Susanne Haun

Aneignung in der Kunst – Zeichnung von Susanne Haun

Posted in Konzeptkunst, Kunstgeschichte, Projekt Null, Zeichnung by Susanne Haun on 27. April 2016

Jürgen hat schnell auf meine neuen Zeichnungen zum Projekt Null geantwortet. Seine klaren reduzierten Nullräume haben mich sofort angesprochen.

Erst gedachte ich, die Zeichnungen mit Tusche und Feder nachzuzeichnen. Warum die Arbeit machen, fragte ich mich und druckte Jürgens Zeichnungen mit meinem s/w Laserdrucker aus. Mit Zeitungscollagen und rotem Stift habe ich dann die Zeichnungen verändert. Es entspricht vom Sinn der Arbeitsweise die Jürgen und ich bei unseren Berliner Blättern (siehe hier) oder dem Projekt sammenzu (siehe hier).
Die Aneignung ist ein wichtiges Mittel in der zeitgenössischen Kunst. Diese Gattung gehört zur Konzeptkunst und wird Appropriation Art genannt. In Wikipedia steht dazu folgende Definition:

„Im engeren Sinn spricht man von Appropriation Art, wenn Künstler bewusst und mit strategischer Überlegung die Werke anderer Künstler kopieren, wobei der Akt des Kopierens und das Resultat selbst als Kunst verstanden werden sollen (andernfalls spricht man von Plagiat oder Fälschung).“²

Interessant, oder?

 

 

 

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² Wikipedia, 22.4.2016, 9:32 Uhr

6 Antworten

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  1. kunstschaffende said, on 27. April 2016 at 19:07

    Aber dass muss dann sicher gekennzeichnet werden, also z.B. nach x erstellt, oder? Und verkaufen unter dem eigen Namen müsste ja auch ein

  2. kunstschaffende said, on 27. April 2016 at 19:09

    ausgeschlossen sein, denn dann wäre es ja ein Plagiat.

  3. kunstschaffende said, on 27. April 2016 at 19:11

    Ich finde jedes Werk ist geistiges Eigentum, alleine durch die Idee der Entstehung.

    • Susanne Haun said, on 28. April 2016 at 06:58

      Liebe Babsi,
      in der Kunst liegt oft die Provokation.
      Die Aneignung ist eine große Provokation. Ich habe zum Beispiel im me collector room (Hier ist mein Bericht dazu) von Sherrie Levine, eine amerikanische Fotografin und Konzeptkünstlerin, erfahren. In der damaligen Ausstellung hingen zwei Werke aus Levines Bilderserie „After Walker Evans“. Sie fotografierte Fotos von Evans ab und präsentierte diese Fotos. Die Arbeiten gehören der Appropriation-Art (Aneignung) an und wir diskutierten im Rahmen des Seminars “Zeitgenössische Kunst” an der Uni über diese Arbeit.
      Natürlich muß gekennzeichnet sein, dass es sich um eine Aneignung handelt. Ansonsten würde die Provokation auch verpuffen.
      Ich weiss, dass ich mir Jürgens Arbeiten innerhalb unseres Projekts aneignen kann. Ich denke, dass geistige Eigentum des Urhebers ist geschützt, denn zumindestens im Titel sollte auf ihn/ihr ein Hinweis erfolgen.
      Ich muß los zur Uni, wenn du noch Fragen zur Aneignung hast, gerne…. ich bin am Nachmittag wieder da….
      Liebe Grüße von Susanne

      • kunstschaffende said, on 28. April 2016 at 09:11

        Vielen lieben Dank Susanne für die ausführliche Erklärung! Das reicht mir völlig aus. Dir noch einen schönen Tag!

        Liebe Grüße
        Babsi

        • Susanne Haun said, on 28. April 2016 at 16:39

          Schön, dass ich dir weiterhelfen konnte. Liebe Grüße von Susanne


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