Endlich schaffe ich es wieder, unsere Romfotos und meine Zeichnungen zu sortieren.
Der Trevibrunnen ist der populärste und mit rund 26 Meter Höhe und rund 50 Meter Breite größte Brunnen Roms. Leider wird er zur Zeit restauriert und die Menschenmengen drängten sich um die Baustellensicherung und standen meterlang an, um auf dem Steg über das trockene Brunnenbecken zu laufen. Wir haben uns das geschenkt und uns das Spektakel von weitem angeschaut und Münzen in das trockene Brunnenbecken geworfen. Ein Volksglaube sagt, dass es Glück bringe, Münzen über die Schulter in den Brunnen zu werfen. Eine Münze führe zu einer sicheren Rückkehr nach Rom, zwei Münzen dazu, dass der Werfende sich in einen Römer oder eine Römerin verliebe, drei Münzen würden zu einer Heirat mit der entsprechenden Person führen.
Der Vierströmebrunnen, (ital.: Fontana dei Quattro Fiumi) wurde von Papst Innozenz X. in Auftrag gegeben und von Gian Lorenzo Bernini in den Jahren 1648–51 in der Mitte der Piazza Navona in Rom erbaut. Es war so voll auf der Piazzaa Navona, dass wir kaum den Brunnen erkennen konnten.
Im Zeitalter der „schnellen Fotos“ kann man an einem Tag schnell mal 365 Fotos (ich) und 137 Fotos (Micha) fotografieren. Ich bin haltloser, ich drücke auf den Auslöser, sobald mir etwas nur ansatzweise interessant erscheint. Je aufgeregter ich bin, desto mehr fotografiere ich. Als ob ich Angst habe, etwas von den Eindrücken zu vergessen. Micha ist konzentriert und überlegt sich jedes Foto genau. So haben wir immer eine interessante Mischung.
Das Zeichnen zwingt mich zum bewußteren Handeln, ich überlege eher, was ich zeichne als was ich fotografiere. Micha kann mich irgendwo absetzen und ich beobachte, zeichne, träume und nehme die Atmosphäre auf. Manchmal ist mir das Laufen an solche überfüllten Orten einfach zu anstrengend. Gut, dass ich ein gutes Teleobjektiv für mein Fotoapparat besitze, es dient mir auch als Fernglas, um besser zu erkennen.
