Susanne Haun

Die Industrie sowie Nachahmung und Originalität – Susanne Haun

Posted in Foto, Kunstgeschichte, Skizzen, Skizzenbuch, Zeichnung by Susanne Haun on 4. April 2014

Die Orangerie in Postdam wurde im Stil der italienischen Renaissance gebaut.

Friedrich Wilhelm IV. zeichnete während seiner ersten Italienreise im Jahr 1828 seine Reiseeindrücke. Diese inspirierten ihn, Sanssouci und die Potsdamer Landschaft mit Bauwerken im italienischen Stil zu verschönern.

Orangerie Potsdam  Sanssouci (c) Foto von Susanne Haun

Orangerie Potsdam Sanssouci (c) Foto von Susanne Haun

Für die südöstliche Seite schuf Eduard Mayer Die Industrie mit Zahnrad, Zange, Hammer und Bienenkorb sowie Die Wissenschaft mit einem Buch.

Das Sommersemester an der Uni beginnt schon in wenigen Wochen und dieses Mal liegt mein Schwerpunkt auf Architektur. Auch werde ich weitere Vorlesungen und Seminare in Philosophie belegen. Im Streß des vergangenen Semester hat es mir geholfen, zu wissen, dass ich immer ein anderes Nebenfach belegen kann, wenn ich das möchte.

Skulpturen Orangerie (c) Zeichnung von Susanne Haun 0006

Skulpturen Orangerie (c) Zeichnung von Susanne Haun 0006

Ich lese zur Zeit “Klassiker der Kunstgeschichte” und beschäftige mich dadurch mit den Methoden von Johann Joachim Winckelmann.

Winkelmann versucht in seinem Essay von 1759 “Erinnerung über die Betrachtung der Werke der Kunst” die Unterscheidung des positiven Begriffs “Nachahmnung” vom negativen Begriff “Nachmachung” zu unterscheiden. Er hatte dabei die Kunst der Griechen im Kopf, die bis in unsere heutige Zeit immer wieder als Inspriationsquelle genutzt wird. Nachmachung sei einfach Epigonalität, während Nachahmung Kreativität erfordere.²

Es ist ein interessantes Thema, was gerade in unserer Zeit der Aneignung große Aktualität beinhaltet.

Wenn ich jetzt “Die Industrie” von Mayer zeichne, der wiederum die italienische Renaissance als Vorbild hat, die wiederum bei den alten Griechen geschaut haben, was ist das dann für eine Aneignungskette?

Heute zeige ich dazu schnelle, überlegte Zeichnungen in einer Linie.

Bei diesen Zeichnungen ist es mir wichtig, die Details festzuhalten und aus vielen Blättern einen Gesamteindruck herzustellen.

_______________________
²Pfisterer, Ulrich. Hrsg. Klassiker der Kunstgeschichte. München 2007. Décultot, Élisabeth. Johann Joachim Winkelmann (1717 – 1768), Seiten 12-28.

3 Antworten

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  1. haushundhirschblog said, on 4. April 2014 at 17:36

    Wir wünschen Dir einen guten Start in Dein neues Semester, liebe Susanne, und vor allem ganz viel Freude und Neugier …

    Herzliche Grüße, mb und dm

    • Susanne Haun said, on 6. April 2014 at 07:26

      Danke ihr beiden. Ich freue mich schon. Einen schönen Sonntag wünscht euch Susanne

  2. […] Schon gestern berichtete ich über die Kunstgeschichtlichen Überlegungen von J.J. Winkelmann (siehe hier). […]


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