Vergängliches für Grimma auf 450 x 200 cm – Zeichnung von Susanne Haun

Es ist noch bis August Zeit, die Arbeiten für die Ausstellung in der Klosterkirche Grimma müssen am 3. August ab 16 Uhr zur Vernissage an der Wand hängen.

Trotzdem ist es mir, als ob die Ausstellung schon morgen beginnt und ich bin voller Tatendrang. Letztes Jahr began ich für Grimma eine große Arbeit von mir zu übermalen.

Ich berichtete hier darüber.

1 Grundieren der Leinwand (c) Selbstfoto von Susanne Haun
1 Grundieren der Leinwand (c) Selbstfoto von Susanne Haun

Ich endete mit der ersten Überzeichnung im Juni 2013 als mich die Nachricht erreichte, dass die Ausstellung wegen des Hochwassers ausfällt.

Hier ist der Stand der Dinge im Juni 2013 zu sehen.

Zeichne das Bild auswendig - Entstehung Leinwand von (c) Susanne Haun
Zeichne das Bild auswendig – Entstehung Leinwand von (c) Susanne Haun

Nun ist ein Jahr vergangen, ich habe viel zur Vergänglichkeit gearbeitet und nachgedacht und möchte dieses alles in die große Leinwand einbringen. So bleibt nur eines: ich übermale die Leinwand nochmals. Nun schon das zweite Mal und ich habe den Eindruck, das Vergängliche unter den vielen Schichten wird so immer sichtbarer.

Mein Präsentations- bzw. Galerieraum ist groß genug für die Leinwand für Grimma 450 x 200 cm (c) Foto von Susanne Haun
Mein Präsentations- bzw. Galerieraum ist groß genug für die Leinwand für Grimma 450 x 200 cm (c) Selbstfoto von Susanne Haun

Ich möchte einen „Vergänglichkeitsturm“ zeichnen und beginne mit einer verwelkten Pflanze. Der Anfang ist bei der Größe der Leinwand am schwersten. Ich schätze es sehr, dass ich die Leinwand betrachten kann, wann ich möchte. Manchmal stehe ich eine Stunde davor und denke nach, wie ich die Komposition aufbaue. Ich schätze den Vorteil meiner Atelierwohnung sehr. Morgen früh kann ich schon bei meinem Morgenkaffee im Schlafanzug die Leinwand betrachten.

Meine Überlegungen gehen in die Richtung, dass ich eine zweite große Arbeit zeichne. Es ist so viel einfacher, zu arbeiten, wenn der Platz vorhanden ist. Und die Vorstellung in mein Lager zu gehen und noch eine und noch eine und noch eine Leinwand zum überzeichnen herauszusuchen ist sehr verführerisch und nimmt mir den Streß, dass die EINE nach meinen Richtlinien perfekt sein muß. Schließlich habe ich doch Leinwand noch und nöcher…. und wenn nicht, dann gibt es auch noch Läden, die Leinwänder verkaufen…

Meine beiden Kolleginnen Conny Niehoff und Christiane Budig bereiten sich auf die eine oder andere Art auch auf unsere gemeinsame Ausstellung vor.

Grimma 2014 Einladungskarte Vorderseite Version 1
Grimma 2014 Einladungskarte Vorderseite Version 1
Grimma 2014 Rückseite Version 1
Grimma 2014 Rückseite Version 1

11 comments

  1. Sehr gelungen, Susanne und wie sauber du arbeitest: kein Klecks auf dem Boden. 🙂
    Finde auch, dass durch die Transparenz der zweiten Übermalung das Thema „Vergänglichkeit“ nochmal zusätzlich schön betont wird und raus kommt, Gefällt mir sehr.
    Danke fürs Zeigen!!
    Lieben Gruß von Vera

    1. Gerne, Vera und danke für dein Lob.
      Ich arbeite nun jeden Tag an der Leinwand und manchmal verschwindet auch wieder das, was ich gerade gezeichnet habe unter der nächsten Schicht weiß!
      Einen schönen Samstag wünscht dir Susanne

    1. Danke, versteckter Poet. Es ist viel Arbeit aber eine sehr befriedigende und auch anstrengende. Oft stehe ich stundenlang mit einer Tasse Kaffee vor der Leinwand und denke nach, lasse Linien unter neuen Weiß verschwinden und zeichne neue….
      Einen schönen Samstag von Susanne

    1. Danke, Martin, ja, die ist groß. Es ist eine große Herausforderung auch hier die Linien großzügig zu setzen und nicht ins klein auf klein zu verfallen…. Einen schönen Samstag von Susanne

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