Kontinuierlich arbeite ich am Torso.
Die Schäden, die meine Schaufensterpuppe genommen hat, sind sichtbar. Wichtig ist es für mich, sie bewusst in mein Werk einfliessen zu lassen. Die Schäden sind vor der Kunst entstanden und bestimmen sie mit und nicht umgekehrt. Sie sind ein wichtiges Element der Arbeit.
Ein weiteres Element ist der Titel des Werks.
Sie ist nun keine Schaufensterpuppe mehr, sie wird zu Kunst alleine deshalb, weil ich es sage und weil ich Künstler bin. Ich bräuchte sie im Sinne Duchamps nicht bearbeiten und sie wäre schon Kunst. Aber in dem Fall war mir das alleinige Erheben zur Kunst zu wenig. Das Schwarz des Torsos war so mächtig, dass alle Linien verloren gingen. So war für mich das Weiß ein Muß.
Der Kopf auf dem Torso ist zerschmettert. Das Gehirn des Menschen ist sein höchstes Gut, sein Heiligtum. Dort sitzt der Mensch in seiner Ausprägung selber. Im zeitgenössischen Film wird dieses Thema oft ausgeschlachtet, ich denke da an „Source Code“ oder den Klassiker „Die Matrix“. So möchte ich den Titel in diese Richtung denken:
„Das höchste Gut des Menschen“ (Das Wort Gut ist mir philosophisch zu stark anders bewertet)
„Das Heiligtum des inneren Menschen“ (Das Wort Heiligtum ist mir zu religiös.)
Ich bin am Überlegen und Sammeln.
