Susanne Haun

Wanderungen durch die Mark Brandenburg – zu Gast beim Eichhörnchenverlag

Posted in Blumen und Pflanzen, Landschaft, Stillleben, Tiere, Zeichnung by Susanne Haun on 20. Juli 2017

 

Deutschlands Landschaften sind schön und vielseitig; letzte Woche war ich zu Gast bei Nina Alice Schuchardt vom Eichhörnchenverlag (siehe hier).

 

 

Wir haben nicht nur über unser gemeinsames Projekt, das Bilderbuch Landtiere (siehe hier), gesprochen, sondern wir sind auch auf dem Deich der Jäglitz, die nah an Ninas Standort Neuroddahn (siehe hier) fließt, gewandert. Unweigerlich denkt man an Theodor Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg und ich nahm mir noch während des Spaziergangs vor, mein Exemplar von Fontanes Reisebericht zu suchen und darin zu lesen.

Übrigens, die Jägitz wird in ihrem weiteren Verlauf bei Kyritz zur Knatter, da einmal so viele Windmühlen an dem kleinen Fluss standen, dass das Knattern weit zu hören war und so den Namen des weiteren Flusslaufs prägten.

 

Hühner und Laufenten in der Mark Brandenburg, Neuroddahn (c) Zeichnung von Susanne Haun

Hühner und Laufenten in der Mark Brandenburg, Neuroddahn (c) Zeichnung von Susanne Haun

 

Ich habe extra ein neues Skizzenbuch mitgenommen und es vollständig bezeichnet. Als Zeichenaufgabe stellte ich mir eigentlich die Kühe am Wegesrand aber es sind auch ein paar Blumen und Landschaften aus meiner Feder geflossen. Nina hat einige Fotos ihrer Eindrücken gemacht und schließlich sind wir bei ihrer Nachbarin Silke auf dem Bauernhof abgebogen, um die frisch geschlüpften Küken zu bewundern. So füllte sich mein Heft mit Federtieren und mein Bauch mit Torte und Kaffee.

Für den Rückweg im Zug bekam ich von Nina einen Feldblumenstrauß und eine kleine Schatzdose zum Zeichnen. Im Zug saß ich glücklich, müde und mit schmutzigen Füssen in meinen Großstadt-Glitzersandalen auf dem Sitz, ließ die Eindrücke bei Musik aus dem iPhone Revue passieren und musste aufpassen, nicht wie ein kleines Kind einzuschlafen und zu weit zu fahren.

Die Wunderkistenzeichnungen entstanden erst in der Früh am nächsten Tag.

Zur Technik:
Ich zeichne in meinem Skizzenbuch nie lange an einem Motiv und gehe mit den Bewegungen des Motivs mit. Ich will nur das wichtigste festhalten. Es sollen Eindrücke entstehen, die oft bewegter sind als Zeichnungen, an denen ich lange arbeite. Verändert ein Tier seine Position und kommt nicht wieder in diese Haltung zurück, lasse ich die begonnenen Zeichnungen unfertig stehen. Die Arbeiten sind mit einem Rotring ArtPen mit Waterman Tusche der Farbe absolute braun in einem standard Konverter entstanden. Ich achte nicht darauf, das Buch immer in derselben Postion zu halten, ich drehe das Heft wie ich es brauche.

 

 

 

17 Antworten

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  1. einfachtilda said, on 20. Juli 2017 at 17:17

    Sehr schön…Sonntag geht es für ein paar Tage nach Brandenburg 🙂 ❤

  2. entdeckeengland said, on 20. Juli 2017 at 17:57

    Liebe Susanne, ich bewundere, wie Du mit wenigen Strichen und in kurzer Zeit den Charakter von Tieren, Pflanzen und Menschen einfangen kannst. Und wie malerisch Brandenburg ist, erlebe ich ja gerade selbst. Herzliche Grüße, Peggy

