Susanne Haun

Eindrücke und Skizzen vom Bad Doberaner Münster – Susanne Haun

Posted in Engel, Kunstgeschichte, Vergänglichkeit, Zeichnung by Susanne Haun on 25. März 2014

Von außen sieht das Bad Doberaner Münster unspektakulär aus. Das ändert sich, wenn sich der Innenraum vor dem Besucher öffnet.

 Bad Doberaner Münster (c) Foto von Susanne Haun

Bad Doberaner Münster (c) Foto von Susanne Haun


Auf der Homepage des Münsters ist gleich zu beginn zu lesen:

„Auf der Europäischen Route der Backsteingotik im Nordosten Deutschlands, nahe der Hansestadt Rostock, liegt das Bad Doberaner Münster, die im 13. Jahrhundert erbaute Kirche des ehemaligen Zisterzienserklosters. In keiner anderen Zisterzienserklosterkirche europaweit blieb eine reichere hochgotische Ausstattung erhalten. Augrund dieser hohen Bedeutung wurde eine Bewerbung auf Aufnahme in das Welterbe der UNESCO gestellt.“

 Kreuz Christusseite Lettneraltar (um 1360) (c) Foto von M.Fanke

Kreuz Christusseite Lettneraltar (um 1360) (c) Foto von M.Fanke

Wir waren sehr überrascht, von der Ausstattung des Münsters, denn wir haben so viele Details nicht erwartet.
Mir haben die zwischen 2003 und 2010 restaurierten Grabplatten gefallen, der Lettneraltar (um 1360/70) mit dem Christuskreuz ist beeindruckend groß und gilt als älteste Flügelaltar der Kunstgeschichte. Auch der Kelchschrank von 1310 ist sehr sehenswert, ein wenig wie ein Setzschrank für Kelche. Der Marienleuchter stammt aus der Zeit um das Jahr 1300 und ich mag besonders den Schriftzug Ave Maria, das A von Ave und das letzte a von Maria ist ein und dasselbe und der Schriftzug ist im Kreis im Baldachin angeordnet.

BadBad Doberaner Münster 5 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Bad Doberaner Münster 5 (c) Zeichnung von Susanne Haun

Interessant finde ich auch die Farbigkeit des Münsters, es ist mittelalterlich restauriert worden. Dieser Restauration gingen vier andere Farbfassungen voraus. Die Farben rot, blau und weiß galten im späten Mittelalter als Farben der Maria. „Das orientalische Kachelmuster könnte Fürst Heinrich I. der Pilger um 1300 von einer Pilgerreise aus dem heiligen Land mitgebracht haben.“²

Das Münster hat mich zu den oben gezeigten Zeichnungen inspiriert. Es werden sicher noch weitere folgen. Dabei bin ich wieder danach vorgegangen, zu zeichnen, was ich sehe und was ich nicht sehe und alles in so wenig wie möglich Linien zu zeigen.

__________
²Farbgestaltung im Kirchenraum auf http://www.muenster-doberan.de

9 Antworten

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  1. mickzwo said, on 25. März 2014 at 18:53

    Ich war dort. Es ist schon ein beeindruckender Bau.
    Sagt Dir der maler Rolo etwas? Der ha

    • Susanne Haun said, on 26. März 2014 at 12:49

      Hallo Mick, nein der Maler Rolo sagt mir nichts, hast du einen Link für mich? Lg von Susanne

      • mickzwo said, on 27. März 2014 at 22:04

        Leider habe ich keine Webseite ausfindig machen können 😦 Er hält sich wohl in einem Altenheim bei Königswinter auf. Das und der Inhalt meiner Mail. Nicht sehr ergiebig für Dich. Sorry.

        • Susanne Haun said, on 28. März 2014 at 07:45

          Danke für deine Bemühungen, Mick, auch danke für die Mail, ich beantworte sie in der nächsten Zeit. Ich habe gerade sehr viel mit meiner letzten Hausarbeit für das Studium zu tun. Einen schönen Tag wünscht dir Susanne

  2. mickzwo said, on 25. März 2014 at 18:57

    Autsch, das habe ich mich vertippt. Was ich sagen wollte: Der Maler Rolo hat eine ähnliche Technik verwandt wie Du.

  3. emhaeu said, on 25. März 2014 at 19:13

    Feine Zeichnungen! Freue mich schon auf mehr! Gruß Martin

  4. frank8233 said, on 26. März 2014 at 16:19

    Bad Doberaner Münster sieht unspektakulär aus? Nun hier muss ich aber wieder sprechen 😉 Komme in ein paar Wochen wieder, wenn die gesamte Klosteranlage in einem wunderbaren Grün eingetaucht ist .
    http://frankkoebsch.wordpress.com/2011/07/30/aquarelle-aus-bad-doberan/
    Beste Grüße
    Frank

    • Susanne Haun said, on 28. März 2014 at 07:38

      Naja, Frank, es ist von außen nicht so groß wie z.B. der Kölner Dom aber Innen entfaltet es seinen Reichtum an Kunst und Kunstgeschichte.
      Mir gefielen die Ruinen draußen auch ohne Grün… da ist es einsamer so wie die Arbeiten von Caspar David-Friedrich von den Eldener Ruinen.
      Ich wünsche dir einen schönen Tag, lg Susanne


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