Das Buch Henoch – Sie nahmen sich Weiber – Zeichnungen von Susanne Haun

„Diese und alle übrigen mit ihnen mahmen sich Weiber, jeder von ihnen wählte sich eine aus, und sie begannen zu ihnen hineinzugehen und sich an ihnen zu verunreinigen; sie lehrten sie Zaubermittel, Beschörungsformeln und das Schneiden von Wurzeln und offenbarten ihnen die heilkräftigen Pflanzen“
Das Buch Henoch

An diesem Satz mag ich besonders die Vermischung des Engels mit der sogenannten Hexe, der Kräuterkundigen. Ob das eine der Gründe ist, warum das Buch Henoch zu den Apokryphen und nicht zur Bibel gehört?
Weil die Kräuterlehren von der Kirche nicht Anerkannt wurden?

Sie nahmen sich Gemahlinnen - Zeichnung von Susanne Haun - 15 x 20 cm - Tusche auf Bütten
Sie nahmen sich Gemahlinnen - Zeichnung von Susanne Haun - 15 x 20 cm - Tusche auf Bütten

Ich überlege, ob ich bei diesem Satz ein wenig verweile und mir die Ruhe gönne ihn von vorne und hinten zu beleuchten – nein zu bezeichnen.

Ich beginne mit den Weibern. Ich mag den Ausdruck Weib nicht – ich persönlich sehe etwas verächtliches darin. Dabei kommt das Weib von Wib aus dem Althochdeutschen und bedeutet schlicht Gemahlin. Erst heute hat das Wort den negativen Beiklang. Und gegen weiblich was ja klar vom Wort Weib kommt, habe ich ja auch nichts!

Übersetzt heiß der Anfang des Satzes also schlicht und einfach,

Die Engel kamen vom Himmel und nahmen Sich Erdenfrauen zur Gemahlin…

Und schon hört sich für unser Ohr der Satz ganz anders an.

Wenn ihr weiteres vom Buch Henoch lesen und sehen wollt, könnt ihr unter diesem Link schauen.

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