    • Susanne Haun said, on 21. Juli 2017 at 07:15

      Danke, liebe Peggy. Ich zeichne jeden Tag 🙂 das was ich sehe, auch wenn es manchmal für mich langweilige gerade Architektur ist. Brrrrr ….. oft finde ich auf einer Straße noch das Stück Unkraut, dass Zeichnungswert ist 🙂 und dann brauche ich mich nicht mit den Fenstern und Dächern beschäftigen.
      Ja, Brandenburg, überhaupt Deutschland ist schön. Es ist eine ewige Entdeckungsreise.
      Liebe Grüße von Susanne

  3. tontoeppe said, on 20. Juli 2017 at 18:20

    Der Strich fließt Dir regelrecht aus der Hand… bewundernswert. Und die Landschaft liebe ich. Schöne Grüße.

    • Susanne Haun said, on 21. Juli 2017 at 07:17

      Danke es ist wie Musik, die täglich aus mir herausbricht. Viele Grüße von Susanne

  4. gkazakou said, on 20. Juli 2017 at 18:50

    toll. einfach nur toll.

  5. Eichhoernchenverlag said, on 20. Juli 2017 at 20:10

    Liebe Susanne, dieser Tag war sooo schön und erdend! Es war wunderbar, dich einfach schauend und staunend begleiten zu können!

    • Susanne Haun said, on 21. Juli 2017 at 07:24

      Ja, liebe Nina, vielleicht habe ich in dieser Welt einmal mehr Zeit, dass wir öfter Brandenburg erkunden können. Nächstes mal interessiert mich wirklich ein Besuch in Kyritz und Umgebung. Natürlich wieder mit meinem Skizzenbuch.

      • Eichhoernchenverlag said, on 21. Juli 2017 at 07:37

        Ich bin bereit 🙂

  6. kopfundgestalt said, on 20. Juli 2017 at 21:30

    Ein Füllhorn ausgeschüttet 🙂

  7. SätzeundSchätze said, on 21. Juli 2017 at 05:18

    Da hast Du ja jetzt das volle Kontrastprogramm zu den Alpen 🙂 Fontane will ich auch bald mal lesen, jetzt aber fahre ich bald einige Tage dahin, wo man den Zauberberg liest 🙂
    Tolle Zeichnungen, ich mag Deine Tiere!

    • Susanne Haun said, on 21. Juli 2017 at 07:25

      Allerdings, Birgit und ich stelle immer wieder fest, wie schön und vielseitig Deutschland ist.

  8. Eichhoernchenverlag said, on 21. Juli 2017 at 08:02

    Hat dies auf Eichhörnchenverlag rebloggt und kommentierte:
    Susanne Haun war nicht zum ersten Mal im beim Eichhörnchenverlag zu Besuch. Zum ersten Mal aber kam sie explizit zum Zeichnen. Kühe sollten es sein, denn Susanne zeichnet gern und auch relativ oft Kühe und so machten wir eine kleine Wanderung an den Nachbarswiesen mit all den schönen Tieren entlang. Susanne hat so ein ganzen Skizzenbuch gefüllt und ich durfte ihr beim Schauen und Aufnehmen zusehen und habe mich so selbst in Achtsamkeit geübt. Der Tag hat mich mit viel Ruhe und Zufrienheit zurückgelassen und auch mit der Gewissheit, dass Susanne Haun die absolut richtige Wahl für das Landtiere-Buch war. Einfach wegen der wertfreien Art, mit welcher sie alle Tiere betrachtet und bei jedem seine individuellen Eigenheiten schätzt und in ihre Zeichnungen einfließen lässt.
    Vielen Dank für den schönen Tag, liebe Susanne.

    • Susanne Haun said, on 21. Juli 2017 at 08:32

      Liebe Nina, ich danke dir für diesen Tag! Das letzte mal war ich in den 90ziger Jahren des vorigen Jahrhunderts so vertraut auf einem Bauernhof. Meine Tante im Spreewald betrieb eine Landwirtschaft, die nun zu einer Pension umgewandelt ist.
      Liebe Grüße von Susanne

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