Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
fragt Ute Schätzmüller heute in der zweiten Woche unserer Blogparade.
Ich zitiere hier Ute:
„Ein paar Anregungen sind: Warum beschäftigen sich Frauen so häufig in ihrer Kunst mit der Rolle der Frau und der Rolle der Frau als Künstlerin – sollten sie nicht einfach “nur” Kunst erschaffen?“
Kennt ihr diese Künstlerpaare?
Max Ernst – Dorothea Tanning
Arnulf Rainer – Maria Lassnig
Diego Rivera – Frieda Kahlo
Rodin – Camille Claudel
Wassily Kandinsky – Gabriele Münter
Dazu gibt es hier einen schönen Artikel in der Zeit online.
Rosemarie Trockel, Cindy Sherman, Jenny Holzer, Katharina Sieverding sind alles Kaiserring Trägerinnen.
Wenn ich mir diese Namen anschaue, dann ist es egal, ob Mann oder Frau Kunst machen, sie müssen es nur wirklich tun und wollen mit ihrer ganzen Kraft. Und wenn diese Kraft des Wollens in den Arbeiten zu spüren ist, dann ist es dem Rezipienten egal ob Frau oder Mann.
Ich fühle mich als Frau bei der Beurteilung der Rezipienten nicht benachteiligt und ich mache mir auch keine Gedanken darüber, dass ich eine Frau bin – jedenfalls nicht im Zusammenhang mit meiner Arbeit.
Es ist natürlich eine Entscheidung, die zu treffen ist. Ich kann Kunst nicht nebenher machen. Die Kunst ist eine Arbeit, die Respekt und Anerkennung verdient und fordert. Die Kunst ist eine eifersüchtige Geliebte(r). Sie verlangt alles vom Kunstschaffenden.
Ich denke, dass biologischer Weise eine Uhr in jeder Frau tickt und da die meisten Frauen Kinder möchten, kommt es zwangsläufig zu einer Unterbrechung des Tun, in der eine Frau nicht so schaffen und reisen (die Kunst zeigen und vermarkten) kann, wie sie das will.
Wir freuen uns, wenn ihr mit uns diese Woche auf Utes Blog diese Frage diskutiert – es gibt eine Aquarellzeichnung von Ute und ein Sternzeichenbuch zu gewinnen.
For my english reader:
„Play the sex of the artist at the reception and evaluation of the arts a role?“ asks Ute Schätzmüller today in the second week of our blogparade.
I feel the recipient does not discriminate me as a woman.
Im Abstand von einer Woche werden wir folgenden sechs euch Fragen zur Kunst stellen und euch einladen, mit uns zu diskutieren:
- Susanne Haun Wie wichtig ist für dich die Präsentation von Kunst?
- Ute Schätzmüller Darf das Geschlecht der Künstler in der Rezeption und Beurteilung der Kunst eine Rolle spielen?
- Jürgen Küster
- Conny Niehoff
- Oliver Kohls
- Frank Koebsch
Als Sponsor für unser Projekt konnten wir, wie ich schon erwähnte, Karsten Peters, Galerist der Hamburger Galerie Faszination Art gewinnen.
| Start der Blogparade | Künstler / ausgelobter Preis | Ausgelobter Preis |
| 22.10.2012 | Susanne Haun„Azalee“17 x 22 cm, Zeichnung Tusche auf Bütten | |
| 29.10.2012 | Ute Schätzmüller“man, water”18 x 24 cm, Aquarellzeichnung auf Clairefontaine Bütten | |
| 04.11.2012 | Jürgen Küstero.T.21 x 29,7 cm, Radierung/Gummidruck auf Bütten 160g | |
| 12.11.2012 | Conny Niehoff„kleine expressive Landschaft“ca. 16 x 24 cm, Mischtechnik auf Papier | |
| 19.11.2012 | Oliver Kohls„Abendhimmel über Marschland”40 x 50cm, Pastell | |
| 26.11.2012 | Frank Koebsch„Faszination Ballett # 1“10,5 x 15 cm, Miniatur in Aquarell |
