Stillleben · Zeichnung

In Serie arbeiten – Vanitas Stillleben – Zeichnung von Susanne Haun

 

Letzte Woche telefonierte ich mit meinem Künstlerkollegen Jürgen Küster alias Buchalov (siehe hier).

Jürgen ruft gerne als Videoanruf über WhatsApp an, ich mag das ja eigentlich nicht so gerne, bin ich doch ein wenig eitel und sitze oft morgens unrepräsentativ, ungekämmt im Schlafanzug an meinem Arbeitstisch und möchte mein Gesicht beim telefonieren nicht preisgeben.

Aber wir hatten lange nicht gesprochen und ich rede ja gerne und ein künstlerischer Austausch am Morgen ist ja nicht zu verachten.

Als ich davon sprach, dass ich viel zu tun habe und nicht unter Arbeitsmangel leide, sprach er mitfühlend davon, dass ich ja auch schon alte Sachen blogge.

NEIN, liebe Leser und Kollegen, es sind neu komponierte Stillleben, die ich zeichne. Manche der darauf abgebildeten Gegenstände besitze ich schon länger und manche sind Neuzugänge meiner Wunderkammer, wie das Lot, dass ich an meine Lampe gebunden habe.

Ich möchte dabei gleich auf Giorgio Morandi hinweisen, der seriell immer wieder seine Vasen und Krüge darstellte (siehe hier).

In diesem Sinne erforsche ich in Zeichnungen immer wieder meine Wunderkammerelemente (siehe hier).

 

 

 

14 Kommentare zu „In Serie arbeiten – Vanitas Stillleben – Zeichnung von Susanne Haun

  1. Ich habe neulich ein Buch gelesen, das als „Wunderkammer“ angelegt war – ich fand es wunderbar. Aber erst jetzt, wo Du über Deine Stilleben schreibst, fällt mir auf, dass Dein Sammelsurium im Atelier tatsächlich ja auch eine Wunderkammer ist – wie hübsch!

  2. ich lache über deine Eitelkeit und Abneigung gegen whatsup. Ich benutze es aus demselben Grunde nicht. Übrigens finde ich es nicht verwerflich, ab und an etwas Früheres zu zeigen. denn schließlich knüpft man mit dem Neuen ja an Früheres an. Und es gibt Zeiten, in denen das Frühere sogar eine Beherrschende Rolle spielt.

    1. Liebe Gerda,
      ich kopiere hier einfach mal meine Antwort, die ich dir dazu in deinem Blog geschrieben habe ein.
      Einen schönen Morgen von Susanne

      Liebe Gerda, da hast du mich mißverstanden 🙂 oder ich habe mich mißverständlich ausgedrückt (wohl eher)
      Es ging nicht um alte Arbeiten, die blogge ich ja ab und an und zeige sie euch. Alles, was noch meinen Ansprüchen genügt, das zeige ich gerne.
      Es ging um schon gebloggte Arbeiten.
      Ja und es ging um Streß usw. Wenn ich viel zu tun habe, dann halte ich mich an das Reale, wir haben ja schon mal darüber gesprochen. Kunst hat ja den Anspruch, immer wieder das Neue und Unerwartete zu zeigen. Das das nicht jeden Tag hervorsprudeln kann, wird uns allen klar sein.
      In meinem privaten Raum hängt meine Sammlung, so habe ich wenig Platz, alte Arbeiten von mir zu hängen, die Leinwände stehen im Lager mit einigen Graphikmappen, neuere alte Arbeiten finden in meinem Graphicschrank Platz.
      Mein Motto und Anspruch ist ja, jeden Tag eine Zeichnung zu erstellen, das ist ein hoher Anspruch, aber ich bin damit bisher gut gefahren. Es gibt mir eine Lockerheit, Sicherheit und Erfahrung in meinem Tun.
      Liebe Grüße von Susanne

  3. Ich schrieb es gerade schon an Gerda, es gibt Themen (auch Objekte), die immer mal wieder in den Fokus geraten, wenn dann auch immer wieder in einem neuem Gewand, in einer etwas anderen Perspektive, sodass ich es eher spannend als negativ empfinde, wenn sich die Fäden weiterspinnen und dies und jenes sich erneut zeigt, aber dann eben ein kleines bisschen anders.
    Weiter denke ich an Schriftsteller *innen und Maler *innen, die Themen ihr Leben lang immer wieder neu bearbeiten. Es muss in meinen Augen nicht immer alles brandneu und hochaktuell sein, zumal sich ja die Frage stellt, was denn wirklich neu ist, was Menschen durchleben?
    Herzliche Grüße und danke für den Gedankenschubs,
    herzliche Grüße,
    Ulli
    Mail folgt…

    1. Genau, liebe Ulli, was ist wirklich neu?
      Das ist die entscheidende Frage. Ansonsten habe ich Gerda schon auf das Neu und Alt geantwortet, vielleicht magst du es dort auch lesen?
      Liebe Grüße von Susanne

  4. Morandi dürfte doch jeder kennen!
    Ein Foto eines Gemäldes des Meisters hing bis zuletzt als einziges meinem Arbeitsplatz 🙂

    Immer wiederkehrende Themen! Das sind bei mir nicht die Vanitasthematik, sondern Rauten, wie ich auf einer kleinen Sammlung meiner Zeichnungen von der Jahrtausendwende erfuhr.

    Dein aufgefaltetes Knochengerüst lädt zum Schaudern ein, weil es eine Offenheit für dieses eine, finale Schauspiel transportiert.

    1. Ich denke, Gerhard, dass nicht jeder Morandi kennt. Er ist schon spezieller als die Maler der Brücke, Picasso oder Rembrandt 😉

      Ich denke auch, dass jeder Künstler sein Repertoire besitzt.

      Danke für die Worte zu meinem „Knochengrüst“ 🙂

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