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Ein Weg des Verstehens – Karajan- Zeichnung von Susanne Haun

 

 

Entstehung Collagen Karajan von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Entstehung Collagen Karajan von Susanne Haun (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2019

 

Seriell zu arbeiten ist für mich ein Weg des Verstehens. Mit jeder Zeichnung, die ich fertige, bin ich dem Ziel ein Stück näher.

Für den Musikerinnen und Musiker Kalender 2020 im Utz Benkel Verlag habe ich mir für dieses Jahr Herbert von Karajan für ein Portrait ausgesucht. Zwei Collagen habe ich von ihm erstellt. Heute stelle ich die erste fertige Zeichnung sowie die Skizzen, die zu der Zeichnung führten vor.

Als Inspirationsquelle diente mir dazu ein youtube Video (siehe hier)  in dem Karajan die Berliner Philharmonider dirigiert. Es wird Franz Liszt: Hungarian Rhapsody No. 2 / gespielt. (Berliner Philharmoniker / Recorded at the Berlin Philharmonie, 31 December 1978). Wer gerne klassik hört, der findet auf der Seite der Karajan Akademie viele kleine Musikschnipsel.

 

 

Mehr über den diesjährigen Musikerinnen und Musiker Kalender 2019 erfahrt ihr, wenn ihr dem Link (klick) folgt. Für dieses Jahr habe ich Tom Waits (siehe hier) gezeichnet.

Warum ich dieses Jahr Karajan gezeichnet habe?

Ich höre gerne klassische Musik. Sie inspiriert mich sowohl beim Zeichnen als auch beim Schreiben. Ich empfinde sie auch als weniger anstrengend als die Musik des ausgehenden 20. Jahrhunderts. Irgendwann vor vielen Jahren fiel mir auf, wie unterschiedlich sich die Musik je nach Interpretation der Dirigenten anhört. Das ist logisch, war aber damals ein Aha-Erlebnis für mich. Ich stellte fest, dass mir die Interpretationen von Karajan am besten gefielen. Das Karajan aufgrund seiner politischen Haltung im 2. Weltkrieg auch kritisch gesehen werden sollte, ist mir durchaus bewusst.

 

 

 

14 Kommentare zu „Ein Weg des Verstehens – Karajan- Zeichnung von Susanne Haun

  1. Liebe Susanne!
    Grossartig, was Du erschaffen hast…!
    Die erwaehnte kritische Haltung wuerde ich in Deiner Stelle lieber bei Marx lassen. Haettest Du in der DDR jahrelang gewohnt, waerest Du sicher nicht auf die Idee gekommen den Schweinehund Marx zu malen.
    Ich habe in Dresden Chemie studiert, dennoch war es Pflicht für und alle (incl. Kuenstler!) Marx als Hauptfach zu lernen, mein Hass auf ihn sollte Dir schon aus diesem einzigen Grund verstaendlich sein…
    Deinen Beitrag zu Karajan werde ich lieber verbreiten…
    Liebe Grüsse Miklós aus Sopron/Ungarn

      1. Lieber tontoeppe!
        Sollten also die anderen Menschenschaedlinge (=Prediger der Gewaltherrschaft) wie z.B. : Lenin, Stalin, Hitler usw. auch von ihr oder von anderen Kuestlern genauso grossartig gemalt werden….?
        Was meinst Du….?

    1. Lieber Miklós,
      ich verstehe deinen Unmut, denn du hast unter einem Regime gelitten, das sich wenig um seine Einwohner schert.
      Marx kann jedoch nichts dafür. Er wurde lange nach seinem Tod von diktatorischen Systemen wie die DDR mißbraucht und falsch interpretiert. Heute gilt Marx als Philosoph und wird an westlichen wie östlichen Universitäten mit seinen Lehren diskutiert. Heute kann natürlich jeder wählen, ob er ein solches Seminar besuchen möchte oder nicht.
      Hass ist eine Emotion, die genau wie Liebe verhindert, richtig zu schauen.
      Ich wünsche dir einen schönen Tag und drücke die Daumen, dass du deinen Hass bezwingen kannst und mit dir und deinem Leben eine gewisse Zufriedenheit erlangen kannst.
      Einen schönen Tag und liebe Grüße aus dem heute sonnigen Berlin von Susanne

  2. Das Blau dazu gefällt mir gut, mit den Noten auf den Notenlinien habe ich gestutzt,dachte, vielleicht nur Noten ohne Linien, aber so betont es natürlich das Geordnete und Präzise in der Ausführung, während des Dirigierens. LG und viel Erfolg auf der Leipziger Buchmesse wünscht Dir Roswitha

    1. Danke, liebe Roswitha, ja es betont die Ordnung und Disziplin, die ein Dirigent haben muss. Woher das Blau kommt, dass erkläre ich morgen 🙂 mit einer weiteren Collage mit dem Karajan Motiv.
      Danke für die guten Wünsche und einen schönen Donnerstag wünscht dir und Martin, Susanne

    1. Wie schon bei Gerda geschrieben, die Gradwanderung zwischen minimal und zu minimal ist klein, mich haben die Hände nicht gestört aber es ist gut zu wissen, wie es die Betrachterin, der Betrachter empfindet.

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