aber ich werde es nachholen, ich muss mal suchen, irgendwo habe ich eine Gesamtausgbe von Shakespeare rumzuliegen. Fragt sich bloß wo!
      LG Susanne

  4. gkazakou said, on 17. Januar 2019 at 23:33

    Eigentlich ist Macbeth ein durchunddurch nihilistisches Stück, einige Monologe kann ich auswendig, weil sie mir in meiner nihilistischen Jugendphase so passend erschienen, und sie kommen immer mal wieder hoch. Insbesondere dies*: „Tomorrow and tomorrow and tomorrow creeps in this petty pace from day to day til the last syllable of recorded time. And all our yesterdays have lighted fools the way of dusty death. Out out brief candle! Life’s but a walking shaddow, a poor player who struts and frets his hour on the stage and than is heard no more. It’s a tale told by an idiot, full of sound and fury, signifying nothing“.
    *Ich habs jetzt aus dem Kopf zitiert, kann sein, dass es kleine Fehler gibt.

    Insofern ist der obige Spruch resignativ zu verstehen: den Augenblick ergreife, er ist dein. Sonst hast du nichts.

    • Susanne Haun said, on 18. Januar 2019 at 10:01

      Eindrucksvoll, wie du diese Passage aus dem Kopf zitieren kannst, Gerda.
      So wird mir dein Verständnis vom Augenblick klar! Ich muss weiter darüber nachdenken, da kommt vielleicht noch etwas 🙂


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